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Chef, wir müssen reden. Der Traum vom Ausstieg auf Zeit Inspirierende Geschichten von Menschen, die das Abenteuer einer Auszeit wagten. Mit vielen Informationen und praktischen Tipps von Reeh, Alexander (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.11.2013
  • Verlag: Engelsdorfer Verlag
eBook (ePUB)
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Chef, wir müssen reden. Der Traum vom Ausstieg auf Zeit

Träumen auch Sie davon, eine Weile aus dem Job auszusteigen, dem grauen Alltagstrott zu entfliehen? Einfach mal die Seele baumeln zu lassen, ohne Zeitdruck eigene Projekte verwirklichen, um dann hoch motiviert, voller Schwung und Elan mit neuen Ideen wieder einzusteigen? Haben Sie keine Angst davor, es könnte Sie am Ende Ihres Berufslebens die Frage quälen: "Ist das alles gewesen?" Erfahren Sie in diesem Buch wie Sie Ihren Chef überzeugen, den Finanzbedarf ermitteln, welche Versicherungen Sie benötigen, wie es nach dem Ausstieg weitergeht. Lassen Sie sich von den vielfältigen Erfahrungsberichten der in diesem Buch versammelten "Auszeiter" überraschen und inspirieren: Von der erfolgreichen TV-Moderatorin, die per SMS ihre Festanstellung kündigt und spontan den zehnten Flug auf der Anzeigetafel des Münchner Flughafens bucht; der Karrierediplomatin bei der EU, die während ihrer Auszeit in der Karibik ihrer großen Liebe begegnet; dem Ingenieur, der alles aufgibt, um mit seiner Familie ein Sabbatical auf See zu verbringen; der Journalistin, die ihre "Eltern-Auszeit" mit Baby entlang der alten Seidenstraße führt und vielen weiteren. Jede Menge Ideen für die Auszeit, Tipps und aktuelle Adressen helfen Ihnen Ihr Sabbatjahr zu planen, damit auch Sie in nicht allzu ferner Zukunft sagen können: "Ich bin dann mal weg".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 15.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954887729
    Verlag: Engelsdorfer Verlag
    Größe: 4146 kBytes
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Chef, wir müssen reden. Der Traum vom Ausstieg auf Zeit

Wenn Träume fliegen

Sie war eine erfolgreiche TV-Moderatorin in München. Vor 13 Jahren stieg sie aus - von jetzt auf gleich - kündigte ihre Festanstellung per SMS, buchte spontan den zehnten Flug auf der Anzeigetafel des Münchner Flughafens und landete in der Karibik. Die unglaubliche Geschichte der Lara Sanders

© Nepomuk Karbacher Bilder. n3po.com

Einer dieser Tage. November-Nieselregen aus schweren Wolken, Temperaturen um vier Grad, Gesichter unter Kapuzen, Autos spritzen durch die Straßenpfützen. Reisebüros werben für Last-Minute-Flüge in die Sonne, irgendwohin, raus aus dem Grau, der Kälte, den Kapuzen. Irgendwohin. Es könnte so einfach sein. Lara Sanders, zierlich, blond, blaue Augen, sitzt im Schneidersitz auf dem Sofa einer Schwabinger Wohnung; sie trinkt grünen Tee, fingert in Sushi-Röllchen und sagt aus dem Fenster blickend: "So ein Tag war das damals."

Sanders ist gerade 41 Jahre alt geworden, und was sie in den vergangenen zehn Jahren erlebt hat, ist Stoff für einen Film, den sie gedreht hat, "Über allen Horizonten", und ein Buch, das sie veröffentlicht hat, "Einfach davongeflogen."

Die zehn Jahre im Zeitraffer gehen so: Die junge TV-Journalistin Sanders leidet unter der Routine des Jobs und Alltags, steigt von jetzt auf gleich aus und flieht auf die winzige Karibikinsel Dominica, um zu sich selbst zu finden. Sie findet aber nicht nur sich selbst, sondern Glückes Geschick, auch einen alten Schweden, der die jemenitische Königsfamilie und afrikanische Prominenz als Privatpilot durch die Welt flog, irgendwann -gleichfalls auf Selbstsuche- in der Karibik landete, um dort auf die alten Tage seinen Traum zu verwirklichen: gemeinsam mit einem jungen Karibe-Indianer ein eigenes Flugzeug zu bauen und zu fliegen. Die Deutsche beschließt, über diesen interessanten Kauz einen Dokumentarfilm zu drehen - acht Jahre und viele Ups and Downs später wird der Film mit internationalen Preisen überschüttet. Und nun ist sie auf dem Weg nach Hollywood, wo Clint Eastwood und Kevin Costner an der Geschichte Interesse signalisiert haben.

In etwa so sähe vermutlich der Beitrag aus, wenn die Fernsehfrau Lara Sanders vor Jahren einen Film über den Menschen Lara Sanders hätte schneiden müssen. Eine Minute dreißig, Klappe - Ende. Denn das war mal ihr Leben vor dem großen Schnitt. Schnell, flüchtig, gehetzt, immer auf dem Sprung. Sie ist da Anfang 30, moderiert nach dem Studium der Kommunikations- und Betriebswirtschaften in Köln Radiomagazine für den WDR, dann auch fürs Fernsehen in München. Sie verdient gutes Geld, hat aber kaum Zeit, es auszugeben. Sie ist beliebt bei den Kollegen und Chefs. Sie hat einen kreativen, jungen Musiker zum Mann und liebevolle Eltern. Stöckelt durch die Bussi-Bussi-Gesellschaft Münchens - Ärzte, Rechtsanwälte, Promis und Semipromis-, "weil ich damals dachte, dass das dazugehört". Lara ist ein bisschen wie Carrie aus "Sex and the City". Sie sammelt Schuhe, ist picobello gekleidet und frisiert, mani- und pedikürt und hat außerdem ein gewisses Faible für jüngere Männer. Von außen betrachtet ist sie eine Karrierefrau - selbstbewusst, attraktiv, das flüstern ihr alle, die Freunde, der Mann, die Eltern, die Kollegen. Aber irgendwas an diesem Leben stimmt nicht, das ahnt sie, und das nagt an ihr.

Die Frau im Schneidersitz, zehn Jahre reifer nun, nennt diese Phase rückblickend "Hamsterrad" oder "goldener Käfig" oder "auf eingefahrenen Schienen fahren, nicht links, nicht rechts" oder "innere Versklavung" oder "Monotonie". Sie hat erstaunlich viele Synonyme parat für ein Gefühl: unglücklich sein. Dahinter, das weiß sie heute, loderte Sehnsucht. Sie wollte Geschichten erzählen, wie früher mit acht oder neun, als sie den Eltern kleine Drehbücher und Hörspiele zu Weihnachten schenkte. Sie wollte kreativ sein und nicht nur funktionieren. Sie sagt: "Ich war wie ein rotes Licht, auf Sendung. An und aus. Auf Knopfdruck. Wie am Fließband.

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