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Ich war überall Tschetschenien, Afghanistan, Südsudan - mit einem Gentleman an die entlegensten und gefährlichsten Orte der Welt von Spöri, Kolja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.05.2014
  • Verlag: Plassen
eBook (ePUB)
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Ich war überall

Kennen Sie Karakalpakastan? Transnistrien? Gagausien? Wissen Sie, welches Auto man nachts im Südsudan fahren sollte, was man im Kurdengebiet besser nicht sagt, warum illegale Einreisen nach Guyana nicht unüblich sind und wie man unbeschadet bei -62 °C zum sibirischen Kältepol reist? All das finden Sie in diesem Buch. Gentleman-Adventurer Kolja Spöri zeigt, wie man auch abseits der vom Massentourismus ausgetretenen Pfade stilvoll reisen, echte Abenteuer erleben und dennoch wohlbehalten nach Hause zurückkehren kann. Kolja Spöri ist seit fast zwanzig Jahren in der Formel 1 aktiv, wurde als - 'einer von Europas führenden Sponsoring - Agenten' bezeichnet und steht mit vielen Großen der Welt auf gutem Fuß. Daneben bereist er die Welt auch privat - aber auf ganz eigene Art. Der 'Gentleman Adventurer' legt Wert auf Stil - und auf exotische und vermeintlich gefährliche Reiseziele. Heute gehört er zum inneren Kreis des 'Club of Most Traveled People'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 16.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864701894
    Verlag: Plassen
    Größe: 3956 kBytes
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Ich war überall

WIE WÄR'S MAL MIT TSCHETSCHENIEN?

Erkenntnis: "Alles hat seine Zeit."

Schwierige Erreichbarkeit:

Schwierigkeitsgrad vor Ort:

Gefährdungsgrad:

Bestes Hotel: Grozny City Hotel

Beste Anreise: Flug via Istanbul oder Moskau
mit Grozny Avia oder Rusline

Es mag vielleicht absurd klingen, aber die positivste Überraschung auf allen meinen Erkundungen war Tschetschenien. Zweifellos hat sich diese kleine abtrünnige Kaukasus-Republik ihren schlechten Ruf über die Jahrhunderte redlich verdient. Schon die Übersetzung des Namens der Hauptstadt "Grozny" aus dem Russischen bedeutet auf Deutsch "die Schreckliche". So wie Iwan IV., der Schreckliche, zurückübersetzt "Ivan Grozny" heißt. Der hatte diese unbeugsame Volksgruppe bereits im 16. Jahrhundert ins russische Imperium zwangseingegliedert. Die Tschetschenen sagen denn auch lieber Sölsch-Ghala zu ihrer Republikhauptstadt mit immerhin 300.000 Einwohnern. Grozny war nach den beiden verlorenen Unabhängigkeitskriegen 1994/1995 und 1999/2000 die zerstörteste Stadt, die man sich auf der Welt vorstellen kann, die absolute Hölle auf Erden. Im restlichen Russland ist die halbautonome Kaukasusrepublik Tschetschenien bis heute ein solches Reizthema, dass die meisten Russen grußlos aus dem Gespräch aussteigen, sobald es nur annähernd um diese spezielle Volksgruppe geht. Zu dem ohnehin schlechten Ruf beigetragen hat die früher starke tschetschenische Mafia, die nicht nur in Moskau mit brutalen Methoden die Kontrolle über ganze Wirtschaftszweige übernommen hatte oder Oligarchen den Weg zur Herrschaft ebnete und später absicherte. Darin waren allerdings auch andere Kaukasusminoritäten aus dem vormaligen Sowjetreich recht erfolgreich, wie die Georgier, Armenier und die "Tat" genannten Bergjuden aus Aserbaidschan. Zugestehen muss man jedoch, dass die Tschetschenen in einer eigenen Liga spielen, wenn es um die Faszination von körperlicher Stärke und die Ausstrahlung von Männlichkeit und Macht geht. Das meine ich durchaus im Weltmaßstab. Wenn mir heute jemand – sagen wir mal – mit der sizilianischen oder der albanischen Mafia droht – nicht dass das so oft vorkommt –, dann muss ich eigentlich nur müde lächelnd mein Foto mit dem tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow zeigen und man lässt mich in Ruhe, beziehungsweise man zollt mir Respekt. Einen solchen Rambo- und Macho-Kult wie in der kleinen Bergrepublik habe ich noch nirgendwo erlebt.

Nach Grozny gelangte ich erstmals aus beruflichen Gründen kombiniert mit privaten Absichten, sprich Länderpunktesammeln. Für einen Vielreisenden ist das natürlich immer die günstigste Gemengelage. Mit meinem engsten Freund und Reise-Buddy Harald aus Österreich, der mein Faible für interessante Destinationen und interessante Persönlichkeiten teilt und von dem noch öfter die Rede sein wird, unterhielt ich mich über die noch offenen Ziele im Leben. Wir hatten uns zufällig bei einem Mittagessen im Privathaus des vielleicht berühmtesten Formel-1-Rennfahrers kennengelernt, mit dem uns beide eine langjährige geschäftliche wie private Freundschaft verbindet. Sowohl Harald als auch ich sind beruflich auf der ganzen Welt unterwegs und haben spannende Kunden und Kontakte. Bei mir durch die Tätigkeit als Formel-1-Agent und internationaler Geschäftsvermittler, bei Harald als überaus erfolgreicher Produzent von Uhren, Luxus-Safes und ganzen Sicherheitsräumen. Die

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