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Im Schlitten durch unerforschtes Eskimoland Rasmussens 5. Thule-Expedition von Rasmussen, Knud (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.02.2014
  • Verlag: Edition Erdmann
eBook (ePUB)
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Im Schlitten durch unerforschtes Eskimoland

Knud Rasmussens Mutter war eine halbe Inuit, sein Vater Däne. Die Frage nach der Herkunft der Inuit, die ihn sein Leben lang umtreiben wird, ist so auch - ein Stück weit - die Frage nach der eigenen. Ab 1912 unternimmt er erste Reisen ins Landesinnere von Grönland. Mit seiner großangelegten 5. Thule-Expedition reiht sich Knud Rasmussen in die Reihe der großen Forschungsreisenden ein. Rasmussen gelingt die Durchquerung der Nordwestpassage mit Hundeschlitten; er legt dabei zwischen 1921 und 1924 über 3000 Kilometer zurück. Seine Unternehmung liefert umfassende archäologische, geographische, biologische und ethnologische Erkenntnisse, allen voran der Nachweis einer gemeinsamen Inuitkultur! Sein endgültiger, 10 Bände umfassender, Forschungsbericht liegt hier in gekürzter und handlicher Form vor. Mit 160 Photographien, Zeichnungen und Karten.
Knud Rasmussen (1879-1933)wurde in Grönland als Sohn einer Inuit-Dänin und eines dänischen Pfarrers geboren. Er lernte früh die Sprache der Inuit und ihre Überlebenstechniken. Ab 1912 unternahm er wissenschaftliche Expeditionen nach Grönland. Weltweite Bekanntheit erreichte er durch seine große Thulefahrt und die Filme 'Polas Brautfahrt' über das Leben der Inuit und 'SOS Eisberg' in denen er als Produzent, Drehbuchautor und als Berater fungierte Kurz bevor er zu seiner 7. Expedition aufbrechen konnte, starb er 1933 an den Folgen einer Lebensmittelvergiftung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 344
    Erscheinungsdatum: 11.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843803977
    Verlag: Edition Erdmann
    Größe: 12086 kBytes
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Im Schlitten durch unerforschtes Eskimoland

EINLEITUNG

Knud Johan Victor Rasmussen wurde am 7. Juni 1879 in Jacobshavn, dem heutigen Ilulissat, an der Westküste Grönlands geboren. Seine Mutter, Sophie Louise Susanne Rasmussen geb. Fleischer (1842–1917), war zu einem Viertel Inuit (die von vielen heutigen "Eskimo" bevorzugte Selbstbezeichnung). Sein Vater Christian Vilhelm Rasmussen (1846–1918) betätigte sich in Grönland als Missionar und Lehrer; er sprach fließend Kalaallisut, die lokale Variante der Inuit-Sprache Inuktitut, über die er eine Grammatik und ein Wörterbuch verfasste. Er lebte von 1873 bis 1895 in Grönland, während die dänischen Vorfahren seiner Frau schon mehr als hundert Jahre zuvor dort eingewandert waren. Einige von ihnen hatten hohe Posten in der grönländischen Verwaltung inne. Nachdem die Familie dann nach Kopenhagen gezogen war, unterrichtete Christian Rasmussen Kalaallisut an der dortigen Universität. Das Pfarrgebiet, das er in Grönland betreute, war riesig und erstreckte sich entlang der Küste über achthundert Kilometer. Er bereiste es einmal im Jahr, und manchmal nahm er seinen Sohn Knud, das älteste von drei Kindern des Ehepaars, auf solche Dienstreisen mit. In einem 1934 verfassten Nachruf schrieb der Archäologe Therkel Mathiassen, der an der Fünften Thule-Expedition teilgenommen hatte und Knud Rasmussen sehr gut kannte, die grönländische Abstammung über seine Mutter habe diesem einen gewaltigen Vorsprung verschafft, sowohl als Polarreisender als auch – und vor allem – als Eskimoforscher. Der dänische Ethnologe William Thalbitzer bemerkte – gleichfalls in einem Nachruf auf Rasmussen ( American Anthropologist 36, Nr. 4, 1934) – über Sophie Rasmussen, sie sei "in ihren Zügen und ihrer allgemeinen Erscheinung ein Bild von einer hübschen Eskimofrau" gewesen, und kommentiert über die nicht selten vorkommenden Ehen zwischen Dänen und Inuit, aus ihnen gingen Menschen hervor, die ausgezeichnet die Inuit-Kultur und diejenige der Weißen verschmelzen könnten. Knud Rasmussen sei hierfür ein hervorragendes Beispiel, und er sei stolz auf seine Abstammung von den Ureinwohnern Grönlands gewesen: "Sein ganzes Leben lang fühlte er sich als ein Kind der Eskimos; und das war er in gewissem Maße ja auch."

Die Inuit, mit denen Rasmussen auf seinen Reisen zusammentraf, scheinen ihn als Weißen eingeordnet zu haben, obwohl ihnen nicht entging, dass er mit dem Leben und Überleben in der Arktis so vertraut war wie sie. Zwar berichtet er im vorliegenden Band über ein großes Kompliment, das ihm Igjugarjuk von den Karibu-Inuit machte: "Igjugarjuk, der gern ein bisschen schmeichelte, erklärte, ich sei der erste weiße Mann, welcher auch zugleich Eskimo sei." Dies bezog sich aber nicht darauf, dass Rasmussen hinsichtlich seines Äußeren besondere Ähnlichkeit mit den Inuit hatte, sondern darauf, dass er fließend Inuktitut sprach, sodass"die grönländische Zunge augenblicklich verstanden wurde, wenn auch ein natürlicher Unterschied in der Aussprache und im Dialekt vorlag." In seinem Buch Die Gabe des Adlers: Eskimoische Märchen berichtet Rasmussen von einem ähnlichen Erlebnis. Als er auf seiner großen Reise im Rahmen der Fünften Thule-Expedition an der Beringstraße angelangt war, begegnete er auf einer Insel einer alten Frau, Majuaq, die er über die alte Lebensweise der dortigen Ureinwohner befragen wollte. "Wie soll ich zu einem Manne reden, der unsere Sprache nicht versteht?", wollte Majuaq wissen. "Er sagt, er sei einer der Unsrigen", entgegnete Rasmussens Führer, und Rasmussen erläuterte ihr, dass er au

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