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Pedal the World Mit dem Fahrrad um die Welt von Starck, Felix (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.01.2016
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Pedal the World

Felix Starck träumte schon lange von einer Weltreise mit dem Fahrrad. Also kündigt er im Juni 2013 seinen Job, verkauft Kühlschrank und Auto und schwingt sich, völlig untrainiert, in den Sattel. Unterwegs lässt ihn sein Reisepartner im Stich, er bekommt eine Lungenentzündung, wird von Polizisten in Kambodscha ausgeraubt und hat unzählige platte Reifen. Aber aufgeben? Kommt nicht in Frage. Genau 365 Tage und 17.918 geradelte Kilometer später ist er überraschend wohlbehalten und mit strammen Waden wieder zurück. In seinem Buch erzählt er von einer Reise, wie es sie kein zweites Mal gegeben hat.

Felix Starck, Jahrgang 1990, hat mit seiner kleinen Fahrradtour seine beiden großen Hobbys vereint: Reisen und Sport. Vor der Reise arbeitete er im Sport-Management. Die nächste Reise ist schon geplant und wird ihn mit dem Wohnmobil durch Südamerika führen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 15.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843712125
    Verlag: Ullstein
    Größe: 17896 kBytes
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Pedal the World

Die Reise beginnt

Unbemerkt von meinen Freunden stolpere ich aus dem Club in Karlsruhe, in dem wir gerade meinen Abschied feiern. Zum ersten Mal realisiere ich, dass wir morgen tatsächlich losfahren, und der Sternenhimmel verschwimmt vor meinen Augen. Jetzt bloß nicht daran denken, was ich alles zurücklasse. Bisher war ich noch nicht ein Mal nervös. Für Nervosität war auch gar keine Zeit, so schnell haben wir aus unserer biergetränkten Idee Ernst gemacht. Viel ist passiert in den vier Monaten seit unserem Handschlag in den Alpen. Einen Tag nach der Skitour lagen unsere Kündigungen auf dem Schreibtisch unseres Chefs. Aber dann fing die Arbeit erst richtig an, weil wir nicht, wie andere, Jahre vorher mit der Planung begonnen haben. Manchmal ließ uns unsere Naivität auf die Nase fallen. Die notwendigen Impfungen machten uns beispielsweise von einer auf die andere Sekunde ungeplant um 1000 Euro ärmer. Ein herber Schlag für unser Reisebudget. Dafür musste mein schöner Retrokühlschrank dran glauben. Nach und nach haben wir aber sowieso alles verkauft, was wir besaßen - mein Leben passt jetzt in eine Umzugskiste.

"Ohne Hab und Gut ist es leichter aufzubrechen", denke ich gerade, als das Knarzen der schweren Tür und die Musik, die aus dem Club dringt, mich aus meinen Gedanken reißen.

"Na Kumpel, ready?", fragt Fynn, der mich gesucht hat.

"Türlich", gebe ich zurück, und wir schauen zusammen in die Sterne.

Unsere Aufgabenteilung bei den Reisevorbereitungen und später unterwegs war schnell klar. Fynn kümmert sich um alles, was die Räder und das Radeln betrifft. Er ist technikaffiner als ich, ehemaliger Radsportler und kennt sich sehr gut aus. Er ist auch der Fittere und wenn man so will der Härtere von uns beiden. Ich kümmere mich um die Vermarktung unseres Trips. Weil wir bei der Ideenfindung beide nur etwa 400 Euro auf dem Konto hatten, sind wir auf Sponsoren angewiesen, die uns das Material stellen. Sie davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, uns zwei Spinner zu unterstützen, war eine Menge Arbeit und meine Aufgabe. Dazu habe ich einen Blog gegründet und eine Facebookseite erstellt, damit Menschen unsere Reise verfolgen können. Unzählige E-Mails später haben viele Radiosender und Zeitungen über uns und die Reiseidee berichtet und damit die Menschen auf uns aufmerksam gemacht. Besonders für Onlinemarketing habe ich ein Händchen, und so ist der Plan aufgegangen. Mit einer bereits vor Abreise beträchtlichen Summe an Facebook-Followern und Bloglesern bin ich an die Sponsoren herangetreten und habe so erreicht, dass wir vom Fahrrad über Satteltaschen und Flickzeug bis hin zu Gaskocher und Klamotten alles gestellt bekommen haben. Geldspenden haben wir aber keine angenommen, wodurch wir unterwegs mit knapp 10.000 Euro pro Nase für alle anstehenden Kosten auskommen müssen. Mehr hat der Verkauf all unserer Sachen nicht eingebracht.

Auf einer Outdoormesse habe ich Max kennengelernt, der seine Fahrradreise gefilmt hat. Sein Film hat mir große Lust gemacht, auch unsere Reise zu dokumentieren. Deswegen haben wir uns eine Spiegelreflexkamera gekauft und auch einige Actioncams gesponsert bekommen, damit wir unsere Eindrücke festhalten können. Diese kleinen und leichten Kameras sind extra für das Filmen von Sportarten ausgelegt. Man kann sie beim Skifahren, Surfen und Ähnlichem auf dem Helm oder irgendwo am Körper befestigen, mit einer Hülle sogar unter Wasser benutzen, und sie filmen trotz der Bewegung ziemlich stabil. Wir haben einige an unseren Rädern befestigt, um den Weg vor und hinter uns festhalten zu können.

Wir wollen aber nur so lange filmen, wie es uns Spaß macht, denn im Vordergrund steht die Reise selbst. Was wir später mit dem Material machen, wissen wir noch nicht, aber mich bestärkt der Gedanke an eine fertige Doku ungemein. Auch dass wir eine breite Öffentlichkeit erreicht haben, gibt mir Motivation.

"Bin gespannt auf das Kamerateam morgen", sage ich zu Fy

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