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Reisen ans Ende der Welt Durch Afrika und Asien von IbnBattuta (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.07.2016
  • Verlag: Edition Erdmann in der marixverlag GmbH
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Reisen ans Ende der Welt

Fasziniert von der Welt legt der Araber Ibn Battuta, wie noch kein Mensch vor ihm, in etwa 27 Jahren rund 120.000 km zurück und sprengt damit den Rahmen seines ursprünglichen Vorhabens von seiner Geburtsstadt Tanger aus nach Mekka zu pilgern. Mit Schiffen, Kutschen und auf Kamelen unternimmt er eine Reise durch die gesamte islamische Welt und darüber hinaus - damit erweitert er die traditionellen Gebiete arabischer Geographen. Im Auftrag des Sultans von Marokko hält der größte Weltreisende des Mittelalters seine Erlebnisse in diesem eindrucksvollen Reisebericht fest. Battuta liefert landes- und volkskundliche Betrachtungen sowie Verzeichnisse von Reiserouten und hinterlässt der historischen und ethnologischen Forschung damit reiche Quellen des Mittelalters.

Ibn Battuta wurde 1304 in Tanger geboren und starb 1368 oder 1377. Er bereiste und beschrieb im 14. Jh. weite Teile der Welt. Bekannt wurden seine Aufzeichnungen in Europa erst im 19. Jh. Sie sind ein überzeugender Beleg für die kulturelle und wissenschaftliche Führungsrolle der Araber im Mittelalter.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 08.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843803991
    Verlag: Edition Erdmann in der marixverlag GmbH
    Größe: 3003 kBytes
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Reisen ans Ende der Welt

Einführung

Araber erschließen fremde Länder

Ibn Battuta – Kaufmann,
Gelehrter, Abenteurer

"... trieb mich ein fest entschlossener Sinn, und ein leidenschaftliches Verlangen, diese hehren Heiligtümer zu sehen, wohnte in meiner Brust. So beschloss ich denn, mich von meinen Lieben zu trennen – Männern wie Frauen –, und verließ meine Heimat, wie der Vogel sein Nest verlässt."

Ibn Battuta, im Alter von 21 Jahren, zu seiner ersten Reise von Tanger nach Mekka und Medina im Jahre 1325 n. Chr .

In einem historisch nahezu einzigartigen Schwung hatten die Heere des Islam, vornehmlich Araber, in der zweiten Hälfte des siebten und in den ersten drei Jahrzehnten des achten Jahrhunderts den Großteil der damals bekannten Welt erobert. Als im Herbst 732 der Franke Karl Martell mit einer starken Streitmacht vor den Toren von Paris, bei Tours und Portiers, dem arabischen Feldherrn Abd ar-Rahman und dessen Truppen, die zur festen Inbesitznahme des Landes sogar Frauen und Kinder mitgebracht hatten, gegenübertrat und den Ansturm der Orientalen stoppte, hatte das von Mohammed staatlich und religiös geeinte Arabertum den Kulminationspunkt seiner Machtpolitik bereits überschritten. Von den Pyrenäen bis zum Jaxartes und über den Indus hinausreichend, hatte sich die Herrschaft der ersten Kalifen zu weit von ihrer Ausgangsbasis, der Arabischen Halbinsel, entfernt, um diesem gewaltigen Reich nach der Eroberung auch die innere Stabilität zu sichern.

Das Arabertum wurde von da an auf seine erste Bestimmung – Träger des Islam und der geistigen, aber nicht der politischen Führung zu sein – zurückgedrängt. Während sich in Mitteleuropa die aus der Völkerwanderung hervorgegangenen Staaten und im weiteren Verlauf Kirche und Kaiser in oft blutigen Auseinandersetzungen konsolidierten und dabei zunächst keine Zeit aufbrachten, das Erbe der Antike auf breiter Ebene anzutreten, steigerten sich Hunderte von islamischen Gelehrten in einen Rausch an wissenschaftlicher Aktivität. Dutzende von Hochschulen zwischen Cordoba und Persien lehrten nicht nur den Koran, sondern ein Universalwissen, mit dem die zahlreichen in den eroberten Ländern vorgefundenen kulturellen Güter weiterentwickelt wurden.

Einmalig in der bis dahin viertausend Jahre alten schriftlich fassbaren Geschichte der Menschheit war es, dass der Vater des berühmtesten Abbasidenkalifen Harun ar-Raschid, Al-Mansur, nach einem siegreichen Feldzug gegen die Oströmer im Friedensvertrag als Reparationen kein Gold, keine Sklaven und keine Territorien forderte, sondern den Byzantinern zur Auflage machte, ihm 40 000 Bände ihrer Literatur auszuhändigen, die er übersetzen und auswerten ließ. Eine solche Tatsache unterstreicht nicht nur das Bemühen der Muslime, sich die geistigen Schätze der Völker des Mittelmeerraumes anzueignen, sondern macht auch verständlich, dass sie aus diesem Hunger nach Erkenntnissen heraus eine einsame Spitze der Wissenschaften erreichten und über Spanien, über die Kontakte in den Kreuzzügen und über das Sizilien Kaiser Friedrichs II. dem Abendland bis in die Neuzeit hinein entscheidende Impulse gaben. Noch im 14. Jahrhundert durfte in Paris die Lehre des Aristoteles nur nach dem arabischen Averroes-Kommentar interpretiert werden.

Araber, Perser, Ägypter, Chorasmier, Armenier, Juden und konvertierte Christen wurden von dem politischen und geistigen Sturmlauf des Islam erfasst und verhalfen der neuen Religion zu einer weitgespannten Bildungswelt. Das Arabische wurde nicht nur die Sprache des Glaubens, sondern auch der Literatur und de

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