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Zuhause ist da, wo wir sind Wie wir unser Haus verkauften und die Welt unser Zuhause wurde von Martin, Lynne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.12.2015
  • Verlag: sorriso Verlag
eBook (ePUB)
14,99 €
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Zuhause ist da, wo wir sind

Mit über 70 noch einmal alles loslassen, was einem lieb und teuer ist? Einfach aufgeben, was Jahrzehnte lang Sicherheit und Komfort geboten hat? Lynne und Tim Martin haben einen Traum: ihr Haus zu verkaufen und für den Rest ihres Lebens die Welt zu bereisen. Frei sein, das wollen sie, nachdem das Leben die beiden nach 35 Jahren noch einmal zusammen geführt hat. Innerhalb von 45 Tagen verkaufen sie alles, was sie nicht mit auf Reisen nehmen können. Übrig bleiben zwei Koff er, zwei Computer und sie selbst. Hand in Hand tauchen sie ein in ihr neues Leben, das sie über Mexiko und Argentinien quer durch Europa führt: in die Türkei, nach Frankreich, Italien, Großbritannien, Irland, Marokko, Portugal und Deutschland. Jedes Land, so finden sie gemeinsam heraus, hat seine Eigenheiten, Schönheiten, kulinarischen Besonderheiten (Achtung, dieses Buch enthält Kalorien!). Natürlich bleiben auch Konflikte und Sorgen unterwegs nicht aus, sei es durch sprachliche Barrieren, neue technische Herausforderungen in jedem Land, die permanente Suche nach Orientierung und guter Budgetierung... nicht zu vergessen die schmerzliche Sehnsucht nach den Kindern und Enkeln, die sie in den USA zurück gelassen haben. Gemeinsam lernen Lynne und Tim, was es heißt, ein Leben - und eine Liebe - ohne Grenzen zu leben.

Im Jahr 2010 beschlossen Lynne und Tim Martin, fast ihr gesamtes Hab und Gut zu verkaufen und für den Rest ihres Lebens um die Welt zu reisen. Lynne, eine gebürtige Texanerin, die in Chicago aufgewachsen ist, hat Journalismus studiert und jahrelang fürs Radio und Fernsehen gearbeitet. In Hollywood gründete sie Maynor and Associates, eine auf Publicity für Schauspieler, Fernsehsendungen und Filme spezialisierte Agentur. 'The Man Who Skied Down Everest' (Schussfahrt vom Mount Everest) gewann mit Hilfe ihrer Agentur den 1976 Academy Award als bester Dokumentarfilm. Später gründete sie einen Gourmetkäsevertrieb, dessen Produkte von Delikatessenmärkten in vielen Orten der USA bezogen wurden, und war Mitinhaberin einer Leasingfirma für Baumaschinen. Sie hat vier Töchter und Stieftöchter und sieben Enkelkinder. Seit Lynne und ihr Mann Tim, ein Schriftsteller, 'heimatfrei' geworden sind, haben sie in Mexiko, Argentinien, der Türkei, Frankreich, Italien, Großbritannien, Irland, Marokko, Portugal und Deutschland gelebt. Sie haben keinen festen Wohnsitz und wollen daran auch nichts ändern, bis ihnen 'eines Tages die Räder abfallen', wie Lynne sagt. In ihrem beliebtem Blog www.homefreeadventures.com hält uns die Autorin über ihre aktuellen Aufenthaltsorte und Abenteuer auf dem Laufenden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 390
    Erscheinungsdatum: 13.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783946287650
    Verlag: sorriso Verlag
    Originaltitel: Home Sweet Anywhere: How we sold our house, created a new life, and saw the world
    Größe: 5048 kBytes
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Zuhause ist da, wo wir sind

Hallo Deutschland

Als mein Mann Tim und ich in Berlin eintrafen, hatte ich keine Ahnung, was uns erwartete. Drei Monate lang war Paris unser Zuhause gewesen, wo ich wie verrückt an den letzten Überarbeitungen dieses Buches gearbeitet hatte und vor lauter Hektik kaum einen Gedanken an unser nächstes Reiseziel verschwenden konnte. Ich war erstaunt über das, was wir entdeckten!

Ich war zuletzt im Sommer 1960 in Deutschland gewesen, als ich in den Semesterferien durch Europa gereist war. Zu dieser Zeit hatte ich mich mehr für Bier und Männer als für die deutsche Geschichte und deren Denkmäler interessiert. Tim hatte zwar in Frankfurt, München und diversen anderen Städten Konferenzen besucht, aber auch er war noch nie in Berlin gewesen. Wir waren nervös, als wir in der Stadt ankamen. So geht es uns zu Beginn eines neuen Abenteuers immer, ganz besonders in einem Land, dessen Sprache wir nicht sprechen! Unsere Erleichterung war groß, als wir merkten, dass viele Deutsche englisch (unsere Sprache) sprechen konnten oder meistens so nett waren, jemanden zu suchen, der uns mit Rat und Tat zur Seite stand.

Wie üblich war der von uns schon im Voraus organisierte Chauffeur, der uns am Flughafen abholte, unser erster menschlicher Kontakt im neuen Land. Horsts Geduld und Hilfsbereitschaft gaben uns einen angenehmen Vorgeschmack auf unseren gesamten Aufenthalt in Deutschland. Wir waren dankbar, dass er für uns ein Missverständnis wegen der Ferienwohnungsschlüssel klärte, statt uns einfach am Bordstein stehen zu lassen, wie es viele Taxifahrer in anderen Städten getan haben. Er schleppte uns sogar das Gepäck bis vor die Wohnungstür. Sein freundliches Lächeln war so herzlich, dass wir uns gleich willkommen fühlten.

Da wir uns in den Ferienwohnungen, die unser neues Zuhause auf Zeit sind, selbst versorgen, ist unsere erste Mission in einer neuen Stadt stets, Restaurants und Supermärkte ausfindig zu machen. Wir hatten Hunger und stellten deshalb nur schnell unsere Reisetaschen ab, bevor wir uns auf die Suche nach etwas Essbarem machten. Wir waren in einem älteren Stadtviertel untergekommen, in dem sich große Bäume himmelwärts reckten und wo sich auf den Gehwegen die Menschen drängten. Uns fiel sofort auf, dass das Fußgängerdasein hier keine Kampfsportart wie in anderen Großstädten war, in denen wir gelebt haben: Die Fußgänger passen auf und teilen den Gehweg mit anderen. Falls sie jemanden versehentlich anrempeln, entschuldigen sie sich sogar.

Nachdem wir einen Supermarkt gefunden, unsere Küche mit Grundnahrungsmitteln ausgestattet und die Mysterien des Fernseh- und Internetanschlusses und der Elektrogeräte gelöst hatten, marschierten wir zur Bushaltestelle an der nächsten Straßenecke. Wir wollten zum riesigen Berliner Hauptbahnhof und herausfinden, wie wir die anderen Teile der Stadt erreichen konnten. Mit dem Bus waren es nur drei Minuten bis zum Bahnhof, der wie eine kleine Metropole mit reichlichem Angebot an Essen und Dienstleistungen für die Tausenden von Reisenden ist, die tagein, tagaus die verglasten Hallen durchqueren. Von hier aus kamen wir ganz leicht in jedes Stadtviertel von Berlin.

Unser Bus war auf die Minute pünktlich. Noch bevor sich die Türen öffneten, stieß das Fahrzeug einen Seufzer aus und lehnte sich leicht zu uns herunter. Wir konnten einsteigen, ohne dass wir Stufen hochklettern mussten! Hier hatten wir direkt ein Paradebeispiel für die deutsche Erfindungsgabe, deutsches Design und Ingenieurfachwissen! Schon unser erster Tag verlief wunderbar und unsere Begeisterung für die Stadt ließ während unseres gesamten Aufenthalts nicht nach.

Jeden Tag spazierten wir durch Berlins schöne Wohnviertel und kleine Parks. Die ausgedehnten, drei Quadratkilometer großen Gärten, Spazierwege und Skulpturen des mitten im Herzen der Stadt gelegenen Tiergartens gefielen uns sehr. Wir begeisterten uns für die feinen Restaurants mit Gerichten aus aller Welt und die Innenarchi

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