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Reise Know-How KulturSchock Tansania von Eiletz-Kaube, Daniela (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.12.2014
  • Verlag: Reise Know-How Verlag Peter Rump
eBook (ePUB)
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Reise Know-How KulturSchock Tansania

KulturSchock Tansania beschreibt die Denk- und Verhaltensweisen der Tansanier, erklärt die geschichtlichen, religiösen und sozialen Hintergründe, die zu diesen Lebensweisen führen und bietet somit eine Orientierung im Dschungel des fremden Alltags. Familienleben, Moralvorstellungen und Anstandsregeln werden genauso erläutert wie Umgangsformen, religiöse Gebote oder Tischsitten. Davon abgeleitet werden Empfehlungen für den Reisealltag, z.B. im Hotel, unterwegs, beim Einkaufen und beim alltäglichen Umgang mit den Einwohnern des Gastlandes. Dieser Kulturführer will Brücken schlagen zwischen den Realitäten vor Ort und den Erwartungshaltungen der westlichen Besucher. Aus dem Inhalt: - Ein Potpourri aus Ethnien und Sprachen. - Wirtschaftseinheit Großfamilie im Umbruch. - Frau-Sein in Tansania. - Strenge Hierarchien. - Hexen, Geister, Ahnen und der alltägliche Zauber. - Reden ist Silber: Palavern. - Korruption und Schattenwirtschaft. - Aids - eine Bedrohung für das soziale Gefüge. - Leben im Rhythmus der Sonne. - Entwicklungshilfe: Segen oder Fluch? - Afrikabilder in unseren Köpfen. - Das Bild der Tansanier vom 'weißen' Touristen. Die Reihe KulturSchock von Reise Know-How - ausgezeichnet von der Internationalen Tourismusbörse mit dem Preis 'Besondere Reiseführer-Reihe'!

2005 verkauften und verschenkten die Österreicher Daniela Eiletz-Kaube (1972) und Kurt Kaube (1971) ihr Hab und Gut, stiegen eines grauen Morgens in den Flieger nach Tansania und landeten in einer anderen Welt: heiß, bunt, unergründlich. Über ein Jahr lang bereisten sie mit ihrem unverwüstlichen Landcruiser Ostafrika. Anschließend leiteten sie gemeinsam im Selous Game Reserve in Tansania eine Lodge. 15.000 Fotos und mehrere vollgekritzelte schwarze Moleskine-Notizbücher später ist die anfängliche verklärte Euphorie einem gesunden Respekt und einer unbefangenen Zuneigung gewichen. Seitdem bereisen sie Ostafrika regelmäßig. Ihr Wohnsitz ist die Welt: Mal übersiedelt die Autorin mit ihrem Mann für einige Monate nach La Réunion oder entflieht allzu kalten Wintern nach Indonesien. Ihr 'Basislager' liegt im österreichischen Graz. Die Koffer stehen immer gepackt in einer Ecke. Dem Reisen, Schreiben, Tansania und Afrika ist Daniela Eiletz-Kaube innig verbunden. Sie arbeitet als freie Reisebuchautorin und organisiert als Reiseveranstalter unkonventionelle und individuelle Privat-Safaris nach Tansania . Jedes Jahr bereist sie Tansania für mehrere Monate. Von derselben Autorin wurden weitere Reisehandbücher in verschiedenen Verlagen veröffentlicht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 324
    Erscheinungsdatum: 12.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783831740116
    Verlag: Reise Know-How Verlag Peter Rump
    Größe: 9387 kBytes
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Reise Know-How KulturSchock Tansania

Die geschichtlichen Wurzeln

"Yaliyopita, yamepita, yaliyobaki, tuyatupe." "Was vergangen ist, ist vergangen; das, was von heute übrig ist, lass uns wegwerfen."

(Sprichwort aus Tansania)
Die Wiege der Menschheit

Viele Reisende legen auf halbem Weg zwischen Arusha und der Serengeti in der trockenen und staubigen Savanne bei der Oldupai Gorge (üblicherweise auch als Olduvai Gorge bezeichnet) eine mehr als willkommene Rast ein - aber nicht wegen der geschichtlichen Bedeutung der Schlucht, sondern vielmehr um sich nach der langen Autofahrt die Beine zu vertreten und das arg strapazierte Sitzfleisch zu entlasten. So kommt dieser landschaftlich wenig liebliche Landstrich dennoch zu beeindruckenden Besucherzahlen.

Nichts an der Oldupai Gorge, die versteckt mitten im wunderbaren Great Rift Valley liegt, ist wirklich spektakulär - weder die Schlucht noch die goldbraune Savanne noch das kleine Museum. Nur seine historische Tragweite beschert dem unscheinbaren Ort internationale Anerkennung, nämlich dass vermutlich von diesem Landstrich ausgehend der Homo erectus seinen weltweiten Siegeszug angetreten hat.

Das sogenannte Great Rift Valley, der Große Afrikanische Grabenbruch, erstreckt sich über eine Distanz von mehr als 6000 km von Syrien bis nach Mosambik. Er entstand durch tektonische Aktivitäten der Erdkruste. Während die Bruchkante von wenigen Hundert bis zu einigen Tausend Metern vom Talboden aufragt und somit ein lohnenswertes Fotomotiv darstellt, hat das Gebiet des Grabenbruchs als Fundort zahlreicher anthropologischer Funde Bedeutung erlangt. Untersuchungen legen den Schluss nahe, dass hier Frühformen des modernen Menschen lebten. In der Oldupai Gorge beispielsweise fand das Wissenschaftlerehepaar Mary und Louis Leakey hominide Spuren, die über 3,7 Mio. Jahre alt sein dürften. Ähnliche Fossilien, die gar als älter gelten, wurden unweit davon entdeckt, in Westkenia oder Äthiopien. All diese Funde gelten als Indikatoren für die heute kaum mehr umstrittene Out-of-Africa-Theorie, der zufolge sich sowohl der Homo erectus als auch der Homo sapiens von Afrika aus in der Welt verbreitet hat. Deshalb wird insbesondere der ostafrikanische Raum gern als "Die Wiege der Menschheit" bezeichnet.

Sensationsfunde wurden nicht nur aus dem Great Rift Valley gemeldet, sondern auch aus anderen Landesteilen. So entdeckte man bei Isamila (nähe Iringa) Steingerätschaften, die vermuten lassen, dass dort bereits vor 200.000 Jahren Hominide lebten. Während halb Europa noch unter einer Eisdecke schlummerte, produzierten die damaligen Bewohner im heutigen Siedlungsgebiet der Hehe bereits äußerst effektive Steinwaffen. Seit Ende der 1960er-Jahre wurden hier Tausende von Objekten freigelegt, hauptsächlich Steinkeile und -äxte. Hinzu kommen Fossilien längst ausgestorbener Tiergattungen, z. B. eines archaischen Flusspferdes oder einer Giraffe mit kurzem Hals. Damit zählt Isamila zu den bedeutendsten Steinzeitfundorten Afrikas und die Fundstücke gehören zu den ältesten aus dieser Periode der Menschheitsgeschichte.

Extrainfo 1 (s. S. 8 ): Virtueller Besuch bei den einzelnen Ausgrabungsstätten in der Oldupai Gorge, die für Besucher nicht zugänglich ist

Auch die Felsmalereien von Kondoa Irangi (Zentraltansania) deuten darauf hin, dass die heutige Menschenspezies vor etwa 10.000 Jahren schon existiert haben muss. Die wenig erforschten und selten besuchten Kolo Rock Paintings südlich von Babati, die 2006 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurden, befinden sich in einigen Hundert Höhlen und an Felswänden an

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