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Reiseführer Ostfriesische Inseln Borkum Juist Norderney Baltrum Langeoog Spiekeroog Wangerooge von Arends, Silke (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.06.2016
  • Verlag: Koehlers Verlagsgesellschaft
eBook (ePUB)
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Reiseführer Ostfriesische Inseln

Charmant und einzigartig: Die sieben Ostfriesischen Inseln in der Nordsee gehören allesamt dem Weltnaturerbe Wattenmeer an. Das ist aber auch schon fast die einzige Gemeinsamkeit der Inselschwestern, denn vom Charakter her könnten sie nicht unterschiedlicher sein: Borkum hat eine bewegte Geschichte als Walfänger-Insel und kann mit Hochseeklima auftrumpfen. Juist wartet mit 17 Kilometern Sandstrand auf. Norderney hat das Prädikat 'ältestes Nordseebad' und war einst Sommerresidenz der hannoverschen Könige. Auf Baltrum hat die Beschaulichkeit das ganze Jahr u?ber Saison. Auf Langeoog dagegen tummeln sich Sportbegeisterte rund um den historischen Wasserturm. Spiekeroog bietet ein gru?nes Inseldorf mit viel Geschichte. Wangerooge wird oft von Heiratswilligen aufgesucht, die hier per Inselbahn zum Alten Leuchtturm fahren, um sich das Ja-Wort zu geben. Jede der sieben Inseln wird von der Autorin in u?bersichtlichen Unterkapiteln hinsichtlich ihrer Historie, ihrer Sehenswu?rdigkeiten, praktischer Informationen fu?r Touristen sowie ihrer Besonderheiten und ihrer Einzigartigkeit beschrieben. Silke Arends ist selbst an der ostfriesischen Ku?ste geboren und weiß deshalb, woher der Wind weht. Sie kennt den individuellen Charme jeder einzelnen Insel, weiß, wann die Fähren fahren und wie die Insulaner 'ticken'. Ein liebevoll geschriebener Reisefu?hrer, gespickt mit stimmungsvollen Fotos, der hilfreiche Insider-Tipps fu?r einen Urlaub auf einer - oder mehreren - der ostfriesischen Inseln bietet. Watt will man mehr? Zur Autorin Silke Arends ist seit vielen Jahren als Redakteurin und Buchautorin tätig. Die gebu?rtige Ostfriesin ist u.a. bekannt fu?r ihre Reportagen im 'Ostfriesland Magazin', ein Monatsmagazin, das seit u?ber 25 Jahren in 20 Ländern gelesen wird. Neben 'Ostfrisica' hat Arends auch Erzählungen fu?r Kinder und Kurzkrimis veröffentlicht. Bei Koehler ist ku?rzlich ihr 'Seenotretter-Kochbuch' erschienen. Silke Arends ist als Redakteurin und Buchautorin tätig. Die gebürtige Ostfriesin ist u.a. bekannt für ihre Reportagen im Ostfriesland Magazin , ein Monatsmagazin, das seit 30 Jahren in mehr als 20 Ländern gelesen wird. Neben Ostfrisica hat Arends auch maritime Erzählungen für Kinder und Kurzkrimis veröffentlicht. Von ihr sind in Koehlers Verlagsgesellschaft bereits das Nordseefischer-Kochbuch, das Seenotretter-Kochbuch und der Reiseführer Ostfriesische Inseln erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 136
    Erscheinungsdatum: 10.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783782211994
    Verlag: Koehlers Verlagsgesellschaft
    Größe: 26917 kBytes
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Reiseführer Ostfriesische Inseln

BORKUM

Insulaner sind selbstbewusst. Das gilt für die Borkumer ebenso wie für jene Leute, die seit jeher auf Wangerooge heimisch sind. Die Borkumer allerdings behaupten von ihrer Insel, dass sie der älteste namentlich bekannte Ort in Ostfriesland ist. Stolz feierten sie 1993 das 2.000-jährige Bestehen ihres Eilandes. Der antike griechische Geschichtsschreiber Strabon schreibt, dass der römische Heerführer Nero Claudius Drusus 12 v. Chr. eine Insel eroberte, die im Bereich des heutigen Borkum, Juist und Norderney gelegen haben soll und viel größer als das heute Borkum gewesen sein muss. Er nannte sie Byrchanis . Doch nach Drusus kam 50 n. Chr. der römische Gelehrte Gaius Plinius Secundus Maior mit der Flotte des römischen Kaisers an die Nordseeküste, und der konnte anschließend einiges mehr erzählen. Dieser Plinius der Ältere genannte Geschichtsschreiber berichtete erstmals von einer friesischen Insel namens Burchana und davon, dass deren Bewohner ein geradezu bedauernswertes
Leben führten. Armselig würden sie auf Hügeln hocken und allein von wild wachsenden Bohnen und jenem leben, was das Meer ihnen überließe. So kam die Insel Burchana zu ihrem Titel Bohneninsel . Vermutlich wurde sie im frühen Mittelalter von den Fluten zerstört, und auf ihrem Kleisockel bildeten sich die Sandinseln Borkum, Juist und Buise. Vielleicht ging sie aber auch während der Ersten Marcellusflut im Jahr 1219 unter oder bei der Großen Manndränke 1362. Von dieser Katastrophe erzählen übrigens die ältesten erhaltenen Überlieferungen Borkums.

Das Ostfriesische Urkundenbuch gibt darüber Auskunft, dass aus der Insel Borkna (1270) schließlich Borkina (1379), daraus dann Borchum Ooge (1440) und zuletzt Borckum (1462) wurde. Dass c ging mit den Gezeiten verloren, doch in Erinnerung der Borkumer sind jene archäologischen Funde am Nordstrand ihres Eilandes, die als älteste Siedlungsreste einer Insel gelten, geblieben: ein Fassbrunnen aus dem 13. Jahrhundert und auch Tonscherben aus jener Zeit.

Wie es um das Selbstbewusstsein der Borkumer bestellt ist, verrät auch das Wappen der Insel. "Mediis tranquillus in undis" steht dort - "Ruhig inmitten der Wogen" -, ein Sinnspruch, der einem alten Kirchensiegel Borkums entnommen ist und bis heute Gültigkeit hat. Der Alte Leuchtturm, 1576 errichtet, ist ein Wahrzeichen Borkums und ebenso im Wappen zu finden, wie zwei Wale, die an die Blütezeit der Insel erinnern.

Das goldene Zeitalter Borkums nahm seinen Anfang anno 1713, denn in jenem Jahr begannen die Insulaner mit dem Walfang - als einzige der Ostfriesischen Inseln. Es heißt, dass seinerzeit 200 Borkumer in der Arktis, bei Spitzbergen, vor Grönland und bei der Insel Jan Meyen unterwegs waren - ein gefahrvolles, aber lohnendes Unterfangen, für jene, die wiederkehrten. Ob man als Kapitän, Steuermann, Harpunier, Speckschneider oder Decksmann an Bord war, entscheidend waren die gemeinschaftlichen Fangerlöse, und manch vergilbte Besatzungsliste aus jener Zeit weist schon junge Borkumer als Walfangkommandeure aus. Als einer der Ersten machte sich der Borkumer Pieter de Jonge mit einer Emder Walfangflotte auf den Weg in die Arktis. Von Roelof Gerritz Meyer (1710-1797) wird erzählt, dass er der erfolgreichste Walfangkommandeur war, denn er fuhr über 44 Jahre ins ewige Eis und brachte in dieser Zeit 270 Wale zur Strecke - Walkinnladen, die Meyer von seinen langen Reisen mitbrachte, umzäunen noch heute, wenn auch arg verwittert, das ehemalige Haus des legendären Grönlandfahrers.

Doch es war seinerzeit auch die Handelsschifffahrt, die Borkum ein besseres Auskommen bescherte. So gab es um 1750 auf der Insel mehr als zwanzig Handelsschiffe, die vornehmlich die Route Amsterdam-Bremen-Hamburg befuhren. Für die Insulanerinnen hieß das jedoch, dass sie das Schicksal vieler Frauen teilten, die auf

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