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Barcelona und ihre Gitarristen von Braemer, Torge (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.05.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Barcelona

Barcelona, ein Mekka für Gitarristen! Der Autor und Gitarrist Torge Braemer hat in der katalanischen Hauptstadt faszinierende Orte der Gitarrenmusik aufgespürt, attraktive Fotos von Sehenswürdigkeiten gemacht und interessante Informationen aus dem Bereich der Musikgeschichte gesammelt. So ist dieses umfangreiche Buch über die Kulturmetropole Barcelona entstanden. Es ist ein nützlicher Stadtatlas mit genauen Adressen, anschaulichen Ortsbeschreibungen und übersichtlichen Karten. Es hilft Ihnen, schöne Straßen, wie die Avinguda Portal de l'Àngel, den Carrer de Petritxol oder den Passeig de San Joan, zu finden und erleichtert das Aufspüren sonniger Plätze, wie die Plaça del Sol, und erholsamer Parks, wie den Parc del Laberint. Außerdem ist es ein hilfreicher Reiseführer mit präzisen Wegbeschreibungen, die mit ansprechenden Abbildungen illustriert sind. Es nimmt Sie auf außergewöhnlichen Rundgängen im Barri Gòtic und spannenden Streifzügen durch El Raval mit und lädt Sie zu vornehmen Promenaden im Eixample und zu romantischen Spaziergängen am Mittelmeer in La Barceloneta ein. Als lesenswertes Geschichtsbuch informiert es mit genauen Daten und einfachen Erklärungen über das Leben und Wirken erfolgreicher Gitarristen, wie Fernando Sor, Francisco Tárrega und Miguel Llobet, und führt ganz nebenbei auch in Themen wie Stadtgeschichte und Architektur ein. Darüber hinaus dient es ebenfalls als praktisches Handbuch. Mit einer umfangreichen Namensliste und einem geordnetem Ortsregister kommen Sie schnell und einfach zu Ihrem Wunschveranstaltungsort: Sowohl zu Konzerthallen, Theatern, Museen, Kulturzentren und Kirchen, als auch zu Clubs, Musikcafés und Nachtlokalen. Dieses Buch zeigt Ihnen die facettenreiche Welt Barcelonas aus der Sicht eines Gitarristen. Torge Braemer, M.A. studierte Musik- und Erziehungswissenschaften und machte eine künstlerische Ausbildung zum Konzertgitarristen. Er arbeitet freiberuflich als Lehrer, Gitarrist und Schriftsteller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 13.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739272863
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 53023kBytes
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Barcelona

Gitarrenmusik in Barcelona

In der Region zwischen den Flüssen Llobregat und Besos benutzten schon die Neandertaler Saiten, um Töne zu erzeugen. Sie befestigten einen Knochen an einer Sehne und ließen ihn in Kreisen um den Kopf schwirren. Die Luft begann zu schwingen und zu klingen. Solche "Urgitarren" bestanden nur aus einer Saite und hatten noch keinen Schallkörper. Je nach Drehgeschwindigkeit wurden verschiedene Tonhöhen erzeugt, so dass einfache Melodien komponiert und eine einfache Tonsprache entwickelt werden konnte. Schon in der Steinzeit stellten sich die Menschen mit diesen Schwirrern gern auf erhöhte Plätze, um über weite Strecken kommunizieren zu können. Der Gipfel des 16,9 Meter hohen Monte Tàber im Herzen Barcelonas könnte also die erste Bühne dieser Gegend gewesen sein. 30.000 Jahre später benutzten auch die Foner auf den Balearen das Prinzip der Schwirrer, allerdings zum Schleudern von Steinen und nicht zur Audiokommunikation. Die am Anfang des 19. Jahrhunderts gebaute Prachtstraße Via Laietana verläuft von der Plaça de Urquinaona im Stadtzentrum zum Mittelmeer und erinnert an die Laietani , ein Ibererstamm, der vor über 2000 Jahren im heutigen Stadtgebiet Barcelonas lebte. Die Iberer musizierten ebenfalls schon mit Saiteninstrumenten. Eine Terrakottafigur aus dem 3. Jahrhundert vor Christus zeigt eine iberische Frau, die ein harfenähnliches Zupfinstrument spielt. In dieser Zeit eroberten mehrmals Griechen, Karthager und Römer Teile der iberischen Halbinsel und prägten mit eigenen lautenähnlichen Musikinstrumenten die Musikkultur. Die Römer gründeten die Stadt Barcino , befestigten sie mit einer Stadtmauer und versorgten sie über mehrere Aquädukte mit frischem Wasser. Mit der Via Augusta entwickelte sich das römische Barcino zu einem wichtigen Handels- und Kulturzentrum. Dessen geistliches Zentrum war der Templo Augusto , wahrscheinlich das erste große, teilweise noch erhaltene Gebäude, in dem regelmäßig die römische Citara erklang. Noch zur Römerzeit entstand im Carrer Marlet , ganz in der Nähe des Tempels, eine Synagoge, in der ein biblisches Saiteninstrument, die Kinnor , gespielt wurde. In der Gegend der alten Kathedrale an der Pla de la Seu entstand zu dieser Zeit auch ein frühchristliches Glaubenszentrum, aber ohne Saitenspiel. Nach dem Untergang des Römischen Reiches blieben dann die Westgoten dreihundert Jahre lang in Barcelona. Sie zeigten ihre Vorliebe für große, laute Blasinstrumente, lernten aber auch noch die Saiteninstrumente der alteingesessenen Bewohner Barcinos kennen. Im Stadtteil Gòtic erinnert der Straßenname Carrer d'Ataülf an den Westgotenkönig Athaulf. Im Jahr 718 drangen dann die Mauren aus dem Süden in die Stadt ein und brachten die arabische Laute Ud mit. Obwohl sie nur etwa einhundert Jahre in Barcelona herrschten, entwickelte sich zu dieser Zeit die Musik der Saiteninstrumente besonders erfolgreich. Im Gegensatz zu den früheren Herrschern erlaubten die Mauren nämlich den Stadtbewohnern das Saitenspiel in ihren Gotteshäusern und ermöglichten so eine intensivere Kultivierung der ursprünglichen Gitarren. Als im Jahr 801 die Karolinger die Stadt einnahmen, bildeten sie einen wichtigen Brückenschlag zwischen der maurischen und der europäischen Kultur. Barcelona wurde in Grafschaften gegliedert und dem Frankenreich angeschlossen. Nach wenigen Jahren erstarkte die katalanische Bevölkerung, übernahm die Grafschaften und erweiterte mit eigenen Königen ihren Machteinfluss im Mittelmeerraum. In dieser Blütezeit der Wirtschaft und des Handels trafen sich Troubadoure auf dem Born , dem Ritterplatz Barcelonas, und dichteten und sangen zu den Ritterturnieren. Die katalanische Oberschicht ließ sich hier im Carrer de Montcada Paläste bauen. Im selben Stadtteil, La Ribera , entstand im 14. Jahrhundert auch die gotische Kirche Santa Maria del Mar/i

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