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Reise Know-How Praxis: Expeditionsmobil aufbauen und ausrüsten Ratgeber mit vielen praxisnahen Tipps und Informationen von Scholz, Hans G. (eBook)

  • Verlag: Reise Know-How Verlag Peter Rump GmbH
eBook (PDF)
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Reise Know-How Praxis: Expeditionsmobil aufbauen und ausrüsten

In den entlegenen Weiten Asiens und Afrikas - dort, wo alle Straßen enden - wird ein Fahrzeug benötigt, das extremen Anforderungen gerecht wird. Dieses Buch beweist, dass man dafür kein Vermögen aufwenden muss. Der Autor zeigt anhand eigener Beispiele, wie man ein Basisfahrzeug preiswert erwirbt und es zum funktionstüchtigen Fernreisemobil aus- und umrüstet. Darüber hinaus erhält der Automobilist viele Tipps, wie er sein Fahrzeug auf die lange Reise vorbereitet und Pannen unterwegs vorbeugt. Aus dem Inhalt: - Vorüberlegungen und Kauftipps: Wozu ein Expeditionsmobil? Wie viel Off-Road braucht der Mensch? Diesel oder Benziner? Luft- oder Wasserkühlung? Allradkonzepte, Wo kauft man sein Basisfahrzeug? Zulassung - Welches Fahrzeug ist das richtige?: Robur, Hanomag AL 28, Die Unimog-Familie, Die Modelle von Magirus-Deutz, IFA W 50/L 60, Mercedes LA 911, MAN Kat 1 6?x?6 - Das Basisfahrzeug wird optimiert: Möglichkeiten der Selbstbergung, Winterbetrieb, Die Reifenfrage, Lohnt sich Verdieselung? Zusatztank, Reserveräder und Dachgepäckträger, Welche Ersatzteile mitnehmen? - Ein Wohnmobil entsteht: Ausbaukonzepte, Stehhöhe, Fahrerhausgestaltung, Durchstieg, Innenausbau, Gasanlage, Wasseranlage, Elektrische Anlage, Heißes Wasser für Küche und Bad, Heizung, Einbau einer Duschkabine? - Beispiele realisierter Expeditionsmobile: Mein Magirus-Ausbau, Ein Expeditionsmobil für kleines Geld

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783831743117
    Verlag: Reise Know-How Verlag Peter Rump GmbH
    Größe: 2130 kBytes
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Reise Know-How Praxis: Expeditionsmobil aufbauen und ausrüsten

Welches Fahrzeug ist das richtige?

Robur

Die wohl günstigste Möglichkeit, ein allradgetriebenes Basisfahrzeug zum Ausbau eines echten Expeditionsmobils zu erwerben, dürfte die Anschaffung eines Roburs sein. Aus Beständen der ehemaligen Nationalen Volksarmee (NVA) oder der Feuerwehren der DDR lassen sich teilweise schon zum Schrottpreis unrestaurierte Lkw dieses Typs erwerben. Mit etwas Glück findet man sie bestückt mit Falt- oder Funkkoffern, die zum Wohnausbau taugen. Bei letzteren besteht die Außenhaut allerdings aus Presspappe und sollte unbedingt durch Aluminium ersetzt werden. Natürlich bietet sich auch die Möglichkeit, einen völlig anderen Koffer anstelle der vielleicht vorhandenen Pritsche zu montieren.

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Robur mit aufgesetzter Wohnmobil-Kabine

Angetrieben werden die Roburs zumeist von einem durstigen und drehmomentschwachen Benziner mit 3370 ccm Hubraum und 75 PS. Bei einem Leergewicht von 3370 kg (inkl. Pritsche) und einem zulässigen Gesamtgewicht von 5000 kg sind Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit enge Grenzen gesetzt. Auch der Mindestverbrauch von 25 l Benzin auf 100 km stimmt bedenklich. Werden die 5 t Gewicht mit ausgebauter Kabine, Wasser und Zusatztank erreicht, schnellt der Verbrauch noch einmal in die Höhe.

Grundsätzlich ist eine Verdieselung mit Deutz-Motoren, da diese ebenfalls luftgekühlt sind, möglich. Eine Einbauanleitung unter Angabe der benötigten Teile ist meines Wissens nicht erhältlich. Ob sich dieser Aufwand lohnt, muss ebenso wie die Verdieselung eines Unimog 404 mit einem dicken Fragezeichen versehen werden.

In der Endphase der DDR wurden Robur bereits werkseitig mit Deutz-Dieselmotoren ausgeliefert. Diese ziemlich neuen und demzufolge gut erhaltenen Fahrzeuge dürften sich mittlerweile jedoch in Händen von Liebhabern befinden und ihre Anschaffung in restauriertem Zustand naturgemäß relativ teuer sein.

Eine weitere Alternative wären die ebenfalls seltenen, eigentlich für den Export in Drittweltländer bestimmten Robur mit in der DDR entwickeltem Dieselmotor. Ob diese Variante allerdings zu empfehlen ist, wage ich zu bezweifeln, da der nur 68 PS schwache Antrieb die Fuhre noch lahmer werden lässt.

Für den Benziner spricht weiterhin die noch recht gute Versorgung mit Ersatzteilen, die entweder bei einschlägigen Händlern bestellt (siehe "Anhang") oder auf Weltenbummlertreffen erworben werden können. Auf der positiven Seite steht ebenfalls der Allradantrieb mit Untersetzung, der in Verbindung mit Einzelbereifung für gute Geländeeigenschaften sorgt. Auch die Luftkühlung würde ich positiv bewerten, da sie einen Teil der Störquellen ausschließt. Beachtlich ist die mögliche Anhängelast bei einem gebremsten Hänger von 5 t (ungebremst 1,5 t).
Hanomag AL 28

Der Hanomag AL 28 stellt das klassische Expeditionsmobil an sich dar. Schon vor vielen Jahren aus den Beständen der Bundeswehr bzw. des THWs ausgemustert, waren diese geländegängigen Allrad-Lkw der Traum eines jeden, der die weite Welt erkunden wollte. Der nach heutigen Maßstäben leistungsschwache 2,8 l Diesel leistet gerade einmal 70 PS und muss vier bis fünf Tonnen bewegen. Für schweres Gelände wurde ihm eine Untersetzung mit Allradantrieb spendiert, wodurch sich Steigungen bis 67 Prozent bewältigen lassen. Dies gilt naturgemäß nur für das unbeladene Fahrzeug. Interessant für den Weltenbummler sind Lkw mit vorhandenem und ausbaufähigem Koffer, die auch heute noch angeboten werden. Ältere Modelle weisen zum Teil erhebliche Korrosionsschäden auf und sollten beim Kauf nicht in Betracht gezogen werden. Jüngere Baujahre erkennt man an der kantigeren Haube, die ab 1963 verbaut wurde. Manche Fahrzeuge wurden mit einer 3 t-Bergewinde ausgerüstet. Sie sind allerdings sehr selten zu finden. Ebenso selten sind nachgerüstete Mercedes OM 314 Motoren, die aus 3800 ccm Hubraum immerhin 85 PS holen und dabei etw

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