text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Raus und machen! Wie wir von Träumern zu Abenteurern werden von Foerster, Christo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.05.2019
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
11,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Raus und machen!

Das Motto "Raus und machen" ist das Herz der Mikroabenteuer-Philosophie von Christo Foerster. Im gleichnamigen Buch beschreibt der Autor eindrücklich, wie einfach es sein kann, eine neue Einstellung zu entwickeln und mehr unvergessliche Momente ins Leben zu holen. Wie werde ich freier? Welche Möglichkeiten liegen vor meiner Tür? Was macht ein Abenteuer zum Abenteuer, was einen Macher zum Macher? Warum lassen Naturerfahrungen uns so wachsen? "Raus und machen" liefert verblüffend aufschlussreiche Antworten auf Fragen, die sich jeder stellen sollte, der die Lust verspürt, seine Umgebung und sich selbst noch einmal neu zu entdecken. Welche Kraft die kleinen Abenteuer bei ihm persönlich entfalten, schildert Christo Foerster mit Geschichten seiner prägendsten Mikroabenteuer in den archetypischen Landschaften Meer, Wald und Berge. Obendrauf gibt es hilfreiche Tipps und Ideen für die Abenteuerplanung und einen ordentlichen Schwung unnützes Wissen - vom nördlichsten Zipfel Sylts bis zur Zugspitze. Christo Foerster studierte an der Deutschen Sporthochschule in Köln, ließ sich an der Berliner Journalistenschule ausbilden und war leitender Redakteur der Zeitschriften Fit for Fun und Men's Fitness. 2012 gründete er die Natural Coaching Academy und entwickelte das Fitnesskonzept Junglefit. Heute hält er als Experte für Motivation, Veränderung und Persönlichkeitsentwicklung Vorträge in Unternehmen, und treibt mit viel Leidenschaft das 2017 ins Leben gerufene Mikroabenteuer-Projekt "Raus und machen" voran.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 02.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959678339
    Verlag: HarperCollins
Weiterlesen weniger lesen

Raus und machen!

WAS SOLLEN WIR DA DRAUSSEN?

Das Leben ist zu kurz, um lange zu warten. Wobei, dieses Warten hier ist fantastisch. Ich sitze auf einer der Betonstufen, die vom Schiffsanleger hinauf zur Brücke 1 führen. Vom Wasser her weht ein leichter Wind, die Sonnenstrahlen fallen bündelweise durch die Lücken zwischen den Streben und Dachkonstruktionen um mich herum, nur wenige Meter entfernt schwappen die Wellen des Hamburger Hafens gegen den Anleger und versetzen ihn in ein kaum sichtbares Schaukeln.

Als ich gerade zwei Möwen beobachte, die sich um die heruntergefallenen Currywurst-Reste eines älteren Herren in Touristenmontur streiten, höre ich eine Stimme, die mir nicht vertraut ist, aber dennoch bekannt vorkommt: "Haste noch 'nen Euro für uns?" Einer der beiden Obdachlosen, mit denen ich mich eben in der S-Bahn unterhalten habe, beugt sich zu mir herunter und klopft mir auf die Schulter wie einem alten Freund. Aber noch ehe ich antworten kann, fährt sein Begleiter ihn so harsch an, dass es mir fast unangenehm ist: "Alter, der lebt doch selbst auf der Straße. Schnorrer werden nicht angeschnorrt." Einen peinlich berührten Moment später sind die beiden wieder weg.

Sehe ich wirklich so runtergekommen aus? Unauffällig überprüfe ich mein Erscheinen. Das Einzige, was im Entferntesten verlottert rüberkommen könnte, ist mein 10-Tage-Bart. Aber ganz ehrlich, selbst der ist gepflegt. Dass ich sogar von Obdachlosen für einen Obdachlosen gehalten werde, kann also nur mit der Tatsache zusammenhängen, dass ich an einem viel frequentierten Ort mitten in der Stadt herumsitze, ohne in die Hektik all der anderen herumwuselnden Menschen zu verfallen. Mit Wanderschuhen und einem Rucksack, in dem all das verstaut ist, was man für Draußen-Nächte braucht. Vielleicht war es auch schon ungewöhnlich, so an den Landungsbrücken aus der Bahn zu steigen. Hier bricht heutzutage schließlich niemand mehr in die weite Welt auf, sondern höchstens zu einer der im Halbstundentakt startenden Hafenrundfahrten. Normalerweise fahren dicke Wanderrucksäcke in den Zügen der S1 mindestens bis zum Hauptbahnhof, wenn nicht sogar ganz durch bis zum Flughafen.

Bis eben war es für mich kein großes Ding, hier als mein unauffälliges Ich zu sitzen, das zufrieden vor sich hin wartet und einfach die Nacht unter freiem Himmel verbringen möchte. Jetzt denke ich darüber nach, wie außergewöhnlich das anderen möglicherweise erscheint. Dieser Gedanke macht eine durchaus interessante Perspektive auf - aber am Ende ändert er trotzdem nichts daran, wie wurscht mir die anderen in diesem Zusammenhang sind. Wenn du deinen Alltag mit mehr Leben aufladen willst, dann musst du bereit sein, Dinge anders zu machen. Anders, als du sie bislang gemacht hast, und anders, als es dem Setzkasten der meisten Menschen um dich herum entspricht. Auch wenn anders manchmal komisch rüberkommt.

Ich warte auf Cina. Ich weiß nur noch nicht, ob sie wirklich so heißt. Bereits vor einigen Wochen habe ich über Facebook zur #rausundmachen Mittsommernacht aufgerufen. Die kürzeste Nacht des Jahres draußen verbringen, das ist die simple Idee dahinter. Ohne Zelt, jeder dort, wo er möchte. Deutschland-, ach was, europa-, meinetwegen auch weltweit (wobei es an diesem Tag natürlich nicht überall auch wirklich besonders lange hell bleibt, aber darum geht es am Ende auch gar nicht). Knapp 400 Menschen haben sich diese Idee in ihren digitalen Kalendern vermerkt. Heute ist es so weit. 21. Juni, Sommersonnenwende.

Nun ist es objektiv betrachtet nicht bahnbrechend, die Zimmerdecke für eine Nacht gegen den Sternenhimmel zu tauschen. Und es bräuchte eigentlich auch keinen Facebook -Aufruf, um das zu tun. Wenn, ja, wenn wir nicht so gefangen wären in unseren immergleichen Abläufen, wie wir es - ob uns das gefällt oder nicht - dann eben doch oft sind. Manchmal brauchen wir offenbar einen Anlass, und zwar unabhäng

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen