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35 Jahre Messias. Und die Welt von Boscheinen, Oliver (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.05.2015
  • Verlag: novum pro Verlag
eBook (PDF)
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35 Jahre Messias. Und die Welt

Anfang der Siebzigerjahre soll sich eine Prophezeiung bewahrheiten, die Anlass zur Freude und Besorgnis zugleich gibt. Forscher haben in alten Schriften entdeckt, dass eine lang erwartete Person geboren wird: der Messias. Vieles wurde über den Messias geschrieben und gemutmaßt, was einen Geheimbund von Geistlichen verschiedener Religionen dazu veranlasst, die Ankunft des Messias nicht zu verkünden. Kann der Messias wissen, dass er der Messias ist, wenn es ihm keiner sagt? Und wird er die Hoffnung derer stillen, die sich nach Erlösung sehnen, oder wird er sogar den Tag des Jüngsten Gerichts ausrufen? Oliver Boscheinen, Jahrgang 1973, fasst nach diversen Auslandsaufenthalten und einer Weiterbildung zum Personalreferenten 2006 den Entschluss, für ein Jahr nach Israel zu gehen, um dort in einem Kibbuz zu leben. Durch seine Leidenschaft zur Politik, Philosophie und das Verlangen, Lösungen für sich und seine Umwelt zu erarbeiten, trifft er im Kibbuz auf Gleichgesinnte aus aller Welt, die seine Wünsche nach Frieden, Freiheit und Akzeptanz teilen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 183
    Erscheinungsdatum: 27.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990482773
    Verlag: novum pro Verlag
    Größe: 6352 kBytes
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35 Jahre Messias. Und die Welt

Kapitel II

Die Nacht, in der er kommen sollte, war dem Untergang gleich. Über ganz Europa tobte ein Unwetter, das bereits den Tag zur Nacht gemacht hatte. Düstere, pechschwarze Wolken schütteten das Wasser aus sich heraus, sodass die Gewässer über die Ufer traten. Zudem wehte einem der Wind um die Ohren, dass man kaum vorwärts laufen konnte. Blitz und Donner wechselten sich in ihrer eigens komponierten Sinfonie ab und untermalten somit das Szenario.

War dies schon das Zeichen des Himmels? Aber wie sollte man bei diesem Chaos den Geburtsort ausfindig machen?

Die Vertreter des geheimen Paktes hatten schon reichlich Vorarbeit geleistet. Alle nur erdenklichen Gemeinden und Krankenhäuser wurden bereits gecheckt, um über alle möglichen Geburten informiert zu sein, die für Anfang März infrage kamen. Am sechsten März sollte er zur Welt kommen, denn so stand es geschrieben. So hatte sich nach aufwendigen Recherchen dann auch die Suche nach dem Geburtsort auf drei Länder eingegrenzt. Ein riesiges Projekt, was schon fast einer Rasterfahndung gleichkam. In Italien, Frankreich und Deutschland wartete man nun auf die Stunde. Punkt einundzwanzig Uhr sollte es so weit sein.

In Rom, Mekka und Jerusalem saßen zuweilen die geistlichen Oberhäupter gespannt vor den Telefonen. Über zwei Jahre hatten sie alles Erdenkliche für diesen Tag getan. Sie hatten ein Netz aus Informationen geschaffen, worauf jeder Geheimdienst neidisch gewesen wäre. Viel Geld wurde investiert und die Kunst bestand darin, so wenig Aufsehen wie möglich zu verursachen. Wie wollten sie es schaffen, dass die Leute keinen Verdacht schöpften? Wie immer. Natürlich mit einer Lüge. Eine Lüge, die schon wieder so dumm daherkam, dass sie schon fast wieder als wahr erschien. Dem neugierigen Personal in Krankenhäusern erzählt man, wenn es vonnöten war, dass reiche, vermögende Menschen sich zufällig diesen Tag ausgesucht hätten, um den Familien der Neugeborenen finanziell unter die Arme zu greifen, damit für ihre zukünftigen Sprösslinge eine gute Bildung gewährleistet werden könnte.

Bei den Beamten in den Ämtern würde die Sache schon viel einfacher aussehen. Da man ganz sichergehen musste, war das Kontaktieren der Ämter vorgesehen, da hier die Neugeborenen erfasst wurden.

Wie Beamte in einem Apparat der Hierarchie funktionieren, das weiß man ja. Keine Fragen stellen, weitermachen!

So warteten die Geistlichen nun auf frohe Kunde, dass ihre ausgeschwärmten Bienen in einem der Krankenhäuser fündig würden. Alle waren mit einer Uhr ausgestattet worden, die exakt nach der Atomuhr gestellt worden war. Wenn die Schriften schon so präzise Angaben offenbarten, dann wollte man auch präzise vorbereitet sein. Nichts sollte dem Zufall überlassen werden und nun dieses endlose Warten.

Fünf nach, zehn nach.

Um zweiundzwanzig nach neun glühten die Telefondrähte.

Tausende von Spähern, die allesamt streng religiös waren und sich voll und ganz der ihr zugehörigen Kirche unterwarfen, verbrachten den Tag mit Unbehagen und einer Aufregung, die ihre Herzen fast zum Bersten brachte. Ihr ganzes Leben hatten sie auf den Allmächtigen ausgerichtet und es erschien ihnen, dass sie endlich für ihre Aufopferung entlohnt wurden. Durch ihre Loyalität Gott und der Kirche gegenüber wurden sie als eine der wenigen eingeweiht. Stolz erfüllte sie, dass gerade sie auserwählt wurden, dass sie eine gehorsame Gefolgschaft waren.

Jeder wusste, was zu tun war. Name notieren, Uhrzeit im Auge behalten und auf das Zeichen vom Himmel achten.

Jeder von ihnen erhoffte sich natürlich, genau am richtigen Ort zu sein, da dies für jeden die größte Ehre bedeutete, die man auf Erden erlangen konnte. Viele verspürten den Drang, ihn sehen oder gar anfassen zu können. Doch jeder Kontakt wurde ihnen strengstens untersagt. Ob sie jemals wieder eine derartige Chance bekommen würden, ging es einigen durch den Kopf.

Ihre Aufgabe beschränkte sich jedoc

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