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Angelo Engel sind auch nur Geflügel von Portmann, Birgit (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Angelo

Die lebhafte Petra wurde mit einem Schicksal konfrontiert, das es nicht gut mit ihr meinte. Ihre Mutter vom Leben enttäuscht und frustriert. Der Vater unzufrieden und nicht imstande, sich von seiner Frau zu lösen. Petra, geboren als Spielball der Eltern und deren Machtspiele, entging schon als Kind ein paar Mal dem Tod nur knapp. Bei ihren Ehemännern und Lebensgefährten suchte Petra das, was sie selbst nicht auf Dauer geben konnte, Liebe. Drei Kinder von drei Vätern hielten sie emotional am Leben. Stürme, Krankheit und der Tod ließen sie zu einer starken und harten Frau wachsen. Zu hart um zu sehen, wo die Liebe wartet. Der Engel "Angelo" war das einzige Wesen, dem sie vertraute. Birgit Portmann, geboren 1947 in Norddeutschland, liebte schon als Kind Bücher und Comics. nach ihrem ersten Roman "Lena" ist diese Biographie die zweite, die auf dem Büchermarkt zu kaufen ist. Sie erlernte einen Handwerksberuf, lebte erst nach der Auswanderung ihre Hobbys aus: Schreiben und malen. Mehr erfahren Sie unter www.bportmann.de.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 516
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783744850209
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 610kBytes
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Angelo

Kapitel 2

Santa Barbara

Ein Zeitsprung von fünfzig Jahren.

2003

Petra liegt in einer Hängematte, zwischen zwei Orangenbäumen gespannt. Ein Mietshaus in einem exotischen Garten in Santa Barbara auf Teneriffa - das ist ihr neues Zuhause. Durch wen und warum sie hier gelandet ist, erfahren Sie im letzten Kapitel. Also Geduld. Lange schon keimte in ihr die Idee, ein Buch zu schreiben, ihre eigene Geschichte. Nie ließ ihr der Alltag Zeit, diese Idee aufs Papier zu bringen. Jetzt war es so weit. Auf dieser wunderschönen Insel, in ihrem neuen Leben. Sie besorgte sich reichlich Schreibpapier und legte sich in die Hängematte. Jetzt hatte sie jede Menge Muse, in den azurblauen Himmel zu schauen. Ab und zu fiel eine überreife Orange mit einem "Plopp" in den Rasen. Eidechsen sonnten sich auf der Mauer.

Petra ließ die letzten Wochen Revue passieren. Eigentlich müsste sie beunruhigt sein. Keine Arbeit, das Geld ging zur Neige. Doch konnte es ihr in diesem Paradies wirklich schlecht gehen? Sie hörte auf das Kreischen der wilden Papageien, schloss die Augen und totale Entspannung erfüllte sie.

Woher kam diese Ruhe? Wie viele Menschen würden in ihrer Situation so relaxt bleiben? Siebzehn Euro auf der Bank, zwei Euro in der Geldbörse. Seit einer Woche aß sie Nudeln mit Ei und Tomatensalat. Nein, pardon, gestern gab es Pfannkuchen. Doch der Reihe nach.

Der Mann, dem sie es verdankte, auf Teneriffa leben zu dürfen, erscheint erst im letzten Kapitel. Er besaß auf dieser traumhaften Insel seit zwanzig Jahren eine Wohnung. Im Norden Teneriffas, in Puerto de la Cruz. Drei Jahre war Petra mit ihm liiert, dann kam das Ende. Durch ihn hatte sie sich in dieses Eiland verliebt. Durch ein paar Zufälle (es gibt keine Zufälle) musste sie eine Woche alleine auf der Insel verbringen. Dort kam ihr die Idee, die ihr Leben verändern sollte.

"Ich wandere aus. Endlich wird mein Traum wahr, ich ziehe in ein warmes Land."

So kam es. Petra landete am 20. Januar 2003 auf der Insel. Mit viel Optimismus und dem Elan einer Zwanzigjährigen verkaufte sie in Deutschland ihr verbliebenes Hab und Gut, löste ihre Wohnung auf und versetzte ihren Schmuck. Hier würde sie einen völlig neuen Lebensabschnitt beginnen.

Durch den Verkauf blieben ihr etwas über zweitausend Euro. Ein paar hundert Euro gingen für Flug und einhundertzwanzig Kilogramm Übergepäck drauf. Zwei oder drei Monate würde es wohl reichen. Bis dahin, dachte sie optimistisch, hatte sie bestimmt einen Job. Gott sei Dank stand der Großteil ihres Hausrats in der Garage von Bekannten. Ihr Ex hielt Wort. Nach der Trennung deponierte er ihre Sachen dort. Sie stand nicht mit leeren Händen da.

Einen Umzug ins Ausland zu organisieren will überlegt sein. Vom Volkshochschulkurs "Spanisch für Anfänger" war nicht viel hängengeblieben. Zwei weitere Kurse, belegt vor drei Jahren auf Teneriffa, brachten ein paar Grundkenntnisse, die zusammen mit einem Sprachführer ihre Basis waren. Nun fehlte nur noch die Kleinigkeit einer Behausung. Petra war überzeugt davon, dass sie auch dieses Problem in den Griff bekommen würde.

Durch den nächsten Zufall las sie in ihrer Heimatstadt eine Annonce in der Zeitung. Eine Künstlerin aus Hamburg suchte für ihre Wohnung auf Teneriffa eine Mitbewohnerin. Was für eine Fügung! Durch lange Telefongespräche fanden die Frauen Gefallen aneinander. Es stellte sich heraus, dass Hanna schon seit einem Jahr eine große Wohnung auf der Insel mietete. Die wollte sie nun gerne mit jemandem teilen. Sie telefonierten die nächsten Wochen stundenlang, meistens nachts. Hanna schlief tagsüber und erwachte erst am späten Nachmittag zum Leben.

Das Klischee, Künstler tickten anders als "normale Menschen", war kein Klischee. Zugegeben, bis dahin kannte Petra keinen dieser außergewöhnlichen Spezies. Sie sollte es bald zu spüren bekommen.

Hanna lud sie über Weih

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