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Die Glücksritterin Überlege gut, was Du Dir wünschst .... von Sütö, Rosa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.08.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Die Glücksritterin

Ein autobiografischer Roman über die abenteuerliche Lebensgeschichte einer modernen Glücksritterin - von der Zeit des Krieges 1942 bis zum Anschlag auf das World Trade Center 2001. Rosa Sütö beschreibt ihre Befreiung aus den prekären Verhältnissen des Flüchtlingsdaseins, in das sie hineingeboren wurde und den Weg zu einem Leben als Millionärin, welches sie mit noch größeren Herausforderungen konfrontiert. Mit ihrer Risikofreude und dem Drang nach Selbstverwirklichung überwindet Rosa die Ängste und Traumata ihrer Kindheit. Sie lernt mit schwierigen Menschen umzugehen. Auf einem schmalen Grat wandelnd, zwischen Höhenflügen und Abstürzen, wünscht sie sich nur die zwei Dinge, die jede Frau will: Den richtigen Mann an ihrer Seite und finanzielle Unabhängigkeit. Doch ob Fernfahrer, Hippie, Millionär oder charmanter Nordspanier - das Glück ihrer Ehen ist nie von Dauer. Als internationale Immobilienmaklerin landet sie schließlich in der Luxusmetropole Marbella an der spanischen Costa del Sol. Aber in der Welt des Geldes ist nicht alles so, wie es scheint... Spannend, emotional, humorvoll und mit Liebe fürs Detail, erzählt die Autorin Rosa Sütö über Beziehungs- und Finanzkrisen, sowie über ihre spirituelle Selbstfindung. Lassen Sie sich berühren und mitreißen von einer Geschichte über die Licht- und Schattenseiten menschlicher Qualitäten.

Rosa Sütö, 1942 in Pilisborosjenö (Weindorf) bei Budapest geboren, wurde 1946 mit ihrer Familie aus Ungarn ausgewiesen und kam dadurch nach Süddeutschland in ein Lager. 1956 begann sie eine Ausbildung bei Siemens zur Industriekauffrau und arbeitete danach in der EDV. Eine ihrer ersten Modeboutiquen eröffnete sie 1979. Autodidakt brachte sie sich Yoga bei und absolvierte das Diplom zur Farbtherapeutin. Der Liebe wegen wanderte sie sie 1989 nach Spanien aus und lebte als Immobilienmaklerin bis 2001 in der Luxusmetropole Marbella an der Costa del Sol. Zurück in Deutschland studierte sie die Fachbereiche Belletristik, Sachbuch und Journalismus.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 356
    Erscheinungsdatum: 26.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739280998
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 559kBytes
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Die Glücksritterin

Die Schrottprinzessin

Die Saat, die ihr gesät habt ...

Meine Vorfahren kamen Ende des 16. Jahrhunderts als schwäbische Aussiedler mit der 'Ulmer Schachtel' auf der Donau nach Ungarn. Gleich neben der Hauptstadt Budapest ließen sie sich nieder und gründeten mit anderen gleichgesinnten Deutschen eine kleine Gemeinde, die sie "Weindorf" nannten. Sie bauten Wein an und bearbeiteten fleißig den Ackerboden. In einem Steinbruch klopften sie Steine und in einer Ziegelei brannten sie die Ziegel für ihre Häuser. Einer Großfamilie gleich, kannte jeder jeden und man pflegte mit großer Hingabe Sitten und Gebräuche aus der deutschen Heimat. Alle waren gleich geachtet, ob Arbeiter oder Herr.

Die Winter waren sibirisch kalt, so auch der des Jahres 1942. Meine Mutter lag mit einer schweren Rippenfellentzündung und hohem Fieber in der großen Stube im Bett, als sich meine Geburt einen Monat zu früh ankündigte. Bei ihr war nur meine neunjährige Schwester Mizzi. Als die Wehen immer häufiger wurden, sagte sie zu ihr:

"Mizzi, renn' zur Tante Rosa und sag ihr, es ist so weit. Sie soll auch gleich die Hebamme mitbringen und du bleibst am besten bei Onkel Fritz, um zu übernachten!"

Es war früh dunkel geworden an diesem letzten Tag im Jahr. Von meinem Vater wusste Mutter nicht, wo er sich gerade aufhielt. Sie hatte seit Wochen nichts mehr von ihm gehört. Er war Steuermann auf einem Schlepper auf der Donau und fuhr von Regensburg bis zum Schwarzen Meer, wo er für den 2. Weltkrieg Petroleum transportierte.

Mein ältester Bruder Joshi war achtzehn. Als er erfuhr, dass unsere Mutter im Alter von knapp vierzig Jahren noch einmal schwanger wurde, schämte er sich so sehr, dass er von zu Hause nur noch weg wollte. Daraufhin meldete er sich bei der Donauschifferei zur Lehre an. Er wollte Kapitän werden.

Mein zweiter Bruder Karl war noch keine sechzehn Jahre, als er in den Krieg eingezogen wurde.

Ich war ein Nachzügler, den eigentlich keiner haben wollte. Als meine Mutter feststellte, dass sie nach vielen Jahren mit mir in anderen Umständen war, sagte sie zu meinem Vater:

"Ausgerechnet jetzt, wo man nicht weiß, wie`s weiter geht und was kommt!"

Vater beruhigte sie mit den Worten: "Wirst schon seh`n, das Kind wird dir einmal das Gnadenbrot verdienen!"

So sollte es sein.

Tante Rosa war Mutters Lieblingsschwester und unser aller Lieblingstante, weil sie immer für uns da war, wann immer wir sie brauchten, obwohl sie ihre eigene Familie hatte, ihren Mann Fritz und zwei halbwüchsige Töchter.

In unserem kleinen Lehmhaus gab es nur eine große Stube und eine kleine Küche. Alles spielte sich in diesem einzigen Raum ab. Hier schliefen alle und hier gab es auch den einen Ofen, der alles warm hielt. Mutter sagte immer:

"Arm sein ist keine Schande, aber schmutzig sein!" Deshalb war bei uns alles immer wie geleckt. Die Fenster blinkten und vom Fußboden hätte man essen können.

Als meine Tante und die Hebamme ankamen, musste alles schnell gehen, weil es Mutter so schlecht ging; sie dachten schon, sie würde dabei sterben. Als ich dann endlich draußen war, gab ich kein Lebenszeichen. Die Hebamme und mein Tante versuchten alles, um mich zum Leben zu bringen. Sie tauchten mich abwechselnd in kaltes und warmes Wasser, dann rieben sie mich mit Schnee ab. Als sie schon aufgeben wollten und dachten: "Na ja, dann eben nicht - ein Esser weniger!", gab ich mein erstes Lebenszeichen - einen Huster. Dieser Husten sollte mich mein Leben lang begleiten.

Weil ich an einem Silvestertag geboren wurde, wollte Mama mich zuerst auf den Namen Sylvia taufen. Da aber beide - meine Tante und die Hebamme 'Rosa' hießen und sie mir das Leben retteten, nannte sie mich aus Dankbarkeit auch Rosa. Den Namen habe ich gehasst - mein halbes Leben lang - und auch meine späteren Lebensgefährten, werden mir Kosenamen geben, und mich nie 'Rosa' rufen. Es schien, als pa

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