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Die Rundholz Deutsche Familiensaga um Liebe, Macht, Einfluss, Politik und Intrigen von Eckhold, Heinz-Jörg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.12.2014
  • Verlag: AtheneMedia-Verlag
eBook (ePUB)
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Die Rundholz

Ein Familien-Epos basierend auf einer wahren Geschichte: Das Leben der Rundholz, einer Arbeiterfamilie des Ruhrgebietes, seit Beginn der Machtergreifung durch die NSDAP im Jahre 1933 bis heute wird beeinflusst von Liebe, Macht, Intrigen, Strebsamkeit, Idealismus, Religion und Politik. - - In den schwersten und existenzgefährdenden Lebenslage, getragen von der Erkenntnis, dass beruflicher Aufstieg und Erfolg nur über Bildung und persönlichen Einsatz zu erreichen ist, geht jedes der Familienmitglieder seinen ganz eigenen Weg ... - -

Dr. Heinz-Jörg Eckhold wurde in Oberhausen geboren und wuchs in einer Arbeiterfamilie mit sechs Kindern auf. Mit Volksschulbildung und Ausbildung zum Maschinenschlosser erreichte er die Hochschulreife, studierte in Köln und Essen Pädagogik und promovierte 1977. Nach sieben Jahren als Lehrer widmete sich der seit 1967 verheiratete Autor ab 1978 der Erwachsenenbildung im Bistum Essen. Seine politischen Tätigkeiten beginnen 1959 und führen ihn über den Partei- und Fraktionsvorsitz in der CDU Oberhausen für 24 Jahre in den Rat der Stadt Oberhausen und machen ihn von 1995-2005 zum Mitglied des Landtages in Nordrhein Westfalen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1112
    Erscheinungsdatum: 05.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783869922263
    Verlag: AtheneMedia-Verlag
    Größe: 1383 kBytes
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Die Rundholz

Familienbande

In Osterfeld, einem Stadtteil der heutigen Stadt Oberhausen, die am nordwestlichen Rand des Ruhrgebi e tes liegt, wurde am 16. August 1904 Paul Rundholz als fünftes Kind der Familie Theodor und Maria Rundholz g e boren. Seine E l tern kamen aus dem Münsterland. Während der V a ter in Herbern zur Welt kam, wurde seine Mutter, eine geborene Mersmann, in Stockum, gena u er in der Bauernschaft Wessel, nahe bei Herbern, g e boren.

Als Maria und Theodor vor den Traualtar traten , um zu heiraten, da brachte sie von ihrem kleinen elterl i chen Bauernhof eine für damalige Verhältnisse g u te Mitgift in die Ehe ein. Die schwarze E i chentruhe, die sie vom Hof mitnehmen durfte, war gefüllt mit guter Bettwäsche, Tischdecken, Handtüchern und and eren Ge brauch s gegenständen für den Hausgebrauch. Auch einige Taler unterstützten ihre ersten gemeinsamen Lebenswochen. Ihr Mann Theodor hing e gen hatte nach seiner ersten Tätigkeit als Knecht auf einem Bauernhof bei der königl i chen Reichsbahn eine Stelle erhalten, in der er nach einiger Zeit in den B e amtenstand aufgenommen wurde und als Rangierer seinen Dienst wahrnahm.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der königliche Rangierführer zum Verschiebebahnhof Osterfeld versetzt. Mit seiner Frau und drei Kindern suchte er sich in Osterfeld auf der Michelstraße eine Wo h nung. Bis zum Jahre 1918 gebar Maria Rundholz dreizehn lebende Kinder, von denen allerdings - auch bedingt durch die schwere Zeit nach dem I. Weltkrieg - sieben Kinder noch vor Erreichung des zwanzigsten Lebensjahres versta r ben.

Im dreizehnten Lebensjahr wurde Sohn Paul, ihr fünftes Kind, für zwei Jahre als Kriegskind auf einen Bauer n hof nach Vorhelm in Wes t falen gegeben, denn zuhause war die Ernährung nicht mehr gewährlei s tet. 1916/1917 herrschte in Deutschland bittere Not und in den sogenannten Kohlrübenwintern sta r ben viele Menschen an Unterernährung. Auf dem Bauernhof der Familie Nagel war Paul willkommen und er wurde behandelt wie ein Kind der Familie. Insbesondere Bäuerin Mutter Nagel nahm sich se i ner an und sorgte dafür, dass er i m mer satt zu essen bekam.

In dieser Zeit lernte Paul auch den großen Bauernhof der Familie Wi b belt kennen, deren Sohn Augustin, katholischer Pfarrer und plat t deu t scher Dichter des Münsterlandes, später im Leben des Paul Rundholz noch eine b e sondere Rolle spielen sol l te.

Weil in dieser Kriegs- und Krisenzeit leider auch kein geregelter Schulb e such möglich war, konnte Paul nach dem Krieg, als er wieder zuhause war, g e rade sechs Schuljahre nachweisen. Als im Jahre 1919 seine beiden ä l teren Brüder mit 18 und 19 Jahren an der teuflischen Tuberkulose starben, musste er sich mit noch nicht 15 Jahren eine T ä tigkeit suchen, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Vier M o nate arbe i tete er in einer Sandkuhle nahe der elterlichen Wohnung. Das Füllen der Loren mit Sand war eine schwere körperliche Arbeit, die insbesondere an regnerischen Tag

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