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Die Sehnsuchtsfalle Roman nach einer wahren Geschichte (8) von Lind, Hera (eBook)

  • Verlag: Diana Verlag
eBook (ePUB)
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Die Sehnsuchtsfalle

Als Rita kurz vor dem Abi den aus Ghana stammenden Studenten Tony kennenlernt, ist es die große Liebe. Sie wird schwanger, doch Tony muss zurück in seine Heimat. Jahre vergehen, bis sie sich wiedersehen. Rita kann ihr Glück kaum fassen, aber es ist nur von kurzer Dauer. Tony stirbt bei einem Autounfall. Und weil sie blind vor Kummer ist, wird sie in Brasilien in eine Falle gelockt: Man erwischt sie mit einer großen Menge Kokain und verhaftet sie. Damit gerät Rita in eine Hölle, aus der es kein Entrinnen gibt ... Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Seit einigen Jahren schreibt sie ausschließlich Tatsachenromane, ein Genre, das zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Mit "Hinter den Türen", "Die Frau, die frei sein wollte", "Über alle Grenzen" und "Vergib uns unsere Schuld" eroberte sie die SPIEGEL-Bestsellerliste. Ihr Roman "Die Hölle war der Preis", eine bewegende Geschichte, die im Frauengefängnis Hoheneck in der ehemaligen DDR spielt, stieg sogar direkt auf Platz 1 ein. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641198695
    Verlag: Diana Verlag
    Größe: 1969 kBytes
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Die Sehnsuchtsfalle

2

Sechs Wochen zuvor

Torremolinos, Spanien, März 2005

"Tony, fahr vorsichtig, ich liebe dich!"

"Baby, es war wunderschön mit dir. Du bist meine absolute Traumfrau."

"Ich freu mich so, wenn wir Benni nach den Osterferien abholen! Er wird Augen machen, wenn er seinen wirklichen Vater endlich kennenlernt!"

"Alles wird gut, Baby. Heute Nachmittag bin ich zurück, und dann helfe ich dir in der Bar."

An diesem Morgen war ich wunschlos glücklich, im siebten Himmel, als ich meiner großen Liebe Tony nachwinkte. Er fuhr mit seinem Jaguar-Cabrio nach Málaga, wo er als Ingenieur arbeitete. Ich zog meinen Morgenmantel enger um die Schultern, denn zu dieser frühen Stunde war es noch frisch. Ich spürte ihn noch in mir, seine Hände auf mir, seine Küsse, hörte seine heiser geflüsterten Worte: "Call my name, Baby, call my name!"

Hoffentlich rast er nicht wieder so schnell. Ich hätte ihn heute Nacht schlafen lassen müssen!, dachte ich ein wenig schuldbewusst.

Ich duschte, zog mich an und machte meinen morgendlichen Strandspaziergang mit Max. Die Sonne ging gerade auf, und die Wellen spiegelten das grandiose Naturschauspiel in Zartrosa bis Blutrot.

Überwältigt blieb ich stehen und atmete tief durch. Gott, war ich verliebt!

"Max, so kann es immer bleiben. Nie hätte ich gedacht, dass ich noch mal so glücklich werde!"

Max wedelte mit dem Schwanz und wollte, dass ich ihm ein Stöckchen warf. Mein Glücksrausch interessierte ihn wenig.

"Jetzt müssen wir nur noch Benni zurückkriegen!" Ich kraulte meinen kleinen Hund zwischen den Ohren. Meine Lippen wurden schmal. "Dass die mir meinen Sohn wegnehmen wollen, Max! Meine eigenen Eltern! Und meine eigene Schwester! Haben meinen Jungen einfach in Höxter in der Gesamtschule angemeldet, nur weil er sich hier im Winter gelangweilt hat! Kindesentführung ist das!"

Max hechelte erwartungsvoll. Er hopste rückwärts, fixierte mit seinen schwarzen Knopfaugen das Stöckchen und kläffte ungeduldig: Rede nicht, Frau. Wirf!

Voller Wut auf meine Eltern und meine Schwester Tanja warf ich das Stöckchen ins Meer. Max sauste mit wehenden Ohren hinterher, warf sich in die Fluten und kämpfte knurrend mit den Wellen. Die Lektion, dass man Salzwasser nicht trinken kann, hatte er inzwischen gelernt.

Er warf mir das nasse Stöckchen vor die Füße, aber als ich mich danach bückte, kaute er besitzergreifend darauf herum. Dabei sah er mich herausfordernd an.

"Aber jetzt wo der nasskalte Winter vorbei ist, wird Benni bestimmt zurückwollen", teilte ich dem Hund meine Hoffnungen mit. "Der Junge wird Augen machen, wenn er Tony sieht!" Jetzt strahlte ich wieder übers ganze Gesicht. "Sein Vater ist wieder da! Den er noch nie kennengelernt hat! Jetzt wird alles gut, Max."

Glücklich und zufrieden trabten wir weiter, mein kleiner Hund und ich.

Später fuhr ich in meine Bar und stellte die Sonnenschirme auf die Promenade. Die ersten Gäste strömten bereits herbei. Am Strand spielten ein paar Jungs Fußball. Wie schade, dass Benni jetzt nicht hier war! Er saß im verregneten Höxter. Selber schuld!

"Wie immer caf é con leche? ", begrüßte ich eine Gruppe Deutscher, die hier jeden Tag saßen und Karten spielten.

"Kann auch ruhig schon ein Bier sein, Rita!"

"Für mich wie immer vino tinto . Bring was von diesen Knabbernüssen, bitte."

"Gibt es schon Tapas?"

"Marta kommt später mit ihren selbst gemachten. Jetzt kann ich euch nur Oliven anbieten."

Lachend und plaudernd bediente ich meine Stammgäste.

"Rita, bist du verliebt?"

"Und wie!" Schwungvoll ließ ich mich zu meinen Rentnern auf die Bank fallen.

"In das Leben! Ihr etwa nicht?"

"Doch", beteuerten sie laut. "Nur so jung sein wie du müsste man noch mal!"

"Man müsste noch mal zwanzig sein", pflichteten ihnen ein paar ältere Frauen b

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