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Die Todesfahrt der 'Advance' im ewigen Eise Illustrierte Ausgabe von E. K. Kane's berühmte Grinnell-Nordpolexpedition (RMS Titanic Vorgänger) von Reska, Hanns (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.08.2013
  • Verlag: e-artnow
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Die Todesfahrt der 'Advance' im ewigen Eise

Dieses eBook: 'Die Todesfahrt der 'Advance' im ewigen Eise' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Es handelt sich um eine überarbeitete Fassung der Schilderung der sog. 2. Grinnell-Expedition (1853-1855) mit der Brigg 'Advance' unter Leitung des amerikanischen Wissenschaftlers und Arztes Elisha Kent Kane (begleitet u.a. von Isaac Hayes); Ziel der Unternehmung war u.a. die Klärung des Schicksals der Franklin-Expedition. Inhalt: Vorwort Dem eisigen Norden entgegen Glückliche Fahrt Ins Eis verschlagen Die verlorene Hoffnung Die Winternacht kommt Not und Krankheit Besuch von Eskimos Zwischen Tod und Leben Dr. Hayes Expedition Eine Bärenjagd Die Expedition trennt sich Unsere Freunde - die Eskimos Die Rückkehr der Abtrünnigen Not und Verzweiflung Letzter Versuch Wir verlassen das Schiff Abschied von den Eskimos Heimkehr Müdemannsruh Nachwort Elisha Kent Kane (1820 - 1857) war ein US-amerikanischer Forscher, Entdecker und Arzt. Von 1853 bis 1855 leitete er die von Henry Grinnell finanzierte Expedition zur Auffindung des verschollenen John Franklin (sogenannte '2. Grinnell-Expedition'), nachdem er schon die erste erfolglose Grinnell-Expedition als Oberarzt begleitet hatte. Die Suchaktion verlief - wie sämtliche andere der zahlreichen zur Rettung Franklins gestarteten Expeditionen Mitte des 19. Jahrhunderts - erfolglos, trug aber wesentlich zur Erforschung der kanadischen und grönländischen Arktis bei.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 486
    Erscheinungsdatum: 16.08.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788074841682
    Verlag: e-artnow
    Größe: 5815 kBytes
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Die Todesfahrt der 'Advance' im ewigen Eise

Ins Eis verschlagen

Inhaltsverzeichnis

Am Vormittag des 5. August passierten wir die von John Roß so getauften Karmoisinklippen, benannt nach dem auf ihnen lagernden roten Schnee, der aus der Ferne deutlich zu erkennen war. Alle mit Schnee bedeckten Stellen zeigten eine tiefe Rosafarbe, die vielleicht in Karmoisin übergeht, wenn die Schneelager sich weiter ausbreiten. In der Nacht passierten wir die Wolftenholm-und Saundersinseln. Wir hatten einen prächtigen Tag; das Schiff mit Segeln dicht besetzt, offenes Wasser vor uns, näherten wir uns schnell dem Schauplatz unserer Arbeiten. Am nächsten Tage erreichten wir die Insel Hakluyt mit ihrer merkwürdigen schlanken Felsenspitzsäule, die sich 600 Fuß über den Wasserspiegel erhebt und auf viele Meilen in der Runde eine ausgezeichnete Landmarke abgibt. Es war uns bestimmt, noch sehr vertraut mit ihr zu werden, bevor wir die Regionen des hohen Nordens verlassen konnten.

Kap Alexander und Kap Isabella, die Torsäulen von Smithssund, lagen nun vor uns. Die Gegend ist nicht sehr einladend: im Westen schwerer Schnee, gleichförmig bis zum Wasserspiegel herab, rechts eine Reihe von Klippen, die vermöge ihrer Großartigkeit als Eingangspforte für den stolzesten Hafen des Südens passen würden. Einige ihrer steilen Abstürze mögen 800 Fuß Höhe haben; selbst die Seeleute waren ergriffen, während wir in ihrem schwarzen Schatten dahinfuhren.

Am 7. August ließen wir Kap Alexander südlich und erreichten die Littletoninsel, hinter der sich Kap Hatherton verbirgt, der äußerste vor uns genau bestimmte Punkt dieses Sundes.

Während wir an der Littletoninsel vorüberkamen, sah ich vom Mastkorb aus leider den ominösen Eisblink im Norden. Der Wind war seit ein paar Tagen aus Norden gekommen; und wenn er anhielt, mußte er uns die Eisfelder über den Hals bringen. Es wurde nun wichtig, daß wir uns einen Rückzugspunkt sicherten, um im unglücklichen Falle nicht völlig hilflos dazustehen. Zudem hatten wir einen Punkt erreicht, wo die, welche uns etwa folgen sollten, anfangen würden, sich nach deutlichen Spuren umzusehen. Ich beschloß, auf der Littletoninsel einen Steinkegel zu errichten und an einem passenden Platz in der Nähe ein Vorratsdepot anzulegen. Entbehren allerdings konnten wir nur das metallene Rettungsboot, das nicht über 20 Fuß lang war, so daß wir zwanzig Mann kaum mit einigen Tagesrationen darin Platz gefunden hätten; doch vermöge seiner Luftkammern war es wenigstens sehr tragfähig. Wir trafen eine Auswahl von Lebensmitteln und anderen Dingen, die wir günstigsten Falles glaubten entbehren zu können. Der Platz für diese Niederlage mußte notwendig auf dem Festlande gesucht werden, da die Insel durch Strömungen und Eis für eine Expeditionstruppe leicht unzugänglich werden konnte. Wir fanden einen solchen in Südsüdost vor Kap Hatherton, das sich in der Ferne aus dem Nebel reckte. Hier begruben wir unser kleines Boot mit seinem Inhalt; umgaben es mit den schwersten Felsblöcken, die wir bewältigen konnten; füllten die Zwischenräume mit kleineren Brocken, mit Stubben von Moos und Heidekraut, und schütteten Sand und Wasser dazwischen, Das Ganze fror sofort in eine feste Masse zusammen, die, wie wir hofften, den Klauen der Eisbären würde widerstehen können.

Zu unserer Verblüffung stellten wir fest, daß wir nicht die ersten menschlichen Wesen waren, die in dieser grauenhaft trostlosen Gegend eine Zuflucht gesucht hatten. Denn einige zerstreute Ueberreste von Gemäuer bewiesen, daß hier einst eine rohe Ansiedlung bestanden hatte; und unter einem kleinen Steinhügel, den wir zur Ueberbauung unserer Vorratskammer mit verwandten, fanden wir die sterblichen Ueberreste der früheren Bewohner. Nichts kann trauriger und unheimlicher sein als solche Denkmäler erloschenen Lebens. Kaum eine Spur von Pflanzenleben war an den nackten, vom Eis gescheuerten Felsen zu erkennen, und die Hütten glichen so vollkommen den übrigen Felsbruchstücken,

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