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Ein Liebesabenteuer von Dumas, Alexandre (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.05.2015
  • Verlag: e-artnow
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Ein Liebesabenteuer

Dieses eBook: 'Ein Liebesabenteuer' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Alexandre Dumas der Ältere (1802-1870) war ein französischer Schriftsteller. Ein Markenzeichen von Dumas' Romanen sind fiktive oder pseudohistorische Protagonisten (zum Beispiel der Musketier d'Artagnan), deren Abenteuer in einen Kontext historischer Ereignisse und historischer Persönlichkeiten gestellt werden. Die bekanntesten, immer wieder aufgelegten und nicht nur von Jugendlichen gelesenen Romane sind: Die drei Musketiere, Zwanzig Jahre danach, Königin Margot, Der Graf von Monte Christo und Der Mann mit der eisernen Maske, Das Halsband der Königin. Aus dem Buch: 'Wie alle Künstler und Künstlerinnen, welche die Gewohnheit der raschen Ortsbewegung haben, hatte meine Reisegefährtin das Bewundernswürdige, daß sie ebenso wenig in Verlegenheit war, wie ein Mann, daß sie ihre Koffer packte und zuschnürte, daß sie ihre Reisesäcke füllte und schloß, und daß sie immer fünf Minuten vor der Stunde bereit war, was man sich nicht die Mühe geben darf, von einer Weltdame zu verlangen.'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 209
    Erscheinungsdatum: 15.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026837053
    Verlag: e-artnow
    Größe: 588 kBytes
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Ein Liebesabenteuer

II

Inhaltsverzeichnis
Einen Monat lang speiste ich wöchentlich zwei- oder dreimal mit Madame Bulyowsky zu Mittag und zwei- oder dreimal wöchentlich führte ich sie ins Schauspiel.

Ich muß sagen. daß unsere Sterne sie wenig blendeten. mit Ausnahme der Rachel.

Madame Ristori war nicht in Paris.

Eines Morgens kam sie zu mir.

"Ich reise morgen ab." sagte sie.

"Warum reisen Sie morgen ab?"

"Weil ich nur noch gerade so viel Geld übrig habe, um nach Pesth zurückzukehren."

"Wollen Sie welches?"

"Nein. ich habe in Paris Alles gesehen. was ich dort sehen wollte."

"Wie viel haben Sie denn noch übrig?"

"Tausend Franken."

"Sie werden nicht halb so viel gebrauchen."

"Doch, denn ich reise nicht direct nach Wien,"

"Sagen Sie mir Ihre Reiseroute."

"Also: ich gehe nach Brüssel, nach Spaa, nach Köln, ich fahre den Rhein hinaus bis Mainz und reise von dort nach Mannheim."

"Ei, was wollen Sie in Mannheim machen; Werther hat sich erschossen, und Lotte ist gestorben."

"Ich will Madame Schröder sehen."

"Die Schauspielerin?"

"Ja; kennen Sie sie?"

"Ich habe sie einmal in Frankfurt spielen sehen; aber ich habe ihre beiden Söne und ihre Tochter gut gekannt."

"Ihre beiden Söhne?"

"Ja."

ihre beiden Söhne und ihre Tochter gut gekannt." "Ihre beiden Söhne?" "Ia."

"Ich kenne nur einen, Devrient."

"Den Schauspieler; ich kenne den anderen, den Priester, der in Köln hinter der St. Gideonkirche wohnt. Wenn Sie wollen, gebe ich Ihnen einen Brief an diesen mit."

"Ich danke Ihnen, ich habe mit seiner Mutter zu thun."

"Was wollen Sie von ihr?"

"Ich bin Ungarin, wie ich Ihnen gesagt habe; ich spiele Komödie, Drama und Tragödie in ungarischer Sprache; nun bin ich dessen müde, nur zu sechs oder sieben Millionen Zuschauern zu reden; ich möchte deutsche Komödie spielen, um zu dreißig oder vierzig Millionen Menschen zu reden. Darum will ich Madame Schröder sprechen, in deutscher Sprache eine Scene vor ihr recitiren, und wenn sie mir die Hoffnung giebt, daß ich mit einer Arbeit von einem Jahre die fremdartige Aussprache verlieren kann, da verkaufe ich einige Diamanten, gehe in die Städte, wo sie sich aufhält, folge ihr als Gesellschafterin oder als Kammerfrau, wenn sie es will, und nach Verlauf von einem Jahre trete ich auf den deutschen Theatern auf. Nun, was giebt's?"

"Ich bewundere Sie."

"Nein, Sie bewundern mich nicht. Sie finden dies ganz einfach; ich bin entsetzlich ehrgeizig, ich habe große Erfolge gehabt und will noch größere."

"Bei diesem Willen werden sie Ihnen zu Theil werden."

"Jetzt speisen wir zusammen zu Mittag, nicht wahr? Wir gehen zum letzten mal ins Schauspiel; Sie geben mir Briefe nach Brüssel mit, wo ich mich einen oder zwei Tage aufhalten und von wo ich all' mein Gepäck nach Wien abschicken werde; wir sagen einander Lebewohl und ich reise ab."

"Warum sagen wir einander Lebewohl?"

"Nun, ich wiederhole Ihnen, weil ich abreise."

"Es ist mir ein Einfall gekommen."

"Welcher?"

"Ich habe in Brüssel zu thun.

Das ist nicht wahr."

"Das ist nicht Ihre Sache."
"Und dann?"

"Nun, anstatt Ihnen Briefe zu geben, reise ich mit Ihnen ab; allein werden Sie sich zum Sterben langweilen, sein Sie offen."

Sie fing an zu lachen.

"Ich war gewiß, daß Sie mir diesen Vorschlag machen würden," sagte sie.

"Und Sie waren zum voraus entschlossen, ihn anzunehmen?"

"Nun ja, in Wahrheit, ich liebe Sie sehr."

"Meinen Dank."

"Und wer weiß, ob wir uns je wiedersehen werden! Also morgen reisen wir ab."

"Morgen, mit welchem Zuge?"

"Mit dem um acht Uhr Morgens. Ich entferne mich."

"Schon!"

"Ich habe entsetzlich viel zu thun; Sie begreifen wohl, ein letzter Tag --"

"Ich kann Ihnen nicht helfen?"
"In nich

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