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Heute Abend erzähle ich Dir meine Geschichte ... und morgen von Jerusalem Notizen aus dem Erlebten. von Wallner, Michaela (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.07.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Heute Abend erzähle ich Dir meine Geschichte ... und morgen von Jerusalem

Neun Monate sind nach dem letzten Heimaturlaub vergangen, und nun sitzt Mia wieder im Zug von Rom Richtung Wien. Ihre Reisebegleiterin ist die "Ungewissheit", denn sie hat keine Ahnung, was sie in der Zukunft erwarten wird! In den letzten acht Jahren hat sie ein streng religiöses Leben hinter Klostermauern geführt, und jetzt ist sie dabei, dieses wieder hinter sich zu lassen. Schließlich wird Mia nach ihrer Rückkehr aus Italien von einer Bekannten gebeten, als freiwillige Helferin nach Jerusalem zu reisen. In einem Pilgerhaus würden sie dringend jemanden suchen, der die Zimmer und Schlafsäle reinigt, während den Essenszeiten serviert und im Café aushilft. Trotz der angespannten Lage in Israel, entscheidet sich Mia nach Jerusalem zu reisen oder besser gesagt: "dort wo der Pfeffer wächst". Schon bald wird ihr bewusst, dass sie eine völlig andere Welt kennenlernen würde! Eine Welt, die sie faszinieren, und trotz aller traurigen Geschehnisse und Begegnungen, hoffnungsvoll stimmen wird. Würde sie wieder auf neue Art und Weise den Sinn ihres Lebens entdecken? Als sie eines Tages mit einer Klosterschwester darüber ins Gespräch kommt, bittet diese Mia eindringlich, ihre Geschichte niederzuschreiben ... Eine Geschichte, die geprägt ist von Höhen und Tiefen, gewürzt mit einer Prise Humor!

Michaela Wallner (Mia) wird 1974 in der Wiener Neustadt, in Österreich geboren. Sie wächst in einem religiösen Umfeld auf, und absolviert nach der Pflichtschule die Lehre zur Einzelhandelskauffrau. 1993 stirbt ein Arbeitskollege und bewirkt eine tiefe Umkehr in ihrem Leben. Drei Jahre später tritt sie in eine religiöse Gemeinschaft in Italien ein, doch vor Ablegung der ewigen Profess verlässt sie den Orden. Danach verbringt sie ein Jahr als Volontärin im Heiligen Land in Jerusalem und kehrt, von den Ereignissen der letzten Jahre geprägt, nach Österreich zurück. Mia beginnt auf Bitte einer Ordensschwester das Erlebte niederzuschreiben, um andere zu ermutigen, schwere Momente im Leben mit einem gewissen "Augenzwinkern" zu betrachten. Heute lebt Michaela Wallner in der Steiermark, widmet sich dem Schreiben und einem Leben als Christin in der Welt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 06.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741258435
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 2200kBytes
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Heute Abend erzähle ich Dir meine Geschichte ... und morgen von Jerusalem

I. Kapitel

Es war einmal

E s war einmal ein heißer Sommernachmittag. Francis spazierte mit seiner 16 Monate alten Tochter voller Erwartung durch den Stadtpark, während seine Frau nicht weit von ihnen, in einem der Bungalows der Geburtenstation, zum zweiten Mal ein Mädchen zur Welt bringen sollte.

Das kleine Mädchen im Park war meine Schwester Anja, die gerade ihre frisch gepflückten Wiesenblumen auf einer Holzbank sitzend betrachtete, nichts ahnend von dem großen "Glück", das sie erwartete! Schon bald würde sie nämlich nicht nur ein Schwesterchen an ihrer Seite haben, sondern auch eine kleine Thronfolgerin, die ihr die alleinige Herrschaft über die Herzen der Eltern nehmen würde.

Auch meine Mutter ahnte noch nichts von der Mühe, die ihr meine Geburt bescheren würde. Ich hatte es nämlich absolut nicht eilig, die neue große Welt, die mich erwartete, zu entdecken!

So wurden eben künstliche Wehen eingeleitet, und jede Frau, die auf solche Art und Weise ein Kind gebären musste, weiß, wie anstrengend so eine Geburt verlaufen kann.

Na und dann war ich da; ein kleiner brüllender Löwe, unter dessen Sternzeichen ich geboren wurde!

Zu Hause angekommen, begutachtete mich meine Schwester mit einem neugierigen Interesse genauso wie mit einer gewissen Gleichgültigkeit, denn: "Zu viel Aufmerksamkeit würde diesem kleinen Wesen sicher nur schaden!"

Diese Aufmerksamkeit forderte ich jedoch gnadenlos ein, indem ich in relativ kurzen Zeitabständen um mein Essen losbrüllte. Dementsprechend ähnelte ich zunehmend einem richtig pausbackigen Barockengelchen, das die Herzen so mancher Besucher noch höher schlagen ließ.

Meine Familie wohnte in einem kleinen Haus hinter einem Flussdamm der Schwarzach, doch eigentlich konnte man sagen, dass wir in drei kleinen Räumen lebten, die von einem desolaten Dach zusammengehalten wurden. Zudem war die Sanitäranlage ein Plumpsklo und ein Brunnen mit kalt fließendem Wasser im Garten, der von meiner Mutter auch zum Wäsche waschen genutzt wurde. Also willkommen im Mittelalter!

Diese "Herberge" war sicher nicht gerade der Traum eines jungen Ehepaares, aber es würde wohl noch einige Zeit vergehen, bis Papa das nötige Geld für eine eigene Wohnung aufbringen konnte.

Der Eigentümer des eben beschriebenen Hauses war der Vater meiner Mutter, und das Verhältnis zwischen ihm und seinem Schwiegersohn war leider von Anfang an kein besonders gutes!

Womöglich lag es daran, dass mein Großvater sehr darauf bedacht war, sparsam zu leben. So sparsam, dass weder ein Licht unnötig in einem Zimmer brennen noch im Winter vor dem späten Nachmittag eingeheizt werden durfte.

Die Tatsache, dass mein Vater hoch verschuldet war und offensichtlich nicht gut mit Geld umgehen konnte, schien ihm daher kein gutes Vorzeichen für eine beginnende Ehe und schon gar nicht für ein beständiges Familienglück zu sein!

Meine Mutter ließ sich von solchen Einwänden jedoch nicht davon abhalten - wenn auch in bescheidenen Verhältnissen - die große Liebe ihres Lebens zu heiraten. Schon als junges Mädchen hatte sie sich in Francis verliebt und sah nun einmal die vielen guten Seiten an ihm, die alle anderen Sorgen in den Schatten stellten.

Und eine dieser Sorgen war, dass sie eines Tages den Anspruch auf ihr Karenzgeld verlor!...

Meine Großeltern waren Eigentümer eines gutbesuchten Gasthauses in der Stadt. Sogar Schweine gehörten zu diesem Besitz, die von Opa als gelerntem Metzger immer wieder einmal zu Wurst und Schnitzel verarbeitet wurden.

Üblicherweise gab es in der Mittagszeit besonders viel zu tun, sodass Oma und ihre Küchenhilfe mit dem Kochen und Abwaschen der Teller und Gläser kaum nachkamen. Gut gemeint, half ihr meine Mutter in solchen Stoßzeiten, natürlich ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, ob sie dies während ihrer Karenz laut Gesetz durfte oder nicht.

Rechtlich gesehen w

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