text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Ja, ich will! Wenn Liebe ewig währt von Oswald, Ueli (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2016
  • Verlag: Wörterseh Verlag
eBook (ePUB)
9,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Ja, ich will!

Die Ehe ist ein Abenteuer - eines, das heute viel zu oft Schiffbruch erleidet. Die Gründe dafür sind so zahlreich wie verschieden. Aber was macht eine lang dauernde Beziehung aus? Gibt es ein Geheimrezept? In diesem Buch erzählen sechs Paare ehrlich, offen und sehr lebendig von ihrer gemeinsamen Reise. Davon, wie sie zusammengefunden und zwischen vierzig und beinahe achtzig Jahre gemeinsames Leben und Lieben gemeistert haben. Beim Lesen von 'Ja, ich will!' wird schnell klar: Dazu, wie es gelingt, alle Klippen über die Jahre zu umschiffen, gibt es viele Rezepte. Aber unter allen möglichen Zutaten darf eine nicht fehlen: der Respekt vor dem anderen. Der gemeinsame Nenner aller porträtierten Paare liegt exakt in der Tatsache, dass sie es geschafft haben, den Partner, die Partnerin in ihren Herzen älter werden und sich verändern zu lassen und dabei die Charakterzüge, in die man sich einst verliebte, nicht plötzlich gering, sondern auch noch nach Dekaden wertzuschätzen. Dem Autor Ueli Oswald ist es gelungen, ganz unterschiedliche Paare in ihren eigenen Worten und im Dialog miteinander über ihr Leben und Lieben nachdenken und erzählen zu lassen. Entstanden sind sechs wunderbare, authentische und berührende Beziehungsgeschichten, die unsere eigene positiv beeinflussen können. Denn wer wünscht sie sich nicht, die ewig währende Liebe? Ueli Oswald, geb. 1952, bildete sich in London und Hamburg zum Fotografen aus und studierte danach in Zürich Ethnologie und Publizistik. Nach einer Dekade als Journalist wirkte er als Verlagsleiter von 'NZZ Folio'. Sein Buchdebüt 'Ausgang' (Edition Epoca), eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit seinem Vater, der sich im hohen Alter für einen selbstbestimmten Tod entschied, war ein viel beachteter Erfolg. 2014 erschien sein zweites Buch, 'Ja, ich will! - Wenn Liebe ewig währt', im Wörterseh Verlag. 'Das Mädchen aus Piräus' schrieb Ueli Oswald dank einer Zufallsbekanntschaft mit einer älteren Dame, die ihm ihr Leben vor die Füße legte und ihm erlaubte, es öffentlich zu machen. Ueli Oswald lebt in Zürich und ist als freier Publizist tätig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 01.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783037635469
    Verlag: Wörterseh Verlag
    Größe: 1297 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Ja, ich will!

Hanni und Werner Tschaggelar
12. Juli 1934
Wenn man vom Bahnhof Worb Dorf die Hauptstrasse hinunter bis zur Bernstrasse spaziert, passiert man einen Friseur, den Coop, ein Café – Geschäfte, wie es sie heutzutage Hunderte gibt in einer Einkaufsstrasse. Wenn man dann auf der Bernstrasse nach links abbiegt, drängen sich auf der rechten Strassenseite Wohnblocks ans Trottoir. Dahinter, ganz unvermittelt, duckt sich ein kleines Haus mit Giebeldach und Garten in den Schatten seiner hochgeschossenen Nachbarn. Hier wohnen Hanni und Werner Tschaggelar, seit sie geheiratet haben. Hier hat Werner, der ehemalige Werkzeugschärfer, in der angebauten Werkstatt Geräte repariert, hat eigenhändig umgebaut und auch das Plumpsklo durch eine Toilette mit Wasserspülung ersetzt. Hier hat Hanni, seine Frau, die drei Töchter grossgezogen. Hier haben sie Wurzeln geschlagen, sind sie zusammen alt geworden, seit sie sich in der Kirche von Biglen das Jawort gegeben haben .
Werner: Wir lernten uns in Rüfenacht beim Tanz kennen.
Hanni: Meine Schwester und ihr Mann waren in der Dorfmusik. Die hatten wieder einmal einen Familienabend, und da sagte meine Schwester: "Komm doch auch an den Familienabend."
Werner: Ich konnte schon etwas tanzen. Als die Musik zu spielen begann, schaute ich mich ein bisschen um und warf ein Auge auf Hanni. Gleichzeitig wollte aber auch ein anderer aus Gümligen mit ihr tanzen. So konnte sie auslesen, ob sie diesen Bauern wollte oder mich.
Hanni: Er kam einfach und forderte mich zum Tanz auf. Ich fand ihn nett.
Werner: Tanzen konnte sie nicht gut, aber das war mir egal.
Hanni: Er war bei der Worber Musik und trug eine schöne Uniform. Er gefiel mir, nur schon weil er...Was spieltest du da, Posaune?
Werner: Sax Sopran, nein, Sax Alt. Manchmal auch Tuba und Posaune. Im Aktivdienst waren wir eine prima Musik mit siebenundzwanzig Mann. Da hatte ich den B-Bass.
Hanni: Ich wusste noch nichts über Werner, gar nichts. Ich fragte einen anderen Musikanten: "Du, was ist das für einer, wie heisst der? Tschaggelar? Den Namen habe ich noch nie gehört." Ich fand auch heraus, wo Werner wohnte. Du hattest von Anfang an einen Töff.
Werner: Ich hatte eine Harley.
Hanni: Das war etwas Besonderes!
Werner: Und im Dienst fuhr ich Harley-Seitenwagen.
Hanni: O ja, er war ein Schnittiger, und schlank. Er gefiel mir schon. Das war neunzehnhundert... ouhh, wann war das? Du hattest gerade einen neuen Töff, damit krachtest du bei uns zu Hause ins Tenn rein. Das muss wohl im Sommer 1933 gewesen sein (lacht) .
Werner: Ich hatte da noch keinen Ausweis und fragte Hanni, ob ich den Töff bei ihnen unterstellen könne. Ich fahre mit der Harley den Weg hoch, drehe nach links ab, der Töff rutscht unten weg, zack, ins Tenntor rein. Aber es machte weder dem Tor noch dem Töff etwas.
Hanni: Ja, das war im Sommer, weil wir danach viel mit dem Töff ausfuhren, aber nur für einen Tag, weil die Eltern natürlich nicht wollten, dass man zusammen übernachtet. Einmal waren wir in Neuenburg, dort konnten wir bei einer Tante übernachten.
Ich arbeitete damals in der Migros, die war noch ganz neu, man durfte noch nicht sagen "Ich arbeite in der Migros", das hatte mit der Politik zu tun./sp

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen