text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Julie oder Die neue Heloise Historischer Roman (Liebesgeschichte von Heloisa und Peter Abaelard) von Rousseau, Jean Jacques (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.10.2015
  • Verlag: e-artnow
eBook (ePUB)
0,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Julie oder Die neue Heloise

Dieses eBook: 'Julie oder Die neue Heloise' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Peter Abaelard war ein umstrittener und streitbarer Philosoph des Mittelalters und bedeutender Vertreter der Frühscholastik. Wie einst Abaelard sich als Hauslehrer Heloisas in diese verliebte, so verliebt sich der junge bürgerliche Hauslehrer Saint-Preux in Julie d'Étanges, ein Mädchen aus adliger Familie in der Schweiz. Er gesteht ihr brieflich seine Liebe, sie schreibt ihm auf eine Weise, dass er merkt: Sie erwidert sie. Mit Hilfe der Cousine Julies kommt es zu mehreren zärtlichen Zusammentreffen. Julie hofft schwanger zu sein und damit die Ehe erzwingen zu können, verliert das Kind aber durch einen Sturz. Der Vater Julies ist empört, als er annehmen muss, dass der nicht standesgemäße Saint-Preux seine Tochter heiraten will. Saint-Preux muss sich von der in Vevey lebenden Julie trennen und geht nach Paris. Die Liebenden setzen ihren Briefwechsel fort, der von der Mutter entdeckt wird. Als die Mutter kurz darauf stirbt, ist Julie so von Reue erfüllt, dass sie in die Ehe mit einem Herrn von Wolmar einwilligt, dem ihr Vater sein Leben verdankt... Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) war ein französischsprachiger Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und Komponist der Aufklärung. Rousseau hatte großen Einfluss auf die politische Theorie des späten 18. sowie des 19. und 20. Jahrhunderts in ganz Europa. Er war ein wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution. Sein Werk ist unlösbarer Bestandteil der französischen und europäischen Literatur- und Geistesgeschichte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 910
    Erscheinungsdatum: 18.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026845157
    Verlag: e-artnow
    Größe: 1390 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Julie oder Die neue Heloise

Die spätere Vorrede.

Inhaltsverzeichnis Nachricht.

In den ersten Ausgaben habe ich der Sammlung der Briefe dieses vorgebliche Gespräch, seiner Form und Länge wegen, nur im Auszuge voranstellen können; ich theile es aber in dieser neuen Ausgabe ganz mit, indem ich hoffe, daß man darin einige nützliche Andeutungen über Schriften dieser Gattung finden wird. Es schien mir übrigens auch nöthig, die Wirkung des Buches abzuwarten, ehe ich mich über das, was schlimm und was gut daran ist, auslassen dürfte, denn ich wollte weder dem Buchhändler Schaden thun, noch die Nachsicht des Publikums erbetteln.

N. Ich bringe Ihnen Ihr Manuscript zurück; ich habe es ganz zu Ende gelesen.

R. Ganz zu Ende? Ich verstehe; Sie glauben, daß Wenige Ihnen das nachthun werden.

N. V el duo, vel nemo. ["Zwei oder Keiner."]

R. Turpe et miserabile ["O schändlich und Jämmerlich. Satyr. I, 3."]. Aber ich wünsche ein bestimmtes Urtheil.

N. Ich wage nicht -.

R. Was wäre noch zu wagen, nachdem dies Wort heraus ist? Also sprechen Sie!

N. Mein Urtheil hängt von der Antwort ab, welche Sie mir jetzt geben werden. Ist dieser Briefwechsel wahr oder erdichtet?

R. Ich sehe nicht ein, was das zur Sache thut. Was nutzt es, um zu entscheiden, ob ein Buch gut oder schlecht sei, daß man wisse, wie es entstanden ist?

N. In diesem Falle nutzt es viel. Ein Porträt hat immer seinen Werth, wenn es gleicht, möge das Original noch so wunderlich sein. Aber in einem erfundenen Gemälde muß jede menschliche Gestalt die allgemeinen menschlichen Züge an sich tragen, sonst taugt das Gemälde nichts. Gesetzt, es sind beide Bilder gut, so ist noch der Unterschied, daß das Porträt für wenige Personen ein Interesse hat; nur das Gemälde kann Allen gefallen.

R. Ich merke, wohin Sie wollen. Wenn diese Briefe Porträts sind, so interessiren sie nicht; sollen sie Gemälde sein, so schildern sie schlecht. Nicht wahr?

N. Das ist es.

R. Sie wollen mich Ihre Antworten weghaschen lassen, ehe Sie sie mir geben. Gut, aber da ich nicht im Stande bin auf Ihre Frage zu antworten, so werden Sie schon davon absehen müssen, um die meinige zu entscheiden. Setzen Sie den schlimmsten Fall: meine Julie -

N. O, wenn sie eine wirkliche Person wäre!

R. Nun?

N. Aber es ist sicher bloße Dichtung.

R. Nehmen Sie es so an.

N. In diesem Falle kenne ich nichts Abgeschmackteres. Diese Briefe sind keine Briefe, dieser Roman ist kein Roman; die handelnden Personen sind Wesen aus jener Welt.

R. Es thut mir leid, um diese Welt.

N. Trösten Sie sich! Es fehlt ihr ganz und gar nicht an Narren; die Ihrigen sind aber unnatürlich.

R, Ich könnte Ihnen .... Nein! ich sehe, wie Ihre Neugier hinten herum kommt. Was berechtigt Sie zu diesem Urtheil? Wissen Sie denn, wie weit die Verschiedenheit der Menschen gehen kann? Wie weit die Charaktere aus einander liegen und wie mannichfaltig sich nach Zeit, Ort, Alter die Sitten gestalten können? Wer darf es wagen, der Natur unwandelbare Grenzen zu setzen und zu sprechen: Bis hierher und nicht weiter?

N. Mit dieser schönen Floskel könnten Sie das Ungeheuerste, Riesen, Pygmäen, kurz, jede Ausgeburt der Einbildungskraft in die Natur hereinschaffen und das Unterste zu oberst kehren; wir würden gar kein allgemeines Vorbild mehr haben. Ich wiederhole, in einem Menschengemälde muß man den Menschen erkennen.

R. Das gebe ich zu, vorausgesetzt, daß man Alles, was dem Wechsel unterworfen ist, von dem, was der Gattung wesentlich angehört, zu unterscheiden wisse. Was würden Sie dazu sagen, wenn Einer den Menschen nur im modernen Leibrock erkennen wollte?

N. Was würden Sie dazu sagen, wenn Einer einen Menschen malen wollte und malte eine Gestalt ohne Gesicht, ohne Körper, ganz und gar in einen weiten Schleier gehüllt? Würden Sie nicht mit Recht fragen, wo denn der Mensch sei?

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen