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Leibarzt am sächsischen Königshaus von Licht, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.09.2013
  • Verlag: EDITION digital
eBook (PDF)
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Leibarzt am sächsischen Königshaus

Im Jahre 1827 wird Carl Gustav Carus, Arzt, Maler und Naturforscher, überraschend zum Leibarzt am sächsischen Königshaus berufen. Vier Jahrzehnte lang liegt die Gesundheit der königlichen Familie in seinen Händen. Ein faszinierender Einblick in die Erlebnisse des "geheymen Medicinalraths" und seinen Dienst bei Hofe unter den Königen Anton, Friedrich August II. und Johann. Das Buch erschien erstmals 1998 im Tauchaer Verlag INHALT: DIE ERNENNUNG MIT FÜNFUNDZWANZIG AKADEMIEPROFESSOR FEIERLICHE EINWEIHUNG DER CHIRURGISCH-MEDIZINISCHEN AKADEMIE ARZT IN "HÖHEREN KREISEN" - PSYCHOLOGISCHE MERKWÜRDIGKEITEN DIE PREISFRAGE WISSENSCHAFT UND KUNST - DER ROSENFARBENE BARON LEIBÄRZTLICHE PFLICHTEN UND ANNEHMLICHKEITEN VORBOTEN DER REVOLUTION VILLA CARA PRINZ FRIEDRICH WIRD KÖNIG - CHARLOTTES HEIRAT ÜBER EINE PILLNITZER VILLEGGIATUR BERLIOZ UND DIE GROSSFÜRSTIN HELENE DIE REVOLUTION IN SACHSEN - ERSTER LEIBARZT PHILALETHES AUF DEM SÄCHSISCHEN KÖNIGSTHRON LETZTE EHRUNGEN Wolfgang Licht wurde 1938 in Leipzig geboren. Nach dem Abitur an der Petri-Schule in Leipzig wurde er an der Universität Leipzig für das Fach Biologie immatrikuliert. Später wählte er das Medizinstudium. Promotion zum Dr.med. Er wurde Facharzt für Allgemeinmedizin, danach arbeitete er als Arzt im Fach Frauenheilkunde. Die Lust an der Poesie, schon als Kind erfahren, war niemals erloschen. Die Frage: Schreiben oder nicht, ließ sich nicht länger unterdrücken. Das war für ihn keine Frage der Logik. Er würde für Unbekanntes einen "ehrlichen" Beruf aufs Spiel setzen. Er hatte von Anfang an "den Menschen" erkunden wollen. Dazu hat ihm die medizinische Wissenschaft auch gedient. Er glaubte dort die Grundlagen unseres Denkens und Fühlens zu entdecken, Zugang zum innersten Kreis des Menschen zu haben. Doch als Arzt durfte er die Scham der anderen und seine eigene nicht durch Neugierde verletzen. So war der Zwang entstanden, Poesie zu machen. Schließlich begann er seinen Debüt-Roman zu schreiben, der bei "Aufbau- Berlin und Weimar" veröffentlicht wurde. Weitere Werke folgten. Dem Schriftstellerverband der DDR trat er, trotz Aufforderung, nicht bei. Nach der Wende wurde er Mitglied im VS. Er wurde Gründungsmitglied des "Kulturwerkes deutscher Schriftsteller in Sachsen", in dessen Vorstand er arbeitet. Bibliografie: Bilanz mit Vierunddreißig oder die Ehe der Claudia M., Aufbau-Verlag, Berlin 1983 (1986 in tschechischer Übersetzung in Prag erschienen) Die Geschichte der Gussmanns, Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 1986 Leibarzt am sächsischen Königshaus, Tauchaer Verlag, Taucha 1998 Die Axt der Amazonen. Eine Penthesilea-Modifikation in Prosa, Haag+Herrchen, Frankfurt am Main 1998 Johannes, Tauchaer Verlag, Taucha 2002 Johannes. Versuch einer Ehe zu dritt, Tauchaer Verlag, Taucha 2004 Lea, Tauchaer Verlag, Taucha 2006 Vera, Tauchaer Verlag, Taucha 2007 Die Zelle: Die Leidenschaften der Familie B, Tauchaer Verlag, Taucha 2009 Außerdem Beiträge in Anthologien

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 67
    Erscheinungsdatum: 08.09.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863947668
    Verlag: EDITION digital
    Größe: 1261 kBytes
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Leibarzt am sächsischen Königshaus

Im November hatte Carus eine Villa mit Garten aus dem Nachlass der Familie Globig in der östlichen Vorstadt Dresdens, Große Borngasse 18, gekauft. Die Villa war reparaturbedürftig. Die Zerstörungen, die sie im Siebenjährigen Kriege erlitten hatte, waren nur notdürftig ausgebessert worden. Doch der innere Baustil, namentlich die Treppenanlage, sagten Carus zu. Der Kauf wurde abgeschlossen, nachdem ihm kundige Freunde, wie die Familie von Einsiedel und der Baron von Lindenau, beraten hatten. Der kommende Winter verging beim Bauen und Einrichten. Im Frühjahr bezog die Familie Carus das erneuerte Haus. Selbstverständlich war die Villa, insbesondere das Treppenhaus und die Salons, mit von Carus gesammelten Kunstwerken reich geschmückt. Eigene Gemälde zierten ebenfalls die Wände. Das Haus gefiel auch den Freunden. Tieck sprach von einem Plane, Carus daraus zu vertreiben, und Carus antwortete mit dem Wallensteinzitat: "Mit Kettenkugeln will ich Sie empfangen". - Doch auch die Sorgen waren mit ins Haus gezogen. Prinz Friedrich, dessen trübe, quälende Gemütsstimmung von körperlichen Leiden bedingt wurde, wollte nicht gesunden. Carus hielt eine gründliche Brunnen- und Badekur in Marienbad für nötig, wohin der Prinz mit Gemahlin und Gefolge Anfang Juni abreiste. Am 6. Juni folgte Carus ihm nach. Carus war überzeugt, dass die psychische Konstellation seines Kranken starken Einfluss auf dessen körperliche Befindlichkeit habe. Der Prinz hatte bereits als Siebenjähriger den Tod seiner Mutter, Karoline Marie Therese von Parma, verwinden müssen. Sein Onkel hatte ihn dann schon in jungen Jahren in die Regierungsgeschäfte eingeweiht, die er nun selbst als Mitregent unter schwierigen Bedingungen ausübte. Seine erste Gemahlin, Erzherzogin Karoline von Österreich, war verstorben. Carus hielt es für möglich, dass den Prinzen zudem dessen Kinderlosigkeit bedrückte, die auch in der zweiten Ehe mit Prinzessin Maria von Bayern anhielt. Carus hatte einen auf lange Sicht berechneten Heilplan aufgestellt. Darin setzte er besonders auf die in Marienbad seit 1822 entwickelten Dampf- und Mineralmoorbäder, die der Prinz auch gern aufsuchte. Dazu verordnete Carus Wasser aus den Kreuz- und Ferdinandsbrunnen, die alkalische, eisenhaltige Glaubersalzsäuerlinge enthielten. Gute Wirkung zeigten auch Spaziergänge in der anmutigen Umgebung des berühmten böhmischen Bades, wobei der Leibarzt seinen Patienten dazu brachte, botanische Studien zu betreiben. Darin unterstützte ihn der dortige landesfürstliche Brunnenarzt Heidler, der später in seiner "Flora Marienbadensis" ein Verzeichnis mit Abbildungen der von dem Thronfolger gesammelten und beschrieben Pflanzen herausgab. Schließlich hatte sich die Gesundheit des Prinzen so weit gefestigt, dass die Rückreise angetreten werden konnte.

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