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Liebelei mit Leitfaden zur Interpretation - von Schnitzler, Arthur (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
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Liebelei

Wien um das Jahr 1900: Jede/r ist auf der verzweifelten Suche nach Liebe, nach Erlösung aus der Einsamkeit, nach dem Sinn des (eigenen) Lebens. Niemand erkennt, dass immer neue Liebesbeziehungen keinen Ausweg bieten. - Dieses Drama aus dem Jahr 1895 widmet sich Schnitzlers Lebensthema: der Verbindung zwischen Mann und Frau.

Arthur Schnitzler (1862-1931); österreichischer Schriftsteller

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783847666059
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 551kBytes
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Liebelei

Erster Akt

Zimmer Fritzens. Elegant und behaglich.

Fritz , Theodor Theodor tritt zuerst ein, er hat den Überzieher auf dem Arm, nimmt den Hut erst nach dem Eintritt ab, hat auch den Stock noch in der Hand.

Fritz spricht draußen Also es war niemand da?

Stimme des Dieners Nein, gnädiger Herr.

Fritz im Hereintreten Den Wagen könnten wir eigentlich wegschicken?

Theodor Natürlich. Ich dachte, du hättest es schon getan.

Fritz wieder hinausgehend, in der Tür Schicken Sie den Wagen fort. Ja... Sie können übrigens jetzt auch weggehen, ich brauche Sie heute nicht mehr. Er kommt herein. Zu Theodor Was legst du denn nicht ab?

Theodor ist neben dem Schreibtisch Da sind ein paar Briefe. Er wirft Überzieher und Hut auf einen Sessel, behält den Spazierstock in der Hand.

Fritz geht hastig zum Schreibtisch Ah!...

Theodor Na, na!... Du erschrickst ja förmlich.

Fritz Von Papa... Erbricht den anderen von Lensky...

Theodor Lass dich nicht stören.

Fritz durchfliegt die Briefe.

Theodor Was schreibt denn der Papa?

Fritz Nichts Besonderes... Zu Pfingsten soll ich auf acht Tage aufs Gut.

Theodor Wäre sehr vernünftig. Ich möchte dich auf ein halbes Jahr hinschicken.

Fritz der vor dem Schreibtisch steht, wendet sich nach ihm um.

Theodor Gewiss! - Reiten, kutschieren, frische Luft, Sennerinnen -

Fritz Du, Sennhütten gibt's auf Kukuruzfeldern keine!

Theodor Naja also, du weißt schon, was ich meine...

Fritz Willst du mit mir hinkommen?

Theodor Kann ja nicht!

Fritz Warum denn?

Theodor Mensch, ich hab' ja Rigorosum zu machen! Wenn ich mit dir hinginge, wär' es nur, um dich dort zu halten.

Fritz Geh, mach dir um mich keine Sorgen!

Theodor Du brauchst nämlich - das ist meine Überzeugung - nichts anderes als frische Luft! - Ich hab's heute gesehen. Da draußen, wo der echte grüne Frühling ist, bist du wieder ein sehr lieber und angenehmer Mensch gewesen.

Fritz Danke.

Theodor Und jetzt - jetzt knickst du natürlich zusammen. Wir sind dem gefährlichen Dunstkreis wieder zu nah.

Fritz macht eine ärgerliche Bewegung.

Theodor Du weißt nämlich gar nicht, wie fidel du da draußen gewesen bist - du warst geradezu bei Verstand - es war wie in den guten alten Tagen... - Auch neulich, wie wir mit den zwei herzigen Mäderln zusammen waren, bist du ja sehr nett gewesen, aber jetzt - ist es natürlich wieder aus, und du findest es dringend notwendig Mit ironischem Pathos - an jenes Weib zu denken.

Fritz steht auf, ärgerlich.

Theodor Du kennst mich nicht, mein Lieber. Ich habe nicht die Absicht, das länger zu dulden.

Fritz Herrgott, bist du energisch!...

Theodor Ich verlang' ja nicht von dir, dass du Wie oben jenes Weib vergißt... ich möchte nur, Herzlich mein lieber Fritz, dass dir diese unglückselige Geschichte, in der man ja immer fü

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