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Mein verficktes Jahr Wie ich mit 40 den Sex noch mal neu entdeckte von Rausch, Mona (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.03.2014
  • Verlag: mvg Verlag
eBook (ePUB)
11,99 €
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Mein verficktes Jahr

Nach 15 Jahren Ehe wünscht sich Monas Mann eine offene Beziehung. Mona ist schockiert. Schließlich ist sie 40 und ihr letzter One-Night-Stand ist Ewigkeiten her. Um Abstand vom abenteuerlustigen Gatten zu gewinnen, kündigt sie ihren Job und zieht in eine andere Stadt. Mit der neuen Freiheit stellen sich auch bei ihr längst verloren geglaubte Triebe ein, und sie stürzt sich in die Sexdating-Szene. Sie erfährt, dass Sex auch in Gruppen Spaß macht, findet sich im Swingerclub und auf einer SM-Party wieder. Doch nach einem in jeder Beziehung verfickten Jahr stellt sich Katerstimmung ein und Mona merkt, dass auch der beste Sex das Herz nicht befriedigen kann. Offen und ehrlich berichtet Mona Rausch von der aufregendsten Zeit ihres Lebens und inspiriert Frauen wie Männer dazu, sich auszuleben, bevor es zu spät ist.

MONA RAUSCH ist das Pseudonym einer attraktiven Blondine Anfang 40. Sie war Weltenbummlerin, Sprachenlehrerin, Schmuckberaterin, Dogsitterin, Sekretärin, Kellnerin, Werbetexterin, Produktmanagerin. Heute schreibt sie für die Werbung und Presse und zu ihrem Vergnügen. Sie lebt in Köln.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 07.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864156557
    Verlag: mvg Verlag
    Größe: 473 kBytes
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Mein verficktes Jahr

Erste Gehversuche als Triebtätige

W ie ich auf der Homepage eines Pornokinos landete, kann ich im Nachhinein nicht mehr genau sagen. Pornokinos, wie man sie so kennt, sind eine Art Tagesstätte für Männer, die sich im Rhythmus der oral, vaginal und anal trainierten Darsteller auf der Leinwand einsam einen abschütteln. Den spermatriefenden Sesseln nähert man sich allenfalls mit Plastikunterlage, und in allen Räumlichkeiten gilt die unausgesprochene Regel "Don't touch anything but yourself".

Als Studentin hatte ich mich einmal in ein sogenanntes Blue Movie gewagt, ein Kino, in dem die eindeutigen Szenen als Endlosschleife vorgeführt wurden. In gepflegter Runde – mit meiner besten Freundin, ihrem und meinem Freund – saßen wir auf den durchgewichsten Sesseln und vermiesten dem Restpublikum den voyeuristischen Genuss mit lautem Gekicher, Kommentaren und vielen Bähs und Ähs, bevor wir wieder Zuflucht in unseren Kuschelbeziehungen suchten. Damals war Pornografie noch etwas Ekliges, das die Lust eher schmälerte als den Appetit weckte. Und Internet war zu der Zeit noch gar nicht erfunden. Erst in den letzten Jahren sind ja Kanäle entstanden, die uns die Welt der Pornografie näherbringen und auf diese Weise jedem, der es wissen will, vor Augen führen, was der Mensch im Bett (und an so ziemlich jedem anderen denkbaren Ort) sexuell zu leisten vermag. Theoretisch zumindest.

Das gepflegte Pornokino von heute hatte, damit einhergehend, einen elementaren Evolutionsschub durchlaufen. Es war offenkundig eine Stätte der Toleranz und Freizügigkeit, vergleichbar mit einem Swingerclub. So positionierte sich zumindest die "Lustoase", das Etablissement, auf dessen Homepage ich gelandet war. Die "Lustoase" war allem Anschein nach ein Ort der Begegnung von Wichsern und Spannern, von Pärchen und allein cruisenden Herren. Frauen konnten sich hier in aller Öffentlichkeit präsentieren und beim Sex eine gewisse Bühnenerfahrung sammeln. Es gab zudem einen Shop, in dem man alles Mögliche erstehen konnte, was zum klassischen Lustgewinn benötigt wurde. In den angrenzenden Kinos konnte man Filme ansehen und anschließend in abgeschlossenen Räumen in aller Öffentlichkeit angestaute Lust sofort abbauen. Hierfür gab es einen eigens geschaffenen, vom üblichen Kinogeschehen abgeschiedenen Bereich.

Einen Pornofilm anschauen, Sex haben und sich dabei noch beobachten lassen – das waren ja gleich drei aufregende Dinge auf einmal. Ein erotisches Überraschungsei quasi, mit Spiel, Spannung und (weißer!) Schokolade. Diese Möglichkeit der lustvollen, frivolen Unterhaltung entfachte meine schmutzige Fantasie enorm. Gierig klickte ich weiter durch die Seiten und fand eine Art Gästebuch, in dem Gäste und solche, die es werden wollten, Nachrichten hinterlassen konnten.

"Bin heute Abend im Kino. Welche geile Sie oder geiles Paar hat Lust?", lautete der hoffnungsvolle Appell von Stefan_geil.

Dieter48 war da weniger wählerisch, er bot seine Dienste wie folgt an: "Habe am Donnerstag vor, ins Kino zu gehen, hat jemand Lust, mich da zu treffen?

Bin so gegen 17 Uhr da, lecke gerne oder blase auch Schw... oder kommt vielleicht mal eine Frau dahin, die Lust hat, mal geleckt zu werden."

Anscheinend ist im Pornokino von heute nicht nur Zuschauen, sondern auch Anfassen stärkstens erwünscht. Der Kinobesucher ist also dankbares Publikum und Mitspieler gleichzeitig. Auch homosexuelle Orientierung wird hier toleriert, so entnahm ich zumindest weiteren Beiträgen.

"Möchte meinen Schwanz ins Glory Hole stecken. Wer bläst? Adonis."

"Komme morgen zum Wichsen ins Kino, wer mag zuschauen?"

E

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