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Messalina - Die Femme fatale der Antike (Historisher Roman) Die skandalumwitterte Gemahlin des römischen Kaisers Claudius - 'die den von ihr begehrten Männern Verderben bringt' von Schirokauer, Alfred (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.03.2015
  • Verlag: e-artnow
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Messalina - Die Femme fatale der Antike (Historisher Roman)

Dieses eBook: 'Messalina - Die Femme fatale der Antike (Historisher Roman)' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Alfred Schirokauer (1880-1934) war ein deutscher Schriftsteller, Drehbuchautor und Filmregisseur. Er verfasste Romanbiografien über Ferdinand Lassalle, Lord Byron, Napoleon und Lucretia Borgia sowie historische und Gegenwartsromane. Aus dem Buch: 'Gajus Cäsar Caligula war zur Zeit die Seele der Löwin. Jener Caligula, den man als Knaben im Soldatenwamse, die Kinderfüße bekleidet mit dem derben Schuhwerke des Söldners, der Menge zur Schau gestellt hatte, ihm schon frühzeitig Volkstümlichkeit zu werben. Caligula erniedrigte das königliche Raubtier Rom zu einer Bestie mit blutbeflecktem Felle. September mit wolkenlos blauem Himmelsdome - der Monat, in dem Rom die schwülsten Nächte und die schwelendsten Tage erduldet. Unerbittlich sengende Glut, grelles und heißes Hell. Fast körperlich greifbar wie ein unter riesiger Glaskuppel eingesperrter Vampyr - lastete die aussaugende Luft über den Dächern der Cäsarenstadt...'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 638
    Erscheinungsdatum: 15.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026832973
    Verlag: e-artnow
    Größe: 997 kBytes
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Messalina - Die Femme fatale der Antike (Historisher Roman)

2

Inhaltsverzeichnis

Wagenrennen und kleinere Zirkusspiele waren beendet. Bis dahin hatte sich auf dem Sande der Arena nichts ereignet, was die verwöhnte Schaulust der Römer noch nicht gesehen hätte. Durch die Reihen der Sitze, die dem einfachen Volke dienten, lief ein vorsichtig leises Murren.

"Bietet Caligula uns nach diesen großen Verheißungen nicht mehr, als was er bis zur Stunde bot, so wollen wir lieber im Schatten des Sonnensegels ein Schläfchen halten," sagte der Gerber Fufidius. Er sprach laut genug, auch von anderen verstanden zu werden.

"Schweig' doch, Unseliger," warnte ihn sein Freund Verres und versetzte dem gelangweilt Gähnenden einen heftigen Rippenstoß. "Willst du für deine unvorsichtigen Redensarten zu einem neuen blutigen Spiele auf dem Sande da unten dienen?"

"Ich bin ein fröhlicher Mensch und tauge nicht zu solch traurigen Possen," lehnte Fufidius lustig die Warnung ab. "Sieh doch hinüber nach dem Podium, Freund Verres. Sitzt nicht der Cäsar unter dem Baldachin seiner Tribüne, als langweile er sich noch viel mehr als wir?"

"Vielleicht sinnt er auf neue Teufeleien," raunte Verres nach einem Blick auf den in den Zirkus vorspringenden Raum. Das Podium mit der kaiserlichen Tribüne lag erhöht und war mit einer Brustwehr umgeben, zum Schutz gegen allzu grimmige Sprünge der gereizten Raubkatzen - der Löwen und Tiger.

"Nun, wenn seine Teufeleien spannende Spiele bringen und anderen gelten, sollen sie willkommen sein," versetzte der vorlaute Gerber. "Aber sieh doch, Verres, was dort drüben geschieht! Wahrhaftig, das sieht nach etwas Neuem aus. Also harren wir in Geduld!"

Er reckte und dehnte sich. Dann kramte er einen Beutel hervor, den er bisher zu Füßen seines Sitzplatzes aufbewahrt hatte. Große, gelbe Zitronen holte er aus dem Sacke. Zwei Früchte zerteilte er mit einem Scherben und gab die eine dem Gefährten. Laut schmatzend sog er den ätzenden, bittersauern, aber köstlich erfrischenden Saft.

Verres nahm dankbar die durstlöschende Frucht. Sich dieser Labung armer Zirkusbesucher genießerisch hingebend, beobachtete er, wie in der Arena, der kaiserlichen Tribüne gegenüber, Zimmerleute ein wunderliches Gerüst aufbauten.

Sie schleppten auch Rollen, Seile und schwere Steine herbei. Diese Steine sollten offenbar als Gegengewichte dienen für eine bewegliche Plattform. Denn kaum waren die vorbereiteten Holzteile des Gerüstes von einigen Hundert eiligen Händen zum Bau gefügt, als die Zimmerer Versuche anstellten mit einem auf-und niederschwebenden Mittelstück der Maschine.

"Das sieht vielversprechend aus," urteilte Fufidius mit kritischer Vorfreude. Er schabte behaglich mit den Zähnen das Fruchtfleisch seiner Zitrone aus, wobei er rücksichtslos die Kerne auf die Köpfe der tiefer Sitzenden spuckte. "Und dort," - der schwatzhafte Gerber zeigte mit der Schale hinaus in die Arena - "dort scheint noch etwas ganz Besonderes zu kommen. Aber was bedeutet das? Will man einem der Fechter oder einem Wagenlenker ein Denkmal setzen?"

Wirklich schleppten etwa hundert Zirkushandwerker eine ungeheure Säule herbei. Zwar sah man, daß sie nur ein hohler Zylinder aus Holz war. Doch hatte man durch Bemalung der Außenseite den Eindruck erweckt, der wohl dreißig Manneshöhen lange Säulenschaft sei aus ligurischem Marmor gemeißelt. Das Kapitäl war reich vergoldet. Das Postament in der Höhe bot kaum zum Stehen für einen Menschen oder eine lebensgroße Statue Platz.

Schnell war die gigantische Säule aufgerichtet. Nur wenige Minuten nachdem die Handwerker das riesige Gebäu herbeigeschafft hatten, ragte in der gleißenden Sonne der schwindelnd hohe Pfeiler in die Luft. Dann grenzte man den Platz noch durch hohe Barrieren ein. Sie reichten bis zu den Raubtierkäfigen, doch so, daß die Maschinerie und die Säule außerhalb der Einhegung blieben. Ohne Gefährdung durch die Bestien konnten die Zirkusarbeiter an die beiden Bau

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