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Provinzhölle Raus aus der Pampa - rein ins Leben von Pfützner, Caro (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.05.2016
  • Verlag: TWENTYSIX
eBook (ePUB)
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Provinzhölle

Caros Alltag ist geprägt von wenigen kleinen Hochs und vielen Tiefs. Gefangen in einer Ehe, die mehr und mehr zur Qual wird, immer größer werdenden Geldproblemen und einem Körper, der schon ihr ganzes Leben eine große Last ist, hat sie sich mit vielem schlichtweg abgefunden. Glücklich ist sie schon lange nicht mehr. Erst als das Leiden unerträglich wird, stellt sie sich ihren Wünschen und findet endlich die Kraft, sich Stück für Stück von allem Belastenden zu befreien. Es ist ein mühsamer Kampf, immer wieder fallen hart erarbeitete Pläne in sich zusammen, wieder und wieder werden ihr Steine in den Weg gelegt. Doch dank ihres großen Willens und der Kraft, immer wieder aufzustehen, schafft sie sich letztlich das, was sie glücklich macht: ein lebenswertes Leben mit einem tollen Mann an ihrer Seite, zwei wundervollen Kindern und 40 kg weniger auf den Hüften.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 23.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740736415
    Verlag: TWENTYSIX
    Größe: 409 kBytes
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Provinzhölle

Der harte Weg zur rettenden Festanstellung

Nachdem ich inzwischen eineinhalb Jahre ausschließlich freiberuflich arbeitete, schien mein Traumjob zum Greifen nahe. Der Festanstellung vorgeschaltet war ein Werkvertrag, was bedeutete, dass ich zusätzlich zu den Seminaren, die ich gab und für die ich jeweils einen Honorarvertrag hatte, koordinierende Aufgaben bekam, die schriftlich festgehalten wurden. Basis für das Ganze war weiterhin die Selbstständigkeit. Im Juli, nachdem der Zuschlag bezüglich der für meinen Arbeitsbereich notwendigen Dritt-Mittel da war, sollte der Vertrag für die Festanstellung ab September unterschrieben werden. Ich wollte also bis zum Herbst finanziell irgendwie durchhalten und dann endlich meinen Traumjob antreten.

Wie das Leben so spielt, läuft einiges etwas anders als geplant. Die Nachricht schwanger zu sein hatte vieles durcheinander gebracht - nicht zuletzt meine berufliche und finanzielle Situation.

Ich fing an, mir Gedanken zu machen und mehr und mehr zu recherchieren. Je mehr Infos ich sammelte, umso mehr Sorgen machte ich mir:

Elterngeld gab es auch für Selbstständige - erstmal gut und schön.
Das Mutterschaftsgeld, das man während des gesetzlichen Mutterschutzes von der Krankenkasse und dem Arbeitgeber erhält, fällt bei Selbstständigen in der privaten Krankenkasse weg.
Im Gegensatz zu anderen Kassen gab es bei meiner Krankenkasse keine reduzierten Tarife für Menschen in Elternzeit - würde heißen: weiterhin 350EUR Krankenkassen-Beitrag im Monat plus hohe Arztrechnungen, die man erstens vorschießen musste und zweitens durch die Selbstbeteiligung nur teilweise erstattet bekam.
Der errechnete Geburtstermin war Mitte Januar 2014. Mein Mutterschutz sollte also Anfang Dezember beginnen. Mir wurde klar: würde ich weiter voll selbstständig arbeiten, hätte ich ab Dezember wochenlang keinerlei Einnahmen, dafür aber hohe Ausgaben.

Ich war psychisch am Ende und weinte in den ersten Monaten der Schwangerschaft unglaublich viel - denn dies alles kam zusätzlich hinzu zu der Tatsache, dass ich es gar nicht realisieren konnte, schwanger zu sein. Ich sah mein Kind und mich ab Dezember schon unter irgendeiner Brücke leben. Tom und ich waren erst wenige Monate zusammen - ich war mir überhaupt nicht sicher, ob er überhaupt bei mir bleiben würde.

Bei der Arbeit durfte niemand etwas von der Schwangerschaft mitbekommen - ich durfte meine Anstellung ja nicht gefährden. Daher konnte ich in meinem direkten Umfeld mit niemandem darüber reden und musste all das erst mal mit mir selbst ausmachen. Mein Freund war keine große Hilfe - auch er hatte die Schwangerschaft noch nicht wirklich realisiert. Von Selbstständigkeit und ihren Folgen hatte er keine Ahnung und realisierte kaum, wie ernst die Lage werden könnte.

Da die in Aussicht gestellte Anstellung für mich nicht nur irgendeine Stelle war, sondern mein absoluter Traumjob, auf den ich schon länger hingearbeitet hatte, wollte ich mich trotz des Dilemmas nicht woanders bewerben. Stattdessen hoffte ich, dass man mir die Schwangerschaft bis zur Vertragsunterzeichnung nicht ansah. Die Tatsache, dass ich ab Anfang Juli nicht mehr auf dem Gelände des Wunscharbeitgebers lebte, entspannte die Gesamtsituation schon etwas. Und tatsächlich kam es mir auch endlich mal zugute, dass ich so füllig war. Bis Ende Juli hatte ich gerade mal 3kg (plus 10kg kurz vor der Schwangerschaft) zugenommen und keiner sah mir den Zwerg im Bauch an.

Als ich am letzten Tag meines Werksvertrages und vor der Sommerpause das Büro verließ, war längst klar, dass sich eine Festanstellung wegen Verzögerungen bei der Zusage der Drittmittel nach hinten verschieben würde. Mir wurde gesagt, ich solle mit einem Vertrag ab Oktober mit Unterzeichnung Ende September rechnen. Das bedeutete - noch zwei Monate länger zittern und bangen. Und hoffen, dass niemand den wachsenden Nachwuchs entdecken würde. In

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