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Rote Erde - weißes Gras - Zweimal zurück - 3 Mein Nomadenleben in zwei Welten von Natiwi, Luisa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.03.2016
  • Verlag: Kadera-Verlag
eBook (ePUB)
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Rote Erde - weißes Gras - Zweimal zurück - 3

BAND 3 - Zweimal zurück Nach der Kindheit als Hirtenmädchen, bringt ein Hyänenbiss die Wende in Natiwis Leben. Missionare, die ihr Leben retten, sorgen auch für schulische Bildung. Sie wird die erste Lehrerin ihres Nomadenstammes im Nordosten Ugandas (Band 1: Eine Karamojong!). Sie erkrankt an Bronchitis - oder ist es Rindertuberkulose? Das macht sie zur gemiedenen Person. Ein deutscher Journalist empiehlt ihr eine kostenlose Therapie in Deutschland. Im Dezember landet sie in Frankfurt (Band 2: Lernen Leben Lieben) in der Welt der Weißen - und so ist die verschneite Landschaft "Weißes Gras". Nach der Genesung raten ihr neue Freunde zum Bleiben, um so dem Diktator Idi Amin zu entgehen. Sie erlebt den wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands aus der Perspektive einer Afro-Nomadin. In ihrer "naiven" Sicht werden Unterschiede deutlich. Ein junger Assistenzarzt aus Uganda wird ihr Ehemann. Von einer Reise nach Uganda kehrt er mit seiner Mutter, die mit der Brautwahl ihres Sohnes nicht einverstanden ist, zurück - und er hat eine Tochter bei sich, von der er nie zuvor etwas sagte. Von einer späteren Reise nach Uganda kehrt er nicht zurück. - (Band 3 - Zweimal zurück) Allein mit drei Kindern weiß Luisa Natiwi keinen anderen Rat. Sie reist ihrem Mann hinterher, nachdem sie erfuhr, dass er ein Militärkrankenhaus in Kampala leitet. Doch sie ist nicht willkommen - weil sie eine Karamojong ist, jenem Volk, das nicht im grünen Süden lebt und wegen ihrer einfachen Lebensverhältnisse verachtet wird. Im Untergrund entwickelt sich ein Bürgerkrieg, den Luisa in ihrer gespaltenen Familie erlebt. Ein Attentat auf ihren Mann wird ihr angelastet. Ihre erfolgreich gestartete Selbständigkeit scheitert an den Verhältnissen im chaotischen Land. Eine deutsche Freundin, die selbst das Glück in Afrika fand, hilft ihr bei der Flucht zurück nach Deutschland. In der Gesamtheit des biografischen Romans - der ebenso im Genre Sachbuch seinen Platz hat - wird Ostafrika und Deutschland im Zeitraum der 50er bis in die 80er Jahre erfasst. Das Leben ist ein Kampf, in dem der Fortschritt zu oft an der Brutalität scheitert, mit der jeder für sich den Sieg will. Heute lebt Luisa Natiwi in Hamburg, ihre Kinder haben interessante Berufe - und sie selbst lässt keine Chance vergehen, mit der von ihr gegründeten Hilfsorganisation "Zebracrossing e.V." ein Schulprojekt in Karamoja Schritt für Schritt weiter auszubauen. LUISA NATIWI kam 1952 in einem Nomadenstamm im Nordosten Ugandas zur Welt. Sie hütete Vieh, sammelte Beeren - bis ihr eine Hyäne ein Bein zerbiss. Missionare pflegten sie gesund, brachten ihr Lesen und Schreiben bei. Sie absolvierte ein Studium und wurde erste Lehrerin ihres Stammes. Ugandas Diktator Idi Amin begehrte sie zur Frau. Sie wollte es nicht. Ihr bewegtes Leben brachte sie nach Deutschland. Dort eroberte ein Arzt aus Uganda ihr Herz. Ihn zog es zurück nach Uganda. Dort aber wuchs in der Großfamilie mit dem aufkeimenden Bürgerkrieg die Aversion gegen die Frau aus dem Nomadenvolk. Luisa floh mit ihren drei Kindern zurück nach Deutschland. - Luisa Natiwi lebt heute in Hamburg und begeistert insbesondere an Schulen und in Kitas die Kinder und auch ältere Schüler mit ihren Aktionen und Vorträgen über das Nomadenleben. Ihr weiteres Engagement gilt der Jugend in Uganda, wo sie eine Lebenslernschule unterstützt - www.zebracrossing.info

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 110
    Erscheinungsdatum: 16.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944459066
    Verlag: Kadera-Verlag
    Größe: 2874kBytes
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Rote Erde - weißes Gras - Zweimal zurück - 3

"Ich bin froh, dass wir wieder in Kampala sind", freute sich Moses und sprang aus dem Jeep. "Niemals will ich in Karamoja leben. Wir fahren doch nie wieder dorthin?""Es wird alles besser", sagte ich. "Irgendwann werden sich alle Menschen in Uganda vertragen und Karamoja wird seine Schätze für sein Volk freigeben. Was kann denn das Land dafür, wenn wir seine Kostbarkeiten noch nicht entdeckt haben.""Klingt ja alles sehr geheimnisvoll", sagte Beatrice. "Nun wollen wir mal sehen, was wir im Kühlschrank entdecken." Es war spät und nicht nur sie hatte Hunger. Sie waren fast mit dem Essen fertig, als es an der Tür rumorte. Moses sprang auf. "Das wird Marianne mit ihrem Gepäck sein. Ich helfe ihr." Es war nicht Marianne. In der Tür stand wankend ein schlaksig-dürrer junger Mann, der unkontrolliert mit einem Gewehr durch die Luft fuchtelte. Als er Moses gewahrte, fluchte er, stieß ihn und rammte ihm den Gewehrkolben so heftig in den Bauch, dass Moses vom Schmerz gekrümmt zu Boden ging. "Georg!", rief ich, als ich Sams Neffen erkannte. "Was tust du? Du bist ja betrunken!" Ohne das Gewehr zu beachten, beugte ich mich zu Moses hinunter, um ihm zu helfen. Torkelnd richtete Georg den Gewehrlauf auf mich. "Mach mir was zu essen!", grölte er. "Los! Sofort! Du hast mir zu gehorchen!" Beatrice und Alexander waren von ihren Stühlen aufgesprungen und schrieen vor Schreck und Angst laut auf. "Seid still!", fuhr Georg mich an. "In die Ecke mit euch!" Und zu Moses, der langsam wieder auf die Beine kam: "Du auch. In die Ecke!""Georg, sei vernünftig. Du bist betrunken!", versuchte ich ihn zu beschwichtigen. "Gib mir das Gewehr. Hast du Hunger? Ich mache dir etwas zu essen." Georg schwankte weiter hin und her, das Gewehr im Anschlag, den Finger am Abzug. "Es ist mein Gewehr!", lallte er trotzig. "Ich kann dich damit erschießen und kein Hund wird um dich heulen. Man wird mich dafür loben - eine Karamojong weniger!" Und zum Zeichen, wie ernst er es meinte, schoss er vor meinen Füßen in die Bretter des Fußbodens. Der Schuss und die Angstrufe der Kinder übertönten das Motorgeräusch des Autos, das auf den Hof gefahren war. Dann stand Marianne schreckensbleich in der Tür hinter Georg. Sie brauchte nur einen kurzen Augenblick, um die Situation zu erfassen. Dann entfuhr ihr ein schriller Schrei, aus dem sie Kraft und Mut schöpfte. Sie stürzte sich auf Georg, ergriff das Gewehr mit beiden Händen - und während sie herumwirbelte und selbst das Gleichgewicht verlor, krachte ein weiterer Schuss aus dem Lauf. Georg sackte zusammen, als habe man ihm die Beine weggerissen. Mit einem Mal war es totenstill; wie erstarrt schauten wir auf ihn. Erst der aus der Zimmerdecke rieselnde Mörtel verriet, wohin der Schuss gegangen war. Georg hatte die Wucht des Gewehrkolbens niedergestreckt; wehleidig stöhnend hielt er seinen Kopf. Marianne und ich packten den Neffen an Beinen und Armen und legten ihn am Rand des Hofes unter den Büschen ab. Mit einem Eimer Wasser frischten wir seine Sinne auf. Das Gewehr lehnten wir schräg an die Wand und traten kraftvoll mit den Füßen dagegen, bis der Kolben herausbrach und der Lauf gekrümmt war. Am Morgen war Georg verschwunden. Er ließ sich auch an den nächsten Tagen nicht blicken.

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