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SCHILLER - Lebensgeschichte in 6 Bänden Eine romanhafte Biografie von Scherr, Johannes (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.02.2016
  • Verlag: e-artnow
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SCHILLER - Lebensgeschichte in 6 Bänden

Dieses eBook: 'SCHILLER - Lebensgeschichte in 6 Bänden' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Friedrich von Schiller (1759-1805), 1802 geadelt, war ein deutscher Dichter, Philosoph und Historiker. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker, Lyriker und Essayisten. Viele seiner Theaterstücke gehören zum Standardrepertoire der deutschsprachigen Theater. Seine Balladen zählen zu den bekanntesten deutschen Gedichten. Inhalt: Vom leidenschaftlichen Rieger und vom listigen Montmartin Die Zähmerin des fürstlichen Wilden Ein Stück Justiz von ehemals Der Großschulmeister Militärakademie und Ecole des Demoiselles Reu' und Leid Eine weiße Krähe Der Philosoph von Hohenheim Der Leser macht die Bekanntschaft eines Herkules, eines Dalmaten und eines Virginiers Eine väterliche Schrulle La Turbinella Komische Epiphanie eines angehenden Tragikers Die 'Räuber' Ein flatterndes Gürtelband Autor erspart seinen zarten Leserinnen eine unangenehme Überraschung Die 'Höhle' auf dem kleinen Graben Ein Dichterporträt Der Furierschütz Kronenbitter Die Geschichte von der ausgeronnenen Flasche Dichterstolz Vorbereitungen zu einem lukullischen Mahl Shakespeare und kein Ende Vom Kaiser Josef und vom Wolfgang Goethe Der Verschwörer von Genua La Turbinella abermals Die 'Entzückung an Laura' und ein Strahl kalten Wassers Zwei Reminiszenzen aus der Militärakademie Die Lauraoden Ein Frauenideal Ein Bekenntnis Amerikanische Liebe Der Sammetdoktor und seine Novelle Die 'Bande' in der Geniesherberge 'Unser großer Fritz.' Ein nationalschwäbisches Mahl Kulturgeschichtliche Fragmente aus den Denkwürdigkeiten des Sammetdoktors 'Die Turbinella ist entführt!' Die verlorene Wette 'Und Poesie auch ist's, wenn man zu zweit durch eine blühnde Frühlingslandschaft reit't.' Von der alten Reichsstadt Gmünd Eine Gewissensfrage Begegnung mit einem Sauerbrunnentrinker Ein Paßwort ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 610
    Erscheinungsdatum: 09.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026850403
    Verlag: e-artnow
    Größe: 1039 kBytes
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SCHILLER - Lebensgeschichte in 6 Bänden

Vorspiel

Inhaltsverzeichnis I
Inhaltsverzeichnis
Gesetzt, ein Fremder wäre in unseren Tagen nach Stuttgart gekommen, in der Absicht, von da aus durch Naturschönheit oder historische Erinnerungen hervorragende Orte des württembergischen Landes zu besuchen, so würde ihm auf seine erkundigenden Fragen unter anderen Antworten sicherlich auch die zuteil werden: "Ludwigsburg müssen Sie jedenfalls sehen". - Ludwigsburg ist nämlich das Versailles der guten Stuttgarter. Es knüpfen sich, freilich in viel bescheidenerem Maßstab, nicht weniger bunte, pompöse und tragische Denkwürdigkeiten daran als an den berühmten Sitz der bourbonischen Monarchen. Falls unser Fremder an den rechten Mann geraten, würde ihm in der Geschichte der jetzt ungefähr anderthalb Jahrhunderte alten Stadt Ludwigsburg ein bedeutsames Stück württembergischer Geschichte aufgerollt werden, ein Stück Geschichte voll Glanz und Jammer. Der Zuhörer müßte alles historischen Sinnes bar sein, wenn er nicht lebhaft wünschen würde, die Stätten in Augenschein zu nehmen, welche für die wechselnden Szenen der Regierungszeit der Herzoge Eberhard Ludwig, Karl Alexander und Karl Eugen, sowie König Friedrichs I. die Schauplätze abgegeben haben.

Unser Reisender besitzt aber historischen Sinn. Er geht daher eines Morgens nach dem zwischen der Schloßstraße und der Kronenstraße gelegenen Stuttgarter Bahnhof und fährt mit dem ersten nach Norden gehenden Zug aus dem Talkessel der schwäbischen Residenz hinaus. Das Dampfroß keucht zuerst langsam den Schienenweg hinan, linksab von der "Galgensteige", auf deren Höhe der eiserne Galgen stand, an welchem der berüchtigte Finanzkünstler Josef Süß Oppenheimer seine glänzende Laufbahn schmählich beschloß, am 4. Februar 1738. Der Bahnzug durchbraust den "Pragtunnel", läßt Feuerbach links, berührt Zuffenhausen und Kornwestheim, gewährt dem Reisenden zeitweilig den Anblick des zur Linken über eine bewaldete Bergwand hochhereinragenden Lustschlosses Solitude und hält bald darauf beim Stationshaus der Stadt Ludwigsburg. Sie liegt drei Wegstunden nördlich von Stuttgart, auf einer Hochebene, deren Abhang vom linken Ufer des Neckars begrenzt wird. Zu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts stand da nur ein einsamer Hof, dem Kloster Bebenhausen gehörend. Diesem nahm der Herzog Eberhard Ludwig das Gut widerrechtlich und machte daraus eine Stadt, deren Ursprung demnach die lange Reihe von Willkürakten eröffnete, welche in ihren Mauern vorgehen sollten. Des Herzogs Maitresse, Christine Wilhelmine von Grävenitz, eine Mecklenburgerin, deren Name zu den schlimmsten Erinnerungen der Geschichte Altwürttembergs gehört, wollte da residieren. In Stuttgart fühlte sie sich durch die Anwesenheit der unglücklichen, aber standhaft ihr Recht und ihre Würde wahrenden Gemahlin des Herzogs beengt. Den Hochmut der Kebsin gelüstete es, schrankenlos allen Pomp einer souveränen Herrin ihres betörten Liebhabers zu entfalten, und der Fürst beeilte sich, wie in allem so auch hierin ihrem Willen nachzuleben. Erst entstand auf dem dürren Plateau mit ungeheurem Aufwand ein Palast, dann, mit noch vermehrtem, eine Stadt - nicht die einzige, die zu jener Zeit in deutschen Landen aus ähnlichen Motiven erbaut worden ist.

Ludwigsburg ist jetzt nur noch eine Ruine, obgleich seine Häuser von Zeit zu Zeit neu angestrichen werden. Wenn der Reisende, welchen wir von Stuttgart her begleiteten, die Stadt durchwandert, wird er unschwer bemerken, daß dieselbe durchweg den Stempel ihres Ursprungs trägt. Es waren hier in keiner Weise die naturgemäßen Bedingungen städtischer Existenz gegeben. Ludwigsburg ist nicht geworden und gewachsen, sondern durch ein fürstliches Machtwort aus dem Nichts hervorgezwungen worden, zu einem künstlichen Dasein. Das Geschöpf einer Fürstenlaune, hat dieser Ort in Zeiten, wo der württembergische Hof zu wiederholten Malen darauf Anspruch machte, der glänzendste Deutschlands zu sein, seine schönen

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