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Schmikalings Reise Mikas Weg in den Himmel und darüber hinaus. von Wullenkord, Ricarda (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.08.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
5,49 €
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Schmikalings Reise

Mika war ein normaler kleiner Junge von 4 Monaten. Doch von einem Tag auf den anderen fiel diese normale kleine Welt in Scherben, denn er wurde schwer krank. Seine Eltern brachten ihn ins Krankenhaus und nach kurzer Zeit der Unklarheit kam seine niederschmetternde Diagnose: Mika hatte Krebs. Er litt an einem extrem seltenen und extrem bösartigen Hirntumor - einem atypischen teratoiden Rhabdoidtumor. Mika ist 3 Wochen nach der Diagnose Krebs im Alter von nur 5 Monaten und 27 Tagen umgeben von seiner Familie und in den Armen seiner Mutter gestorben. Dieses Buch erzählt seine Geschichte. Von seiner Geburt, seinem Leben, seinem harten und tapferen Kampf, und seinem Sterben. Und es erzählt die Geschichte seiner Eltern, von ihrem Kampf, der mit seinem Tod erst richtig begann. Dem Kampf gegen die Trauer und die Hilflosigkeit. Dem Kampf mit dem Alltag. Aber das Buch erzählt auch eine andere, eine wunderbare Geschichte. Die Geschichte davon, wie das Leben mit dem Tod nicht vorbei ist. Wie Mika weiterlebt und seinen Eltern Zeichen schickt. Wie er sagt: Ich bin bei euch, auch wenn ihr mich nicht mehr sehen könnt. Und ich werde auf euch warten.

Ricarda Wullenkord wurde 1987 in Castrop Rauxel geboren. Noch während ihrer Schullaufbahn lernte sie ihren Mann kennen, mit dem sie 2015 ihren ersten Sohn bekam, welcher an Krebs erkrankte und nur 5 Monate alt wurde. Dieses Erlebnis inspirierte sie dazu, Autorin zu werden und andere Eltern in der gleichen Situation zu begleiten. Momentan wohnt sie in Porta Westfalica und promoviert in Psychologie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 09.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741267666
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 6264kBytes
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Schmikalings Reise

Verarbeitung

Eine Freundin, die auch Psychologin ist, hat immer gesagt, dass sie, wenn sie es erklären musste, als Beispiel für den Begriff Trauma immer das Bild von Eltern nutzte, die ihr Kind verlieren. Es ist eines der schlimmsten, vielleicht das schlimmste Trauma, das man erleben kann. Wie verarbeitet man den Tod des eigenen Kindes? Wie soll man überleben? Wie verarbeitet man es, das eigene Kind beim Sterben begleitet zu haben? Der Tod ist eine Grenzerfahrung. Immer. Aber das gilt ganz besonders, wenn es ein Kind ist, das den letzten Weg gehen muss. Wir sind nicht dafür gemacht, das zu verstehen. Wie soll man es also aushalten und wie soll man weitermachen? Ich habe keine wirkliche Antwort darauf. Ich glaube es gibt auch keine. Wir müssen unseren Weg selbst finden, jede und jeder für sich. Trauer ist unglaublich individuell und was für den Einen gut ist, kann für den Anderen sehr falsch sein. Ich habe immer und immer wieder mit der Verarbeitung gekämpft und ich denke ich werde für immer damit kämpfen. Ich habe meine Gedanken dazu aufgeschrieben, Gedanken an unser Kind und Gedanken an das Leben 'danach'. All die Schritte auf dem Weg mit der Trauer und durch die Trauer hindurch. Das ist meine Verarbeitung und ich wünsche mir, sie kann jemandem eine Hilfe sein.
Erbe

Was ist das Erbe eines Kindes? Was hinterlässt so ein kleiner Mensch an Dingen, wenn das Leben so schrecklich kurz war? Du hattest keine Zeit, um weltlichen Besitz anzusammeln, kleiner Schmetterling. Du hattest keine Zeit, um viele Menschen kennenzulernen, Freundschaften zu schließen und zu "leben". Materiell hinterlässt du nichts als deine Kleider und ein paar Spielzeuge, ein Bett, einen Autositz und einige Kleinigkeiten. Zwei, vielleicht drei Kartons voll. Aber dein Erbe ist größer, so viel größer als das. Du hast mir viel hinterlassen. Du hast mir Geduld geschenkt. Die Geduld, sagen zu können: Das ist jetzt gerade so. Warten wir ab, es wird anders werden. Du hast mir Mitgefühl geschenkt, noch viel mehr als zuvor. Du hast meine Fähigkeit verstärkt für und mit anderen zu lachen und zu weinen und an ihren Leben teilzuhaben, mit meinem ganzen Herzen. Du hast mir Offenheit geschenkt und Mut, die Möglichkeit, der Welt zu sagen: Das bin ich, mit all meinen Fehlern und Macken. Du hast mir Verständnis dafür geschenkt, dass Menschen manchmal so sind wie sie sind und dass jeder seine Geschichte im Gepäck hat und sich deshalb so verhält, wie er sich verhält. All diese Dinge habe ich im Kleinen schon vorher besessen, aber sie haben sich zigfach verstärkt durch dich. Du hast mir noch mehr als zuvor Bewusstheit für den Moment geschenkt und für den Wert, den die schöne Zeit mit unseren Liebsten hat. Man muss den Augenblick genießen, wenn er da ist. Und du hast diese Dinge nicht nur uns, sondern durch deinen Kampf auch Anderen hinterlassen. Und du hast uns Menschen geschenkt, die durch dich und deine Geschichte für uns da sind. Ich schrieb über die Gemeinschaft, und mit ihr kommt etwas ganz wichtiges: Du hast mir den Wunsch geschenkt, etwas davon zurückzugeben. Du hast mir den Willen geschenkt, für andere Menschen da zu sein, wenn sie traurig sind, egal, ob ich durch Familien- oder Freundschaftsbande mit ihnen verknüpft bin oder nicht. Ich weiß, wie es ist, wenn "Fremde" da sind und einen stützen und ich weiß, wie wichtig es ist, wenn jemand sagt: Ich nehme Anteil. Ich bin mit dir traurig. Ich bin für dich da, egal, woher wir uns kennen. Wenn jemand einfach eine liebe Nachricht hinterlässt, weil er berührt ist. Ich wünsche mir, dass dieses Erbe wie ein Schneeball ist, der eine Lawine auslöst, oder wie der Flügelschlag eines Schmetterlings, der zu einem Tornado anwachsen kann. Ich wünsche mir, dass aus deiner Geschichte Gutes entsteht. Es hat schon begonnen. Und ich wünsche mir, dass es größer wird, wächst und gedeiht, bis das Licht, das dadurch entsteht, heller ist als die Sonne. Du hast ein riesiges Erbe hinterlassen

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