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Streifzüge durch Celebes (Spannender Abenteuerbericht) von Emmerich, Ferdinand (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.06.2015
  • Verlag: e-artnow
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Streifzüge durch Celebes (Spannender Abenteuerbericht)

Dieses eBook: 'Streifzüge durch Celebes (Spannender Abenteuerbericht)' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Aus dem Buch: 'Seit zwei Stunden, war ich obdachlos. Meine Universitätsstudien hatten vor wenigen Tagen ihren glücklichen Abschluß gefunden, und nun lenkte ich meine Schritte wieder hinaus in das schaffende Leben. Vor der deutschen Bierhalle erwartete ich die Abfahrt des Trajektschiffes, das die Inselbewohner über die Meerenge nach Reggio di Calabria bringt. Dort verschlingt sie der martervolle Eisenbahnzug, um ihnen in achtundzwanzigstündiger Reise die Herrlichkeiten des Golfes von Neapel zugängig zu machen. Mit geheimem Schauder dachte ich an die Tantalusqualen, die meiner in den sonnedurchglühten, engen Waggons harrten. Da tönte lautes, fröhliches Lachen durch die Stille. Aus einer Seitenstraße bogen vier kräftige Männer auf die Marina und warfen sich ächzend in die Sessel vor der Bierhalle.' Ferdinand Emmerich (1858-1930) war ein deutscher Forscher, Abenteuerer und Reiseschriftsteller. Er verfasste überwiegend Jugendromane im Stil von Expeditions- und Abenteuerberichten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 154
    Erscheinungsdatum: 15.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026839118
    Verlag: e-artnow
    Größe: 593 kBytes
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Streifzüge durch Celebes (Spannender Abenteuerbericht)

Drittes Kapitel.

Inhaltsverzeichnis
Die Barke "Dewata", Kapitän Tenbrink, verließ gegen Mitte September den Hafen von Singapore. Als Ladung war Reis angegeben. Bestimmungshafen Taliabu - eine der Sula-Inseln in der Molukkensee. Die Besatzung bestand aus den erwähnten fünf Matrosen, dem Kapitän und mir als Passagier. Die Geschäfte eines Steuermannes besorgte der Chinese. Die Küche betrieb der Malaie im Nebenberufe. Das Fahrzeug war als Dschunke getakelt, führte große Mattensegel und entsprach auch in seinem Bau den chinesischen Dschunken, von der Mannschaft konnten sich nur der Chinese und der Dajak mit dem Kapitän direkt verständigen. Die anderen mußten einen dieser beiden als Dolmetscher benutzen, wenn sie mit ihrem Schiffsführer etwas zu reden hatten. Der Papua verstand etwas englisch; der Alfure ein wenig malaiisch. Man kann sich vorstellen, wie sich das Leben untereinander in einem derartigen Babel abspielen mußte.

Der Hafenkapitän in Singapore wollte mir anfangs nicht erlauben, mit der Barke unter Segel zu gehen. Es gäbe Dampfer, die mich in die Nähe der Inseln brächten. Da ich aber später doch noch auf diese Barken angewiesen sein würde, blieb es sich schließlich gleich, ob ich jetzt oder später mitfuhr. Billiger stellte sich diese Art des Reifens jedenfalls. Das antwortete ich dem Manne. Ein deutscher Kaufmann in Singapore vermutete in dem Holländer einen Seeräuber. An die Reisladung glaubte er nicht. Kurz, man sparte nicht mit Warnungen und guten Ratschlägen. -

Man hatte mir mittschiffs in einem Decksaufbau eine Kammer' angewiesen, deren Eingang mit einer sehr solide gearbeiteten Türe verschlossen werden konnte. Es war dies der einzige derartige Raum. Alle anderen Unterkunftsgelegenheiten waren nur durch Mattenvorhänge gegen neugierige Blicke gesichert. Anfangs schien mir diese Kammer so recht für meine Zwecke geeignet. Gar bald merkte ich jedoch, daß eine geheime Absicht mit der Zuweisung dieses Raumes an mich verbunden sein mußte. Und das kam so. Zwei Tage nach unserer Abreise, gegen Abend, sichteten wir einen Dampfer, der unfern Kurs zu schneiden beabsichtigte. Mit meinem Fernglas erkannte ich ihn als einen holländischen Küstenschutzdampfer, den ich von früher her noch in Erinnerung hatte. Unser Kapitän nahm anfangs keine Notiz von dem Schiffe, wußte er doch, daß der andere ausweichen mußte. Erst als drüben ein Flaggensignal hoch ging, das unsere Dschunke aufforderte, beizudrehen, kam Leben unter die Mannschaft. Es entstand ein wütendes Geschimpfe unter den Leuten. Die Luken wurden geöffnet und unter Deck entstand ein Rumoren, über dessen Ursprung ich mir nicht klar wurde. Die Aufforderung zum Beidrehen ließ der Holländer unbeachtet. Er setzte ruhig seinen Kurs fort und warf mir nur ein paar wütende Blicke zu, als ich ihn auf das Flaggensignal aufmerksam machte.

Der Dampfer kam näher. Bald rauschte er längsseit. Ich war gerade in meine Kammer getreten, um den Beamten, falls sie an Bord kämen, eine Karte nach Deutschland mitzugeben, die sie im nächsten Hafen der Post überantworten sollten. Da schlug plötzlich die Türe meiner Kabine mit einem lauten Krach ins Schloß. Finsternis umgab mich. Ein Fenster besaß der Raum nicht, wie ich erst jetzt bemerkte. Visher hatte ein handbreiter Spalt an dem obersten Teile der Außenwand Luft und Licht vermittelt. Dieser Spalt war nicht mehr sichtbar. Als ich mich umwandte, um die Türe wieder zu öffnen, gab sie meinem Drucke nicht nach. In demselben Augenblick vernahm ich eine Stimme von außen, die nach dem Woher und Wohin fragte. Die Antwort unseres Kapitäns lautete:

"Von Singapore nach Labuan, Ladung Reis und Mehl für Rechnung der englischen Regierung. Heimatshafen Labuan."

Damit gab sich der Küstendampfer zufrieden. Englische Regierungsladung auf englischem Schiffe nach englischem Hafen ging ihn nichts an.

Ich aber war nicht wenig erstaunt über diese Antwort. Die verschiedenen Warnungen g

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