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Vater und Sohn - Der ewige Konflikt: Carsten Curator + Hans und Heinz Kirch + Der Herr Etatsrat + Renate (Gesammelte Werke) Zusammenstoß der Generationen von Storm, Theodor (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.03.2015
  • Verlag: e-artnow
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Vater und Sohn - Der ewige Konflikt: Carsten Curator + Hans und Heinz Kirch + Der Herr Etatsrat + Renate (Gesammelte Werke)

Dieses eBook: 'Vater und Sohn - Der ewige Konflikt: Carsten Curator + Hans und Heinz Kirch + Der Herr Etatsrat + Renate (Gesammelte Werke)' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Theodor Storm (1817-1888) war ein deutscher Schriftsteller, der als Lyriker und als Autor von Novellen und Prosa des deutschen Realismus mit norddeutscher Prägung bedeutend war. Inhalt: Carsten Curator: In einem friesischen Hafenstädtchen lebt in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein kleinbürgerlicher, aus bescheidenen Verhältnissen stammender Mann namens Carsten Carstens mit seiner Schwester im von den Eltern ererbten Haus in besserer Wohnlage. Carstens hatte sich autodidaktisch etwas Bildung erworben und wurde deshalb aufgrund seines lauteren und ehrenhaften Charakters von seinen Mitbürgern oft um eine Art Vermögensverwaltung gebeten. Hans und Heinz Kirch: Der Seemann Hans Adam Kirch aus Heiligenhafen, ein Mann aus einfachen Verhältnissen, arbeitet sich zum Schiffseigner und Kaufmann hoch. Seine Frau bekommt einen Sohn, Heinz, und eine Tochter, Lina. Hans erhofft sich für den Sohn die besten Bildungs- und Aufstiegschancen und träumt davon, ihn eines Tages als Erbe des Unternehmens und Senator der Stadt zu sehen. Als Heinz, sechsjährig, auf dem Schiff des Vaters in eine gefährliche Situation gerät, wird ein Schiffsjunge, der ihn hat beaufsichtigen sollen, von Hans grausam bestraft. Der Herr Etatsrat: Im Zentrum der Handlung steht das tragische Schicksal der Familie Sternow, die aus deren autoritären Oberhaupt, der Titelfigur, sowie den Kindern Archimedes und Sophie, 'Phia' besteht... Renate: Renate ist eine 1878 erschienene Novelle von Theodor Storm. Im Mittelpunkt des Werkes stehen der Pfarrerssohn Josias und Renate, welche von einem reichen Bauern aus Schwabstedt abstammt. Die beiden verlieben sich ineinander, doch Aberglaube und Irrwahn führen dazu, dass sich das Paar zusehends fremder wird.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 284
    Erscheinungsdatum: 23.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026833307
    Verlag: e-artnow
    Größe: 645 kBytes
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Vater und Sohn - Der ewige Konflikt: Carsten Curator + Hans und Heinz Kirch + Der Herr Etatsrat + Renate (Gesammelte Werke)

"Weil ich keinen wollte. Was sind das für Fragen, Heinrich!"

"Ich weiß wohl, was ich frage, Anna; heirate mich, dann bist du aus aller Verlegenheit."

Sie sah ihn zornig an. "Das sind keine schönen Späße!"

"Und warum sollen es denn Späße sein?" erwiderte er und suchte ihre Hand zu fassen.

Sie richtete sich fast zu gleicher Höhe vor ihm auf. "Nimmer, Heinrich, nimmer." Und als sie diese Worte, heftig mit dem Kopf schüttelnd, ausgestoßen hatte, machte sie sich los und ging ins Haus zurück; aber sie war blutrot dabei geworden bis in ihr blondes Stirnhaar hinauf.

Die Geschäfte, von denen Heinrich sich goldene Berge versprochen hatte, mußten doch einen andern Erfolg gehabt haben. Kaum einen Monat nach seiner Abreise kamen Briefe aus Hamburg, von ihm selbst und auch von Dritten, deren Inhalt Carsten den Frauen zu verbergen wußte, der ihn aber veranlaßte, sich bei seinem Gönner, dem sowohl im bürgerlichen als im peinlichen Recht wohlerfahrenen alten Bürgermeister, eine vertrauliche Besprechung zu erbitten. Und schon am nächsten Abend im Ratsweinkeller raunte Herr Jaspers bei seinem Spitzglas Roten seinem Nachbar, dem Stadtwaagemeister, zu: der alte Carstens - der Narr mit seinem liederlichen Jungen -, es sei aus guter Quelle, daß er vormittags mehrere seiner besten Hypothekenverschreibungen mit einer hübschen Draufgabe gegen Bares umgesetzt habe. Der Stadtwaagemeister wußte schon noch mehr: das Geld, eine große Summe, war bereits am Nachmittage nach Hamburg auf die Post gegeben. Man kam überein, es müsse dort etwas geschehen sein, das rasche und unabweisbare Hilfe erfordert habe. "Hilfe!" wiederholte Herr Jaspers, mit den dünnen Lippen behaglich den Rest seines Roten schlürfend; "Hans Christian wollte auch der Ratze helfen und füllte kochend Wasser in die Kesselfalle!"

Jedenfalls, wenn eine Gefahr vorhanden gewesen war, so schien sie für diesmal abgewendet; selbst Herr Jaspers konnte nichts Weiteres erkundschaften, und was an Gesprächen darüber in der kleinen Stadt gesummt hatte, verstummte allmählich. Nur an Carsten zeigte sich von dieser Zeit an eine auffallende Veränderung; seine noch immer hohe Gestalt schien plötzlich zusammengesunken, die ruhige Sicherheit seines Wesens war wie ausgelöscht; während er das eine Mal ersichtlich den Blicken der Menschen auszuweichen suchte, schien er ein andermal in ihnen fast ängstlich eine Zustimmung zu suchen, die er sonst nur in sich selbst gefunden hatte. Über mancherlei unbedeutende Dinge konnte er in jähem Schreck zusammenfahren; so, wenn unerwartet an seine Stubentür geklopft wurde, oder wenn der Postbote abends zu ihm eintrat, ohne daß er ihn vom Fenster aus vorher gesehen hatte. Man hätte glauben können, der alte Carsten habe sich noch in seinen hohen Jahren ein böses Gewissen zugelegt.

Die Frauen sahen das; sie hatten auch wohl ihre eignen Gedanken, im übrigen aber trug Carsten seine Last allein; nur sprach er mitunter sein Bedauern aus, daß er statt aller andern Dinge nicht lieber seine ganze Kraft auf die Vergrößerung des ererbten Geschäftes gelegt habe, so daß Heinrich es jetzt übernehmen und in ihrer aller Nähe leben könnte. - Es stand nicht zum besten in dem Hause an der Twiete; denn auch Tante Brigitte, deren sorgende Augen stets an ihrem Bruder hingen, kränkelte; nur aus Annas Augen leuchtete immer wieder die unbesiegbare Heiterkeit der Jugend.

Es war an einem heißen Septembernachmittag, als die Glocke an der Haustür läutete und gleich darauf Tante Brigitte aus der Küche, wo sie mit Anna beschäftigt war, auf den Flur hinaustrat. "In Christi Namen!" rief sie, "da kommt der Stadtunheilsträger, wie der Herr Bürgermeister ihn nennt! Was will der von uns?"

"Fort mit Schaden!" sagte Anna und klopfte mit dem Messer, das sie in der Hand hielt, unter den Tisch. "Nicht wahr, Tante, das hilft?"

Mittlerweile stand der Berufene schon vor der offenen Küchentür. "Ei, schönsten guten Tag miteinander!" ri

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