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Zwei tote Menschen Ein autobiografischer Roman von Storm, Melvin Earl (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Zwei tote Menschen

Die Geschichte folgt recht getreu den tatsächlichen Begebenheiten, wenn auch mit einer gewissen dichterischen Freiheit. Es werden Themen behandelt, die zur Zeit sehr aktuell sind und allgemein diskutiert werden, wie etwa die Thematik 'sexueller Missbrauch', Pädophilie und Sexualität ganz allgemein. Das bewegte Leben eines Nachkriegsschicksals wird beschrieben, Internatsleben, religiöser Orden, Studium, Psychoanalyse, philosophische Überlegungen im Hinblick auf Lebensbewältigung, Willensfreiheit, Angst vor dem Tod, kirchlich-katholische Religiosität und die Abwendung von letzterer, historische Zusammenhänge, die Arbeit eines Psychotherapeuten und dessen Begegnung mit einem Strafgericht im Rentenalter sowie eine damit zusammenhängende Kritik am 'Rechtsstaat' und der Justiz, verbunden mit historischen und rechtsphilosophischen Aspekten. Es geht um 'Resilienz', um 'Schwarze Schwäne', um 'Antifragilität', um narzisstische Wut, um Traumdeutung sowie um Pädagogik und beiläufig um den Feminismus. Vor allem die Ereignisse und die Entwicklung im Zusammenhang mit einer Anzeige und einem Strafverfahren wegen 'schwerem sexuellem Missbrauch' erzeugen im Verlauf des Geschehens durchgehend eine hohe Spannung, da sich trotz einer zunächst fast aussichtslosen Lage, einer Verurteilung zu einer mehrjährigen Haftstrafe in 1. Instanz ohne Bewährung und einer drohenden Existenzvernichtung, verbunden mit einer ernsten depressiven Erkrankung, letztlich doch noch alles zum Guten wendet und der Protagonist die erlebte Grenzerfahrung zu seinem Vorteil und zu seiner Weiterentwicklung zu nutzen weiß.

Der Autor ist Psychoanalytiker und Psychotherapeut, inzwischen im Rentenalter. Er war lange 'Freudianer', hat sich aber zwischenzeitlich 'bekehrt' zum 'Jungianer', wobei man aber sagen muss, dass er schon immer wenig 'orthodox' gewesen ist und stets ein eigenständiges Denken und Handeln bevorzugte. Sein Interesse galt nicht nur der Psychologie, sondern auch der Philosophie, der Geschichte, der Ethologie und der Religionswissenschaft.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 360
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783847613558
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 891 kBytes
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Zwei tote Menschen

1. Kapitel: Der Anfang

Wie fange ich an, oder wo fange ich an? Der erste Satz eines Buches ist ja immer besonders wichtig, irgendwie programmatisch, in medias res führend möglicherweise, ähnlich wie der Titel, der eher an die letzten Dinge, an das Ende rührt. Mir kommt dann in den Sinn, wie alles angefangen hat. Keine Angst: bei Adam und Eva will ich nicht ansetzen oder gar beim Urknall, der wahrscheinlich auch nicht unbedingt der absolute Beginn war, aber ich denke an die Anfänge des Lebens. Bereits vor der Geburt ist ja bei Marvin ganz Wichtiges, Entscheidendes passiert. Bei ihm ging es da schon mal um Leben und Tod! Wenn Zwillinge unterwegs sind und keiner etwas davon ahnt, dann ist eine Fehlgeburt für alle Beteiligten eher erleichternd, wenn kein Kind erwünscht war und völlig ungelegen kam. Es war ja sogar vom Vater des Kindes der Wunsch nach Abtreibung geäußert worden, aber das war dann nicht mehr nötig. Er machte sich sowieso aus dem Staube, heim in die USA, wo Frau und Kinder auf ihn warteten und seine weitere berufliche Karriere als Jurist. Die junge Deutsche, auch noch eine Vertriebene, war für ihn nur eine schöne Abwechslung während der Besatzungszeit. Immerhin hinterließ er ihr eine Stange Zigaretten, für alle Fälle. Was da genau im Mutterleib passierte, bleibt im Dunkeln, aber es könnte dramatisch gewesen sein! Konnte nur einer überleben? Ging es darum, wer der Stärkere war und sich letztlich durchsetzte, getreu nach Darwin? Auf jeden Fall kam einer durch, ob erwünscht oder nicht, gelegen oder ungelegen, und musste sich nun von Anfang an mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit er überhaupt ein Recht dazu besaß, in der Welt zu sein, als Zumutung für alle Beteiligten sozusagen. Er entpuppte sich dann aber als ein recht hübsches Kind und entwickelte auch einigen Charme, so dass sich doch etliche Anverwandte fanden, die sich seiner annahmen, insbesondere die Stiefgroßmutter, die keine eigenen Kinder und Enkelkinder hatte. Dass man dem Jungen irgendwann den Spitznamen "Biber" gab, hatte wohl damit zu tun, dass er schon frühzeitig einen ordentlichen Schwanz vorzuweisen hatte, der an ebendieses Tier erinnerte. Man denke zudem an das "Bibergeil"! Sehr wahrscheinlich beschäftigte er sich auch schon damals des Öfteren mit "dem Ding an sich", wobei hier noch keine philosophisch-erkenntnistheoretischen Überlegungen gemeint sind! Entsprechend zeigte er auch ein reges Interesse an Doktorspielen und Ähnlichem und an der damit verbundenen Erforschung von nackten Tatsachen. Kinder in der Nachbarschaft gab es zur Genüge, und so kam es auch irgendwann zu einer Art Tanzparty, bei der alle im Ringelreihen und freudig erregt, ohne etwas anzuhaben, im Kreis herumsprangen. Die Freude wurde dann allerdings jäh unterbrochen, als eine Tante unerwartet den Raum betrat. Sie zeigte sich bestürzt, ging aber gleich wieder raus, wie um zu zeigen, dass es so schlimm ja nicht sei und sie nicht stören wollte beim lustvollen Spiel. Erst kürzlich entdeckte ich ein Bild von Lucas Cranach dem Älteren mit dem Titel "Das Goldene Zeitalter", um 1530 entstanden, auf dem eine ähnliche Szene zu sehen ist, allerdings mit erwachsenen Teilnehmern. Es handelt sich um eine mythologische Thematik, denn schon bei den alten Griechen und in anderen Kulturen hatte man angenommen, dass es in der Menschheitsgeschichte eine solche paradiesische Zeit gegeben habe, die irgendwann zu Ende ging, bei den Griechen mit der Verbannung des Kronos ins Elysion, auf die "Insel der Seligen". Symbolisch bedeutet sie das in jedem Leben erfahrene "verlorene Paradies", das in unserem Fall tatsächlich in ähnlicher Weise dargestellt wurde wie beim mittelalterlichen Meister. Natürlich ist ebenfalls an eine dionysische Inszenierung zu denken, und bezüglich der "Circumambulatio" könnte es sich in Anlehnung an C. G. Jung sogar um die symbolische Konzentration auf die Mitte der Persönlichkeit handeln. Der Kreis bildet einen magischen Schutzraum, d

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