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MaiMarktMord Ein Mannheimer Rhein-Neckar Krimi von Krämer, Manfred H. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.10.2013
  • Verlag: Verlag Waldkirch
eBook (ePUB)
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MaiMarktMord

Bizarre Leichenfunde auf dem Mannheimer Maimarkt halten den leitenden Ermittler Hans-Peter Bluhm und seine Kollegen von der Maimarktwache auf Trab und die ganze Kurpfalz in Atem. Solo und Tarzan sind diesmal als Aussteller mit dabei auf Deutschlands größter Verbrauchermesse und werden vom Stand weg von einem weltberühmten Heidelberger Anatomen für Ermittlungen gebucht. Der Mann mit dem schwarzen Hut hat ein wahrhaft eiskaltes Problem! Endlich wieder mit von der Partie: die mittlerweile hochverdient in Pension gegangene Erste Kriminalhauptkommissarin Elke Lukassow samt ihrem inzwischen arg speckig gewordenen Lodenmantel. Erleben Sie die erfolgreichste Krimi-Reihe der Region in einer neuen Dimension: Hochspannung, schräge Protagonisten und rabenschwarzer Humor, vereint in einem turbulenten Plot und serviert im unverwechselbaren Stil des regionalen Bestsellerautors Manfred H. Krämer.

Manfred H. Krämer, 1956 geboren, lebt mit seiner Familie in Lampertheim, einer Kleinstadt in Süddeutschland. Nach Abschluss seiner Lehre als Bauzeichner tat er das, was er schon als Achtjähriger tun wollte: Er wurde LKW-Fahrer. Anfangs im internationalen Fernverkehr in ganz Europa unterwegs, fährt er seit der Geburt seiner Tochter nur noch Tagestouren. Nebenjobs als Rheumadeckenverkäufer, Tankstellenkassierer, Zeitungsausträger und Vermögensberater füllten seine Tage aus. Ein Zwischenspiel als Schichtleiter bei einer Spedition währte nicht lange. Eine dreimonatige Zeit als Roulettespieler folgte, die zur Vorlage für den späteren Krimi 'Die Raben vom Mathaisemarkt' wurde. Seit nunmehr 22 Jahren fährt Krämer für eine Mannheimer Spedition. Seine Erfolge als Autor machten die Nebenjobs überflüssig, zumal sein Arbeitgeber Krämers Schreibleidenschaft unterstützt. Im Dezember 2004 erschien ein Krimi von der Bergstraße 'Tod im Saukopftunnel'. Der Krimi um Menschenschmuggler und eine brutale Mordserie wurde 2006 bereits zum fünftenmal aufgelegt. Auch der 2005 erschienene Regionalkrimi 'Der Kardinal von Auerbach', um einen Chirurgen mit dunkler Vergangenheit und eine schöne Archäologin, fand zahlreiche begeisterte Leser. Mit 'Die Raben vom Mathaisemarkt' (in Schrießheim), die einen auf grausige Weise zur Schau gestellten toten Bürgermeisterkandidaten umschwirren, schrieb Krämer 2006 einen neuen beeindruckenden Regionalkrimi der an der Bergstraße spielt. Im Dezember 2007 erschien 'Tod im Saukopftunnel' als Hörbuch, gesprochen vom Autor selbst, der mit seiner wandelbaren Stimme und seiner expressiven Art zu lesen, stets für ausverkaufte Lesungen sorgt. Mit dem Kurzkrimi 'TotenHochzeit' lieferte Krämer 2007 ein höllisches Dinner-for-two als Beitrag zur Krimi-Anthologie 'Mannheimer Morde'. Diese Geschichte las Krämer im April 2008 in Wien anlässlich der dort stattfindenden Criminale mit großem Erfolg. 2008 erwarb der zur Random House Gruppe gehörende Heyne-Verlag die Taschenbuchrechte für die gesamte Bergstraßentrilogie. Ende 2008 erschien 'Tod im Saukopftunnel' mit neuem Cover bundesweit, ihm folgte im November 2009 'Der Kardinal von Auerbach'. 2011 werden 'Die Raben vom Mathaisemarkt' folgen. 'ONCA Der weiße Jaguar' ist Krämers bisher umfangreichstes Buch. Der Roman um das Schicksal einer bemerkenswerten Frau verbindet klassische Thrillerelemente mit großen Gefühlen ohne jemals sentimental oder gar kitschig zu wirken. Ein faszinierendes Abenteuer mit Niveau. Die Mannheimer Privatbrauerei Eichbaum nahm Krämer im Oktober 2010 unter Vertrag und veröffentlichte das Hörbuch 'Heiße Luft und kaltes Bier', in dem ebenfalls Solo & Tarzan die Hauptrollen spielen. Das Hörbuch wurde in einer Auflage von 30.000 Stück gebrannt und liegt als VKF-Aktion den Bierkästen bei. 'Spargelmord', ein spannender Krimi rund um den Spargel in der Metropolregion Rhein Neckar spielt zentral in Lampertheim sowie von Mannheim bis Heidelberg, erschienen im Verlag Waldkirch. Die 'Die Skorpionin', ein heißer Odenwald Thriller ist das erste

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 15.10.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864765087
    Verlag: Verlag Waldkirch
    Serie: Solo und Tarzan Bd.6
    Größe: 2082 kBytes
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MaiMarktMord

Mannheim, 25. März 2013

"Zehntausend. Sie haben richtig verstanden. Zehntausend Euro in nicht fortlaufend nummerierten, gebrauchten Scheinen." Roggenfell kostete die Situation voll aus. Dabei hatte der ungepflegt wirkende Mann mit dem fettigen Haarkranz noch nicht einmal eine Waffe auf die alte Kassiererin der Neckarauer Volksbankfiliale gerichtet. Trotzdem strahlte er eine Sicherheit aus wie ein unzufriedener Ölscheich, der die Bude aufkaufte, in der er schlecht behandelt worden war, um den Chef zu feuern.

Die Frau schaute ihn misstrauisch an, seine Kundenkarte in der Hand.

"Jetzt zieh die schon in deinen Scheißcomputer rein, Mutti, dann wird dir das blöde Glotzen schon vergehen!" Das war eindeutig zu laut gewesen. Die beiden Kunden, die im Vorraum am Geldautomaten und am Kontoauszugsdrucker standen, reckten die Hälse, und auch der Jungbanker im hinteren Teil der kleinen Filiale blickte hinter seinem Computerterminal hervor. Roggenfell war bekannt in dieser Bank. Ein guter Kunde. Einer, der regelmäßig sein Konto überzog, bis Wasser kam, der sein Häuschen hier finanziert hatte und dem die Schufa höchstens noch einen Ratenkredit für einen elektrischen Wasserkocher genehmigte. Rockefeller nannten sie ihn, wenn keine Kunden zuhörten. Der Mann hatte ein geregeltes Einkommen. Er war Lkw-Fahrer bei einem namhaften Transportunternehmen in Mannheim. Die Frau war vor vier Monaten davongelaufen. Er strampelte sich ab. Immer kurz vor dem Bankrott, wie so viele. Einträglicher Kunde. Massenmarkt hieß das in der Bank. Leute wie Roggenfell bildeten die Muttererde des Kapitalismus.

"Weißt du was? Mach fünfzehn draus. Mir ist noch was eingefallen. Fünfzehn, verstanden? Capito? Comprende?" Derweil huschten die Finger der Kassiererin wieselflink über die Tastatur. Die Augen hinter der altmodischen Brille hatten ihre Verblüffung längst professionell unterdrückt. Die Summe, die sich auf dem Konto befand, war gewaltig. Jedenfalls für jemanden wie Roggenfell. Überwiesen von einer Firma mit Sitz in Cambridge. Schön für den dämlichen Proleten, dachte sie und schenkte ihm ihr verbindlichstes Lächeln:

"Fünfzehntausend, gern. Möchten Sie eine besondere Stückelung, Herr Roggenfell?"

"Hunderter, sonst sieht's ja nach nix aus, und so ein schwules Ledermäppchen hätte ich gerne dafür, falls es Ihnen nichts ausmacht." Wie die glotzte! Roggenfell hätte am liebsten laut losgelacht, als die arrogante alte Kuh seinen Kontostand auf dem Schirm hatte. Der bescheuerte Typ mit dem affigen Mantel und der Woody-Allen-Brille hatte Wort gehalten. Was für ein Spaß!

Vor der Bank blieb Roggenfell einen Augenblick stehen und sah sich um. Der triste Bahnhof mit den schreiend bunten Reklametafeln eines türkischen Supermarktes, die hastenden Menschen auf den Gehsteigen, der Obdachlose, der die Mülleimer checkte, die Bäckerei, in der er vor der Arbeit immer noch einen Kaffee trank. Diesmal nicht. Diesmal ging er nicht zur Arbeit. Er hatte frei. Benz kaufen, Urlaub buchen, den langen Ledermantel besorgen, den er sich schon so lange wünschte. Wie geil war das denn? Er ging die paar Schritte zu seinem geparkten Auto. Fast mitleidig betrachtete er den alten Opel. Fünfhundert würde der noch bringen, oder? Vielleicht sechshundertfünfzig, wenn er ihn noch durch die Waschanlage jagte ...

"Dreihundert, und damit tu ich Ihnen noch einen Gefallen, Herr Roggenfell." Der Mann im C&A-Anzug grinste ihn an, als hätte er dreitausend gesagt. "Und das auch nur, weil Sie Barzahler sind. Den Wagen kann ich nur nach Osteuropa schaffen. Allein der Transport dahin kostet mehr als das Doppelte." Der Türke log, dass sich die Balken bogen, aber das war Roggenfell egal. Er wollte den Mercedes. Heute. Jetzt. Sofort. Es leuchtete ihm aus den Augen wie Neonlicht. Taktisch klug hatte Mehmet Gül den alten E320er s

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