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Das heitere Lexikon der Österreicher Die besten Anekdoten von Altenberg bis Zilk von Markus, Georg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.08.2014
  • Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
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Das heitere Lexikon der Österreicher

Die besten Anekdoten aus Österreich, erzählt vom Bestsellerautor Georg Markus. Neunhundert Geschichten 'von Altenberg bis Zilk', über die herzhaft gelacht werden darf. In den ebenso heiteren wie informativen Prominentenporträts finden sich Legenden wie Anton Kuh, Oskar Kokoschka, Sigmund Freud, Fritz Grünbaum, Karl Farkas, Helmut Qualtinger, Willi Forst, Oskar Werner, Romy Schneider, Kaiserin Elisabeth, Leopold Figl, Bruno Kreisky, Herbert von Karajan, Hedy Lamarr, Friedrich Torberg, Marcel Prawy, Klaus Maria Brandauer, Billy Wilder... ... und Alfred Polgar, der als Theaterkritiker eine langatmige Aufführung mit den Worten beschrieb: 'Als ich um elf auf die Uhr sah, war es erst halb zehn.' Wenn Sie hingegen bei der Lektüre dieses überaus vergnüglichen Buchs um halb zehn auf die Uhr sehen werden - wird es bereits elf sein.

Georg Markus, einer der erfolgreichsten Schriftsteller und Zeitungskolumnisten Österreichs, lebt in Wien, wo er sich als Autor von Sachbüchern und großer Biografien einen Namen machte. Seine Bücher Unter uns gesagt, Die Enkel der Tante Jolesch, Adressen mit Geschichte, Die Hörbigers und Was uns geblieben ist führten monatelang die Bestsellerlisten an. In seiner Kolumne Geschichten mit Geschichte schreibt er historische Berichte für die Zeitung Kurier, von März 2000 bis März 2008 gestaltete und moderierte er im RadioKulturhaus des ORF die Ö1-Sendreihe Das war's, Erinnerungen an das 20. Jahrhundert. Aufsehen erregte Georg Markus, als er 1992 den Grabraub der Mary Vetsera aufdeckte, nachdem das Skelett der Geliebten des Kronprinzen Rudolf bei Nacht und Nebel aus ihrer Gruft in Heiligenkreuz bei Wien entwendet worden war. Weltweite Beachtung fand auch seine im März 2009 im Kurier erschienene Artikelserie, in der er zum ersten Mal über den unehelichen Sohn John F. Kennedys mit einer gebürtigen Österreicherin berichtete. Mutter und Sohn leben heute in den USA. Hunderte Zeitungen und TV-Sender in aller Welt übernahmen den Exklusivbericht von Georg Markus. Georg Markus ist Mitglied des P.E.N.-Clubs und des Österreichischen Schriftstellerverbandes. Die Bücher von ihm wurden u. a. ins Englische, Französische, Spanische, Ungarische, Polnische, Tschechische und Japanische übersetzt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 433
    Erscheinungsdatum: 14.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783902998521
    Verlag: Amalthea Signum Verlag GmbH
    Größe: 749 kBytes
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Das heitere Lexikon der Österreicher

PAUL ABRAHAM

Komponist

2. 11. 1892 Apatin/Ungarn † 6. 5. 1960 Hamburg. Versuchte sich zunächst als Komponist ernster Musik, ehe er im Alter von 35 Jahren sein Talent für die leichte Muse erkannte. Seine größten Operettenerfolge: "Viktoria und ihr Husar" (1930), "Die Blume von Hawaii" (1931), "Ball im Savoy" (1932). Emigrierte 1933, nach Hitlers Machtergreifung in Berlin, über Paris in die Vereinigten Staaten von Amerika .

Als Paul Abraham 1933 die österreichische Erstaufführung seiner Operette Ball im Savoy vorbereitete, erhielt er während der Proben im Wiener Scala-Theater den Besuch des ungarischen Komödienautors Ladislaus Bus-Fekete. Obwohl dieser nur Gast war und mit der bevorstehenden Premiere absolut nichts zu tun hatte, redete er dem Regisseur und den Sängern ununterbrochen drein. Schließlich lachte der Dichter auch noch mehrmals an völlig falschen Stellen lauthals auf. Abraham, am Dirigentenpult, klopfte mit dem Taktstock ab und rief dem ungezogenen Besucher zu: "Ich muss schon bitten, Herr Bus-Fekete! Ich habe ja bei Ihren Lustspielen auch nicht gelacht!"
ABRAHAM A SANCTA CLARA

Prediger

2. 7. 1644 Kreenheinstetten/heute Baden-Württemberg† 1. 12. 1709 Wien. Eigentlich Johann Ulrich Megerle. Mit 18 Jahren Eintritt in den Wiener Augustiner-Barfüßer-Orden, dessen Prior er später wurde. Ab 1677 kaiserlicher Hofprediger in Wien, berühmt für seine Kanzelreden ("Mercks Wienn!", 1680, und "Auff, auff, ihr Christen", 1683). Prangerte wortgewaltig die Laster der Wiener an .

Kaiser Leopold I. besuchte eines Tages eine Messe bei den Augustinern und ließ sich dann die Räume des Klosters zeigen. Als man das prachtvolle Altargemälde der Augustinerkirche bewunderte, auf dem Engel die Jakobsleiter vom Himmel heruntersteigen, fragte der Kaiser: "Wie kommt es eigentlich, dass die Engel auf eine Leiter klettern, wenn sie doch ohnehin Flügel haben?"

Während die übrigen Patres ratlos dastanden, trat der für seinen deftigen Witz damals schon gefürchtete Novize Abraham vor und sagte: "Halten zu gnaden, Majestät, die Flügel waren gerade in der Reinigung, als das Bild gemalt wurde."

Der Kaiser lachte und machte den schlagfertigen Mönch zu seinem Hofprediger, dessen volkstümliche Reden bald in ganz Wien zitiert wurden.

Längst berühmt, wetterte Abraham einmal gegen die tief dekolletierten Kleider des Barock: "Weiber, die sich so entblößen, sind es nicht wert, dass man sie anspuckt!"

Da die Frau des Kaisers selbst gerne tiefe Einblicke gewährte, ließ sie dem Mönch ausrichten, er werde sein Amt verlieren, wenn er nicht widerrufe. Worauf Abraham a Sancta Clara feierlich erklärte: "Sie sind es wert!"

Ein andermal betonte er in einer Predigt, dass er in der Lage sei, alle Jungfrauen, die es in Wien gibt, auf einem einzigen Schubkarren aus der Stadt hinauszufahren. Wieder hagelte es Proteste, vor allem aus den Kreisen junger Aristokratinnen, die seine Worte als Angriff auf ihr tugendhaftes Dasein empfanden.

"Also, widerrufen kann ich das Gesagte nicht", erklärte er am darauf folgenden Sonntag. "Aber ich habe ja nicht gesagt, wie oft ich fahren würde."

Abraham a Sancta Clara schloss mit dem Grafen Trauttmansdorff eine Wette ab, dass er ihn in aller Öffentlichkeit einen Esel nennen werde, ohne von diesem der Ehrenbeleidigung bezichtigt werd

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