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Der Seelen Erwachen Seelische und geistige Vorgänge in szenischen Bildern von Steiner, Rudolf (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.07.2014
  • Verlag: e-artnow
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Der Seelen Erwachen

Dieses eBook: 'Der Seelen Erwachen' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Rudolf Joseph Lorenz Steiner (1861-1925) war ein österreichischer Esoteriker und Philosoph. Er begründete die Anthroposophie, eine esoterische Weltanschauung, die an die Theosophie, das Rosenkreuzertum, die Gnosis sowie die idealistische Philosophie anschließt und zu den neumystischen Einheitskonzeptionen der Zeit um 1900 gezählt wird.Auf Grundlage dieser Lehre gab Steiner einflussreiche Anregungen für verschiedene Lebensbereiche, etwa Pädagogik (Waldorfpädagogik), Kunst (Eurythmie, anthroposophische Architektur), Medizin (anthroposophische Medizin), Religion (die Christengemeinschaft) oder Landwirtschaft (biologisch-dynamische Landwirtschaft). Aus dem Buch: 'Mein Freund, ich kann in eurer Seele schauen, dass dieses Bild noch nicht euch voll gereift. Ich fühle, ihr vermögt die Kraft zu stärken, die euch dies Bild vor Geistesaugen stellte. - Empfinden kann ich jetzt, dass ihr für euch und auch für eure Freunde Kräfte schafft, wenn ihr die Stärkung recht erstreben wollt. Erfühlen kann ich dies; doch wie es sich vollziehen wird, verbirgt sich meinem Schauen'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 436
    Erscheinungsdatum: 28.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026820512
    Verlag: e-artnow
    Größe: 666 kBytes
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Der Seelen Erwachen

Zweites Bild

Inhaltsverzeichnis

Gebirgslandschaft; im Hintergrund das Haus Hilarius', das in der Nähe des Werkes gedacht ist. Doch wird das Werk nicht gesehen. Ein Wasserfall auf der rechten Seite. (Johannes auf einem Felsensitz; für ihn nicht sichtbar Capesius; Benedictus, Maria; Lucifer; Geistwesen, Seelenkräfte; die Seele der Theodora; der Geist von Thomasius' Jugend.)

Johannes:
Der hingetürmten Formen schweigsam Sein,
es füllt den Raum, gestaltend weite Rätsel;
es tötet nicht mit Fragepein die Seele,
die nicht erkennen, die nur lebend selig
des Daseins Offenbarung schauen will.
Um diese Felsen dieses Lichtesweben,
der kahlen Flächen stummes Dasein dort,
die Wälder, grün in blau verdämmernd hier;
dies ist die Welt, in der Johannes' Seele
sich Zukunftbilder webend, weilen will.
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Johannes' Seele soll in sich erfühlen
die Tiefen und die Weiten dieser Welt.
Und Schöpfermächte sollen dieser Seele
die Kraft entbinden, die den Weltenzauber
als kunstverklärten Schein den Herzen kündet.
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Doch nie vermöcht' Johannes dies, wenn nicht
Marie seiner Seele Kräfte liebend
durch ihre milde Seelenwärme weckte.
Des Schicksals weise Führung muß ich preisen,
das diesem Menschen mich so nah gebracht.
Wie kurz ist doch die Zeit erst, seit ich sie
an meiner Seite weiß; wie innig banden
die wenig Wochen meiner Seele
mir ihrer Seele schon zur Lebenseinheit.
Sie lebt als Geist in mir, auch wenn sie fern;
Sse denkt in meinem Denken, wenn ich mir
des Wollen Ziele vor die Seele rufe.

(Maria erscheint wie ein Gedanke des Johannes.)

Johannes: (fortfahrend)
Maria hier vor mir? Und wie ist sie - ?
Sie darf nicht so vor mir sich offenbaren;
dies geistig strenge Antlitz - diese Würde,
die irdisch Fühlen frösteln macht - es will -
es kann - Johannes so Maria nicht
in seiner Nahe schauen - dies kann nicht
Maria sein, die weise Mächte mir
in milder Schicksalsfügung zugeführt.

(Maria verschwindet aus Johannes' Schauen.)

Wo ist Maria, die Johannes liebte,
als sie noch nicht die Seele ihm verwandelt
und sie in kalte Geisteshöhn geführt?
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Doch auch Johannes, der Maria liebte,
wo ist er jetzt - ? er war noch eben hier-.
Ich schau nicht mehr Johannes, der mich mir
so selig wiedergab - es kann, es soll
mir nicht Vergangenheit uhn frausam rauben!

(Maria wird für Johannes' Scheuen wieder sichtbar.)

Maria:
Maria, so wie du sie schauen willst,
ist sie in Welten nicht, wo Wahrheit leuchtet.
In Truges Reichen webt Johannes' Geist
vom Seelenwahn verführt - befreie dich
von Wunschesmächten, welche dich verlocken.
Ich fühle deinen Seelensturm in mir;
er raubt die Ruhe mir, der ich bedarf.
Es ist Johannes nicht, der solchen Sturm
in meine Seele lenkt, ein Wesen ist's,
das er in sich vor Zeiten schon besiegt.
Als Wahn durcheilt es jetzt die Geistesweiten ̵

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