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Der seidene Fächer Klassische Gedichte aus China

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2012
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
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Der seidene Fächer

Ein Buch für Freunde der Poesie und China-Reisende "Wer die Lieder nicht kennt, kann nicht mitreden", sagte einst Konfuzius. Dieses Geschenkbuch lädt ein, die Poesie des klassischen China kennenzulernen. Vorgestellt werden ausgewählte Werke der acht bedeutendsten Dichter der Tang-Dynastie (618 – 907): Meng Haoran, Wang Wei, Li Bo, Du Fu, Bo Juyi, Liu Zongyuan, Du Mu und Li Shangyin. Ein Nachwort und Anmerkungen erleichtern die Begegnung mit dieser fremden, faszinierenden Welt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 01.01.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423411585
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Größe: 1659 kBytes
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Der seidene Fächer

Zum Abschied für Qiwu Qian, der nach
erfolgloser Teilnahme an der Beamtenprüfung
in die Heimat zurückkehrt (S. 27-29)
Die große Zeit kennt keine Eremiten,
der tüchtge Mann will sich am Hof bewähren!
Dies ließ auch Euch dem Ostberg und den Farnen,
die Ihr gepflückt, endlich den Rücken kehren.
Das Goldtor fandet diesmal Ihr verschlossen:
Wer wollte drum denWeg als falsch ansehn?
In Jianghuai noch zum Fest der Kalten Speisen,
ließt Ihr in Luoyang Frühlingskleider nähn.
Vor Chang'an reiche ich den Abschiedstrunk
dem Herzensfreund, denn er will von mir weichen:
wird gleich im Boot aus Kassiaholze treiben und
bald das heimatliche Tor erreichen.
Weithin noch säumen Bäume seinen Weg,
vereinsamt liegt die Stadt im Abendlicht.
Ihr könnt Euch diesmal übergangen fühlen,
doch ohne treuen Freund – nein, das sagt nicht!
Abschied
Vom Pferd gestiegen, biete ich dir Wein.
Gib mir nun um dein Reiseziel Bescheid!
Du sagst: "Mir ist im Leben nichts gelungen,
such Ruhe drum in der Bergeinsamkeit."
Geh deinesWegs, ich will nicht weiter fragen.
Die weißenWolken endet keine Zeit ...
Der Blaue Bach
Wer zu dem Fluß der Gelben Blumen will,
den Weg entlang dem Blauen Bache nimmt,
der tausendfach sich durch die Berge windet,
obwohl es keine hundert Meilen sind.
Das Wasser rauscht durch wildes Felsgestein,
aus tiefen Kiefern dringt kein Laut hervor.
Die Wellen wiegen sacht die Wasserpflanzen,
es spiegeln rein darin sich Ried und Rohr.
Wie sehr bestärkt des klaren Stromes Ruhe
in mir den alten Hang zum Müßiggang!
Wie gerne würd ich auf dem Fels verweilen
und nach der Angel sehn ein Leben lang ...

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