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Der zerbrochne Krug Ein Lustspiel (Reclams Universal-Bibliothek) von Kleist, Heinrich von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.11.2012
  • Verlag: Reclam Verlag
eBook (ePUB)
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Der zerbrochne Krug

Die Uraufführung von Heinrich von Kleists Lustspiel 'Der zerbrochne Krug', die unter der Leitung von Johann Wolfgang Goethe 1808 am Hoftheater in Weimar stattfand, wurde zu einem Misserfolg; erst von 1820 an eroberte das Stück die Bühnen. 'Der zerbrochne Krug' ist das Lustspiel vom Dorfrichter Adam, der gezwungen wird, über seine eigenen Verfehlungen zu Gericht zu sitzen. Das Stück lebt von seinen raschen Dialogen und prallen Charakteren, allen voran dem Dorfrichter selbst. Nur Kleists Humor, sein Sprachwitz und der versöhnliche Schluss des Stücks verhindern, dass aus dem Komödienstoff eine Tragödie wird, denn letztlich handelt das Stück von Vertrauen und Vertrauensmissbrauch. Der 'Krug' ist ein Meisterwerk des Lustspiels und gehört zu den meistgespielten Stücken auf deutschsprachigen Bühnen. Text aus Reclams Universal-Bibliothek mit Verszählung der gedruckten Ausgabe. Heinrich von Kleist (18. 10. 1777 Frankfurt a. d. O. - 21. 11. 1811 zwischen Potsdam und Berlin am heutigen Kleinen Wannsee) bewegte sich in romantischen Dichterkreisen, seine bis heute modern wirkenden Dramen und Erzählungen entziehen sich allerdings schematischen Stil- und Epochenzuordnungen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 118
    Erscheinungsdatum: 16.11.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783159600079
    Verlag: Reclam Verlag
    Größe: 503 kBytes
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Der zerbrochne Krug

Szene: Die Gerichtsstube

Erster Auftritt

Adam sitzt und verbindet sich ein Bein. Licht tritt auf .

LICHT. Ei, was zum Henker, sagt, Gevatter Adam!

Was ist mit Euch geschehn? Wie seht Ihr aus?

ADAM.

Ja, seht. Zum Straucheln braucht's doch nichts, als Füße.

Auf diesem glatten Boden, ist ein Strauch hier?

Gestrauchelt bin ich hier; denn jeder trägt

Den leidgen Stein zum Anstoß in sich selbst.

LICHT. Nein, sagt mir, Freund! Den Stein trüg jeglicher -?

ADAM. Ja, in sich selbst!

LICHT. Verflucht das!

ADAM. Was beliebt?

LICHT. Ihr stammt von einem lockern Ältervater,

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Der so beim Anbeginn der Dinge fiel,

Und wegen seines Falls berühmt geworden;

Ihr seid doch nicht -?

ADAM. Nun?

LICHT. Gleichfalls -?

ADAM. Ob ich -? Ich glaube -!

Hier bin ich hingefallen, sag ich Euch.

LICHT. Unbildlich hingeschlagen?

ADAM. Ja, unbildlich.

Es mag ein schlechtes Bild gewesen sein.

LICHT. Wann trug sich die Begebenheit denn zu?

ADAM. Jetzt, in dem Augenblick, da ich dem Bett

Entsteig. Ich hatte noch das Morgenlied

Im Mund, da stolpr' ich in den Morgen schon,

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Und eh ich noch den Lauf des Tags beginne,

Renkt unser Herrgott mir den Fuß schon aus.

LICHT. Und wohl den linken obenein?

ADAM. Den linken?

LICHT. Hier, den gesetzten?

ADAM. &nbs

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