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Die besten Tragödien von Marlowe: Doktor Faustus + Eduard II. von Marlowe, Christopher (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.05.2014
  • Verlag: e-artnow
eBook (ePUB)
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Die besten Tragödien von Marlowe: Doktor Faustus + Eduard II.

Dieses eBook: 'Die besten Tragödien von Marlowe: Doktor Faustus + Eduard II.' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Die tragische Historie vom Doktor Faustus ist ein Drama des englischen Renaissance-Schriftstellers Christopher Marlowe. Das Stück entstand in Anlehnung an die ins Englische übersetzte Historia von D. Johann Fausten, die später unter anderen auch Goethe inspirierte. Die Figur des Dr. Faustus stellt den macht- und wissensgierigen Menschen dar, der keine Grenzen kennt und sich sogar mit dem Teufel verbündet, um seine hoch fliegenden Wünsche zu befriedigen, der die menschlichen Grenzen zu überschreiten und die tief sitzenden Begierden und Sehnsüchte zu verwirklichen sucht. Das Stück kennzeichnet die Sprengung des engen gesellschaftlichen und geistigen Korsetts der Zeit und die Suche nach dem Absoluten, das bei Goethe später weiter differenziert wird. Marlowes Geschichte vom besessenen Faustus ist gleichermaßen ein Volksstück mit reichlich plastischer Moral als auch ein Drama mit erheblichem philosophischen Tiefgang. Die Tragödie Edward II reflektiert ein Drama, in dem nicht mehr das Panorama der historischen Hintergründe vorrangig ist, sondern der Charakter des Herrschers selbst. Ihn herauszuarbeiten sind alle Szenen arrangiert. Zugleich wird ein Frauencharakter, Königin Isabella, die Ehefrau Edwards, in seiner Wandlung zum Bösen begründet. Marlowe zeigt einen Staat, der auf seinen Untergang zutreibt, in dem Macht und Recht nur leere Floskeln sind und der in seiner Willkür grausam und absurd erscheint. Christopher Marlowe (1564-1593), Spitzname 'Kit', war ein englischer Spion, Dichter, Dramatiker und Übersetzer des elisabethanischen Zeitalters. Manche Literaturwisssenschaftler nennen Marlowe ein 'Shakespeare ebenbürtiges Genie' und 'den Vater der 'englischen Tragödie'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 630
    Erscheinungsdatum: 11.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026814986
    Verlag: e-artnow
    Größe: 458 kBytes
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Die besten Tragödien von Marlowe: Doktor Faustus + Eduard II.

KÖNIG EDUARD.

Verräter, geh, klag du mit Mortimer.

KENT.

Das will ich lieber als mit Gaveston.

KÖNIG EDUARD.

Mir aus den Augen, fall mir nicht mehr lästig.

KENT.

Kein Wunder, daß die edelen Lords du höhnst,

wenn ich, dein Bruder, so verstoßen werde.

Kent ab.

KÖNIG EDUARD.

Hinaus!

Mein Gaveston, du hast nur mich zum Freunde.

Laß sie, wir leben hier in Tynemouth,

und so geh ich mit ihm rund um die Wälle.

Was schiert mich, ob die Grafen uns belagern.

Hier kommt die Ursach alles dieses Zanks.

Königin Isabella tritt auf mit König Eduards Nichte, zwei Hofdamen, Baldock und dem jüngeren Spencer.

KÖNIGIN ISABELLA.

Mylord, es heißt, die Grafen ständen auf.

KÖNIG EDUARD.

Ja, und es heißt auch, daß Ihr mit im Bunde.

KÖNIGIN ISABELLA.

So habt Ihr weiter im Verdacht mich grundlos?

DIE NICHTE.

Mein Ohm, sprecht freundlicher zur Königin.

GAVESTON leise.

Mylord, macht Ihr was vor, sprecht gütig zu ihr.

KÖNIG EDUARD.

Verzeihung, Lieb, ich hatte mich vergessen.

KÖNIGIN ISABELLA.

Verzeihung gibt Euch Isabella schnell.

KÖNIG EDUARD.

Der jüngere Mortimer ward also dreist,

daß er mir Bürgerkriege ins Gesicht droht.

GAVESTON.

Warum schickt Ihr ihn in den Tower nicht?

KÖNIG EDUARD.

Ich wag es nicht, er ist beim Volk beliebt.

GAVESTON leise.

Wie, was? Dann lassen wir ihn heimlich töten.

KÖNIG EDUARD.

Ich wollt, es tränken er und Lancaster

aus einer Schale Gift sich Wohlsein zu.

Doch laß sie gehn und sag, wer diese sind.

DIE NICHTE.

Zwei Diener meines Vaters, da er lebte;

ich bitt Euch, Herr, nehmt Ihr sie bei Euch auf.

KÖNIG EDUARD zu Baldock.

Sag mir, woher stammst du und wie dein Wappen?

BALDOCK.

Mein Nam ist Baldock, meinen Adel leit ich

von Oxford her und nicht vom Heroldsamt.

KÖNIG EDUARD.

So besser taugt Ihr, Baldock, meinem Dienst.

Dient mir, ich sorg dafür, daß Euch nichts fehle.

BALDOCK.

Ich danke untertänigst Eurer Majestät.

KÖNIG EDUARD auf Spencer zeigend.

Kennst du ihn, Gaveston?

GAVESTON.

Gewiß doch, Herr.

Sein Nam ist Spencer, er ist angesehn,

um meinetwillen nehmt ihn gnädigst an.

Schwer findet Ihr jemand von mehr Verdiensten.

KÖNIG EDUARD.

Dann, Spencer, dient mir, seinetwegen will ich

Euch noch mehr ehren als bislang.

DER JÜNGERE SPENCER.

Es kann kein höheres Glück mir widerfahren,

als daß mich Eure Majestät erhöht.

KÖNIG EDUARD.

Heut, Base, feiern wir euer Hochzeitsfest.

Du, Gaveston, bedenk, wie ich dich liebe,

dich meiner Nichte, des verstorbenen Grafen

Glosters alleinigen Erbin, zu vermählen.

GAVESTON.

Ich weiß, ich werd im Magen vielen liegen,

doch acht ich ihre Liebe nicht, noch Haß.

KÖNIG EDUARD.

Halsstarrige Lords sollen mir die Macht nicht kürzen.

Groß sei, dens mich gelüstet zu begnaden.

Komm, laß uns gehn, und wenn die Hochzeit aus ist,

auf die Rebellen! und ihre Spießgesellen!

In der Nähe von Schloß Tynemouth. Kent, Lancaster, der jüngere Mortimer, Warwick, Pembroke und andere treten auf.

KENT.

Mylords, aus Lieb zu unserem Vaterland

verlaß den König ich und komm zu euch.

In eurem Streite für des Reiches Wohlfahrt

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