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Die großen Themen unserer Zeit. Autoren im Dialog 24. Ausgabe.

  • Erscheinungsdatum: 13.09.2016
  • Verlag: Frieling-Verlag Berlin
eBook (ePUB)
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Die großen Themen unserer Zeit. Autoren im Dialog

Der lebendige Austausch über gesellschaftlich und politisch relevante Themen ist für eine Demokratie maßgebend. Deshalb liegt dem Frieling-Verlag Berlin ein offener und engagierter Dialog zu den richtungsweisenden Themen unserer Zeit am Herzen. In dem kritischen Sammelband 'Die großen Themen unserer Zeit. Autoren im Dialog' bekennen Autorinnen und Autoren politisch Farbe, beziehen zu aktuellen Fragen Stellung und prangern gesellschaftliche Missstände an. Dabei werden bewusst auch kontroverse Sichtweisen veröffentlicht. Der vorliegenden Band umfasst auch Beiträge zum Schwerpunktthema 'Eine Million Flüchtlinge in Deutschland'. In diesem Thementeil setzen sich Autorinnen und Autoren auf formal und inhaltlich vielfältige Art mit den Ursachen und Folgen der großen Fluchtbewegungen in den Jahren 2015/2016 auseinander. Sie schildern Einzelschicksale, berichten von den Möglichkeiten, sich selbst für Menschen in Not einzusetzen, und beleuchten die umstrittene Politik der Bundesregierung aus unterschiedlichen Perspektiven. Weitere Beiträge zu gesellschaftlich relevanten Themen runden den Band ab, der dadurch einen facettenreichen Blick auf den Zustand unserer Welt bietet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 216
    Erscheinungsdatum: 13.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783828033610
    Verlag: Frieling-Verlag Berlin
    Serie: Autoren im Dialog .24
    Größe: 1199kBytes
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Die großen Themen unserer Zeit. Autoren im Dialog

Gemeinschaft für Frieden und Gerechtigkeit

Menschen auf der Flucht - Die Hintergründe

1. Schlaglichter

Jährlich werden ca. 60 Millionen Menschen, überwiegend durch Kriege und Konflikte, aus ihrer Heimat vertrieben.
Laut UNHCR hat sich innerhalb von zehn Jahren die Anzahl der Flüchtlinge verdoppelt.
Aktuell gibt es fast 1,2 Millionen Flüchtlinge in Deutschland, meldet flüchtlingskrise.info.
In 2015 gab es 22 Kriege und 10 bewaffnete Konflikte mit mehr als 250 000 Kriegstoten.
Der Umsatz der Rüstungsindustrie beträgt jährlich ca. 1,75 Billionen Dollar.
Laut IEP betrugen die weltweiten Kriegskosten im Jahr 2014 vierzehn Billionen Dollar. Das entspricht 13% des globalen BIP.
Die Welthungerhilfe berichtet: Mehr Kriege bedeuten auch mehr Hunger.
Auf dem Welternährungsgipfel in Rom richtete der Generaldirektor der Uno-Organisation FAO einen eindringlichen Appell zur Bekämpfung des Hungers an die Staats- und Regierungschefs aus 40 Ländern: Jährlich werden 1 200 Milliarden Dollar für Rüstung ausgegeben. Nur 30 Milliarden im Jahr wären notwendig, um weltweit den Hunger und die Unterernährung auszurotten. Es ist ein Skandal und eine Schande gegenüber den hungernden Menschen, dass für Kriegswaffen das 40-fache aufgewendet wird. 2. Was treibt Millionen Menschen in die Flucht?

Kriege und Konflikte sind die Fluchtursachen in den Hauptherkunftsländern Flüchtender, wie Syrien, Irak, Afghanistan und Somalia. Kriege führen zu humanitären Missständen, der Zerstörung von Lebensraum, der Bedrohung des Lebens, zu Armut, Hunger und Tod, zu Perspektivlosigkeit. So werden Menschen gezwungen zu fliehen, entweder innerhalb des Herkunftslandes (wie 38 Mio. Menschen weltweit) oder über die Grenzen hinaus.

Kriegsursachen sind überwiegend materielle bzw. wirtschaftliche Interessen der von Machthunger besessenen Eliten. Damals wie heute leiden die Völker unter deren menschenverachtenden Handlungen. Es geht ihnen hierbei einerseits um den Zugriff auf knappe Ressourcen wie Land, Wasser und Rohstoffe. Sie zu besitzen, bedeutet Macht zu haben und anwenden zu können. Andererseits geht es aber auch um die Erschließung von Absatzmärkten bzw. um neue Märkte generell.

Wir können in der Geschichte so weit zurückgehen, wie es uns die Forschung ermöglicht, die Beweggründe für bewaffnete Auseinandersetzungen waren fast ausnahmslos identisch. Um die eigene Macht zu erhalten, zu festigen und zu vergrößern, war der Besitz von Land und Gütern unabdingbar. Durch Waffen, möglichst effektivere, als der Gegner sie besitzt, und mit Menschen, die durch propagandistische Manipulation diese Kriegsgeräte gegen andere Menschen einsetzen, versuchen die Eliten bis heute, ihre Herrschaftsansprüche zu erlangen, zu erweitern und zu festigen.

Beispielhaft dafür sind die gegenwärtigen Kriege im Irak, in Afghanistan, in Syrien, Mali, Kongo und im Jemen. Jeder dieser Kriege und der überwiegende Teil der weltweiten bewaffneten Konflikte folgen den Interessen der Mächtigen. Durch systematische, massive Beeinflussung der politischen Führungsklasse, gerade auch in den "demokratischen" Industriestaaten, entstehen Allianzen mit Despoten, zum Beispiel mit der Dynastie der Saud in Arabien. Es werden Lügen, Betrug und Verbrechen gegen die Menschheit (siehe Kriege gegen den Irak und Libyen) als gemeinsamer Kampf gegen den Terrorismus dargestellt. Unterstützt wird dieses Verzerren der Wahrheiten durch den überwiegenden Teil unserer Qualitätsmedien.

Die Wirklichkeit ist, dass die Mehrheit der herrschenden Politiker den mächtigen, transnationalen Wirtschaftsunternehmen die Wege zur Ausbeutung fremder Bodenschätze ebnen.

Exemplarisch für den Zynismus westlicher Politik und der Äußerungen seiner Führungsclique ist der vergessene Krieg im Jemen. Vergessen, weil er aus politischen Gründen medial missachtet wird.

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