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Don Karlos, Infant von Spanien Ein dramatisches Gedicht über politisch-gesellschaftliche Konflikte und familiär-soziale Intrigen am Hofe von König Philipp II. von Schiller, Friedrich von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.12.2014
  • Verlag: e-artnow
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Don Karlos, Infant von Spanien

Dieses eBook: 'Don Karlos, Infant von Spanien' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Don Karlos, Infant von Spanien ist ein Drama von Friedrich Schiller. Der spanische Kronprinz Don Karlos trifft in der Sommerresidenz Aranjuez seinen Jugendfreund Marquis von Posa wieder, der lange Zeit auf Reisen war und soeben aus Brüssel zurückkommt, wo er mittlerweile Abgeordneter der niederländischen Provinzen geworden ist. Er will Karlos davon überzeugen, sich als Statthalter in die unruhige Provinz Flandern schicken zu lassen, um dort den protestantischen Niederländern, die gegen die katholische spanische Besatzungsmacht aufbegehren, größere Freiheiten einzuräumen und den Konflikt so friedlich beizulegen. Friedrich Schiller (1759-1805), war ein deutscher Dichter, Philosoph und Historiker. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker. Viele seiner Theaterstücke gehören zum Standardrepertoire der deutschsprachigen Theater. Seine Balladen zählen zu den bekanntesten deutschen Gedichten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 220
    Erscheinungsdatum: 29.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026827580
    Verlag: e-artnow
    Größe: 731 kBytes
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Don Karlos, Infant von Spanien

Zweiter Akt

Inhaltsverzeichnis

Im königlichen Palast zu Madrid .
Erster Auftritt

Inhaltsverzeichnis

König Philipp unter einem Thronhimmel. Herzog Alba in einiger Entfernung von dem König, mit bedecktem Haupt. Carlos .

Carlos. Den Vortritt hat das Königreich. Sehr gerne
Steht Carlos dem Minister nach. Er spricht
Für Spanien - ich bin der Sohn des Hauses.

(Er tritt mit einer Verbeugung zurück.)

Philipp. Der Herzog bleibt, und der Infant mag reden.

Carlos (sich gegen Alba wendend).
So muß ich denn von Ihrer Großmuth, Herzog,
Den König mir als ein Geschenk erbitten.
Ein Kind - Sie wissen ja - kann Mancherlei
An seinen Vater auf dem Herzen tragen,
Das nicht für einen Dritten taugt. Der König
Soll Ihnen unbenommen sein - ich will
Den Vater nur für diese kurze Stunde.

Philipp. Hier steht sein Freund.

Carlos. Hab' ich es auch verdient,
Den meinigen im Herzog zu vermuthen?

Philipp. Auch je verdienen mögen? - Mir gefallen
Die Söhne nicht, die beßre Wahlen treffen,
Als ihre Väter.

Carlos. Kann der Ritterstolz
Des Herzogs Alba diesen Auftritt hören?
So wahr ich lebe, den Zudringlichen,
Der zwischen Sohn und Vater unberufen
Sich einzudringen nicht erröthet, der
In seines Nichts durchbohrendem Gefühle
So dazustehen sich verdammt, möcht' ich
Bei Gott - und gält's ein Diadem - nicht spielen.

Philipp (verläßt seinen Sitz mit einem zornigen Blick auf den Prinzen).
Entfernt Euch, Herzog!

(Dieser geht nach der Hauptthüre, durch welche Carlos gekommen war; der König winkt ihm nach einer andern.)

Nein, ins Kabinet,
Bis ich Euch rufe.
Zweiter Auftritt

Inhaltsverzeichnis

König Philipp. Don Carlos .

Carlos (geht, sobald der Herzog das Zimmer verlassen hat, auf den König zu und fällt vor ihm nieder, im Ausdruck der höchsten Empfindung).
Jetzt mein Vater wieder,
Jetzt wieder mein, und meinen besten Dank
Für diese Gnade. - Ihre Hand, mein Vater. -
O süßer Tag! - Die Wonne dieses Kusses
War Ihrem Kinde lange nicht gegönnt.
Warum von Ihrem Herzen mich so lange
Verstoßen, Vater? Was hab' ich gethan?

Philipp. Infant, dein Herz weiß nichts von diesen Künsten.
Erspare sie, ich mag sie nicht.

Carlos (aufstehend). Das war es!
Da hör' ich Ihre Höflinge - Mein Vater!
Es ist nicht gut, bei Gott! nicht Alles gut,
Nicht Alles, was ein Priester sagt, nicht Alles,
Was eines Priesters Creaturen sagen.
Ich bin nicht schlimm, mein Vater - heißes Blut
Ist meine Bosheit, mein Verbrechen Jugend.
Schlimm bin ich nicht, schlimm wahrlich nicht - wenn auch
Oft wilde Wallungen mein Herz verklagen,
Mein Herz ist gut -

Philipp. Dein Herz ist rein, ich weiß es,
Wie dein Gebet.

Carlos. Jetzt oder nie! - Wir sind allein.
Der Etikette bange Scheidewand
Ist zwischen Sohn und Vater eingesunken.
Jetzt oder nie! Ein Sonnenstrahl der Hoffnung
Glänzt in mir auf, und eine süße Ahnung
Fliegt durch mein Herz - Der ganze Himmel beugt
Mit Schaaren froher Engel sich herunter,
Voll Rührung sieht der Dreimalheilige
Dem großen schönen Auftritt zu! - Mein Vater!
Versöhnung! (Er fällt ihm zu Füßen.)

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