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Kabale und Liebe von Schiller, Friedrich (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2013
  • Verlag: Anaconda
eBook (ePUB)
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Kabale und Liebe

Major Ferdinand, Sohn eines hochrangigen Adligen am Hof eines deutschen Fürsten, entdeckt seine leidenschaftliche Liebe zu der schönen Luise. Die junge Frau jedoch sieht sich als Tochter eines Bürgerlichen den gottgegebenen Gesetzen der ständischen Gesellschaft verpflichtet - ein Überschreiten der Standesgrenzen, und sei es aus tief empfundener Liebe, ist schlichtweg unmöglich. Auch für Ferdinands Vater ist die Verbindung der beiden undenkbar, und er spinnt seine Intrigen. Friedrich Schillers 'Kabale und Liebe', 1784 uraufgeführt, gehört neben Lessings 'Emilia Galotti' zu den gelungensten und repräsentativsten Beispielen des bürgerlichen Trauerspiels. Friedrich Schiller (1759-1805) wurde in Marbach geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Ab 1776 studierte er auf Befehl des Herzogs Karl Eugen an der Militärakademie Karlsschule in Stuttgart Medizin und arbeitete anschließend als Regimentsarzt. 1782 war Schiller trotz eines Verbots des Herzogs bei der umjubelten Uraufführung der "Räuber" in Mannheim zugegen; er wurde mit Arrest und Schreibverbot bestraft. Er floh über Mannheim, Leipzig und Dresden nach Weimar. 1789 wurde er zum außerordentlichen Professor der Geschichte und Philosophie in Jena berufen. Er litt unter ständigen Geldsorgen, die auch seine Gesundheit angriffen. 1799 siedelte er erneut nach Weimar um, wo er im Alter von nur 45 Jahren starb.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 01.07.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783730690123
    Verlag: Anaconda
    Größe: 1275 kBytes
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Kabale und Liebe

ZWEITE SZENE

Sekretär WURM. Die VORIGEN.



FRAU. Ah guten Morgen, Herr Sekertare. Hat man auch einmal

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wieder das Vergnügen von Ihnen?


WURM. Meinerseits, meinerseits, Frau Base. Wo eine Kavaliersgnade einspricht, kommt mein bürgerliches Vergnügen in gar keine Rechnung.


FRAU. Was Sie nicht sagen, Herr Sekertare! Des Herrn Majors

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von Walter hohe Gnaden machen uns wohl je und je das Bläsier, doch verachten wir darum niemand.


MILLER (verdrüsslich) . Dem Herrn einen Sessel, Frau. Wollen S' ablegen, Herr Landsmann?


WURM (legt Hut und Stock weg, setzt sich) . Nun! Nun! Und wie

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befindet sich denn meine Zukünftige - oder Gewesene? - Ich will doch nicht hoffen - kriegt man sie nicht zu sehen - Mamsell Luisen?


FRAU. Danken der Nachfrage, Herr Sekertare. Aber meine Tochter ist doch gar nicht hochmütig.

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MILLER (ärgerlich, stößt sie mit dem Ellnbogen) . Weib!


FRAU. Bedauern's nur, dass sie die Ehre nicht haben kann vom Herrn Sekertare. Sie ist eben in die Mess, meine Tochter.


WURM. Das freut mich, freut mich. Ich werd einmal eine

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fromme christliche Frau an ihr haben.


FRAU (lächelt dumm-vornehm) . Ja - aber Herr Sekertare -


MILLER (in sichtbarer Verlegenheit kneipt sie in die Ohren) . Weib!


FRAU. Wenn Ihnen unser Haus sonst irgendwo dienen kann - Mit allem Vergnügen, Herr Sekertare -

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WURM (macht falsche Augen) . Sonst irgendwo! Schönen Dank!


Schönen Dank - Hem! hem! hem!


FRAU. Aber - wie der Herr Sekertare selber die Einsicht werden haben -


MILLER (voll Zorn seine Frau vor den Hintern stoßend) . Weib!

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FRAU. Gut ist gut, und besser ist besser, und einem einzigen Kind mag man doch auch nicht vor seinem Glück sein. (Bäurisch-stolz.) Sie werden mich je doch wohl merken, Herr Sekertare?


WURM (rückt unruhig im Sessel, kratzt hinter den Ohren und zupft
/

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