text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Kaiserin Elisabeth von Österreich: Das poetische Tagebuch Sisis Verse oder Die Gedichte der Kaiserin wider Willen von Österreich, Elisabeth von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.08.2013
  • Verlag: e-artnow
eBook (ePUB)
0,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Kaiserin Elisabeth von Österreich: Das poetische Tagebuch

Dieses eBook: 'Kaiserin Elisabeth von Österreich: Das poetische Tagebuch (Komplettausgabe)' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Elisabeth Amalie Eugenie, Herzogin in Bayern (auch Sisi, Sissi oder Lisi genannt; 1837 - 1898) war eine Prinzessin aus der herzoglichen Nebenlinie Zweibrücken-Birkenfeld-Gelnhausen des Hauses Wittelsbach, durch ihre Heirat mit Franz Joseph I. ab 1854 Kaiserin von Österreich und Apostolische Königin von Ungarn. Inhalt: Nordsee Lieder Vorbild dieses ersten Gedichtbandes, 'Nordsee Lieder' ist Heines Gedichtzyklus 'Die Nordsee' im zweiten Teil seiner 'Reisebilder' (entstanden 1826/27, Erstausgabe Hamburg 1827). Die Kaiserin notiert hier in Form eines gedichteten Tagebuches ihre Erlebnisse und Phantasien vom Februar 1885 bis zur Neujahrsnacht 1887. 'Der Geliebte', 'Der Herrlichste' mit 'Schild und Speer' ist stets Elisabeths Lieblingsheld Achill, mit dem sie glaubte, spiritistischen Kontakt zu haben. Winterlieder Eine Seite aus der ersten handschriftlichen Fassung von 'Mein Traum', der sich auf den Kaiser Franz Joseph bezieht. Der Band 'Winterlieder' schließt sich an die 'Nordsee Lieder' chronologisch an. Er enthält ausschließlich Gedichte aus dem Jahr 1887. Der Schriftzug 'Achilleus' und eine Widmung sind dem Band vorangestellt. Diese Widmung ist ein Gedicht der damals 15jährigen Elisabeth aus der Zeit ihrer Verlobung mit Kaiser Franz Joseph. Drittes Buch Der handschriftliche Teil der Gedichte schließt chronologisch an den gedruckten der 'Winterlieder' an. Der offensichtlich provisorische Titel dieses Bandes lautet: '1888 Vermischte Gedichte.'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 408
    Erscheinungsdatum: 17.08.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788074841835
    Verlag: e-artnow
    Größe: 537 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Kaiserin Elisabeth von Österreich: Das poetische Tagebuch

s

Inhaltsverzeichnis

"O Schwalbe, leih' mir deine Flügel,
O nimm mich mit ins ferne Land,
Wie selig sprengt' ich alle Zügel,
Wie wonnig jedes fesselnd' Band!
Und schwebt' ich frei mit dir dort oben
Am ewig blauen Firmament,
Wie wollte ich begeistert loben
Den Gott, den man die Freiheit nennt."

Bereits bei Corti, 32 f.

1853.
Mein Traum.

Inhaltsverzeichnis

Ich war heut' Nacht ein Kaiser,
Doch freilich nur im Traum,
Dazu noch ein so weiser,
Wie's solchen gibt wohl kaum.

Nah' an die fünfzig Jahre,
Sitz' ich schon auf dem Thron,
So dacht' ich; sprech' ich wahre,
Niemand hat was davon.

Wo liegt der Hund begraben?
War doch, weiss Gott, nie faul,
Musst man fürs Heer was haben,
Nahm ich kein Blatt vor's Maul.

Schliesslich sind doch Soldaten
Allein des Staates Stütz';
Denn, wo sie die nicht hatten,
Ging alles in die Pfütz'.

That schön den Russen, Preussen,
Galt's meines Landes Wohl;
Ja, auf den Kopf sie sch ... n
Liess ich mir demutsvoll.

Mich fand das Morgengrauen
Stets an dem Arbeitstisch;
Gewissenhaft zu schauen,
Pflegt' ich, nach jedem Wisch.

Es war seit früh'ster Jugend
Entsagen stets mein Los;
Ich lebte streng der Tugend
Nur im Familienschoss.

Wie endlos lange Stunden
Oft im Ministerrat
Ward mir der Geist geschunden
Durch Reden, dumm und platt.

Minister gingen, kamen;
Die ich all durchprobiert,
Nicht weiss ich ihre Namen,
Nur, dass sie mich blamiert.

Nur einer kam dazwischen,
Der macht' das Staatsschiff flott; Gemeint war Graf Gyula Andrássy, österreichisch-ungarischer Außenminister von 1871 bis 1879, mit dem die Kaiserin zeitlebens befreundet war und der sie auch politisch beeinflußte.
Liess leider ihn entwischen;
Nun herrscht die alte Not.

Nach langem Überlegen
Komm' ich jetzt zum Entschluss,
Dass hier mit Gottes Segen
Etwas geschehen muss.

Das arme Landvolk schwitzet,
Bebaut mühsam sein Feld.
Umsonst! Gleich wird stibitzet
Ihm wiederum das Geld.

Kanonen sind sehr teuer,
Wir brauchen deren viel,
Besonders aber heuer,
wo Ernst wird aus dem Spiel. Ständige, eskalierende Konflikte zwischen Österreich-Ungarn und Rußland am Balkan ab Mitte der achtziger Jahre ließen einen Kriegsausbruch als nahe bevorstehend erscheinen.

Wer weiss! gäb's keine Fürsten,
Gab' es auch keinen Krieg;
Aus war' das teure Dürsten
Nach Schlachten und nach Sieg.

Vielleicht lässt sich was machen
Doch mit "vereinter Kraft", Anspielung auf Franz Josephs Wahlspruch "Viribus unitis".
Dass man aus alten Sachen
Hier noch was Gutes schafft.

Drum aus den Republiken
Der grossen, weiten Welt
Die Schädel all, die dicken,
Hab' ich mir herbestellt.

Die müssen conferieren
Von Früh bis in die Nacht
Und mir dann referieren,
Was Völker glücklich macht.

Und sollten sie entscheiden,
Die Republik muss sein,
So willige mit Freuden
In ihren Wunsch ich ein.

Sprech: ""Meine lieben Kinder,
Ich zieh' mich jetzt zurück,
Seid ihr nicht wahre Rinder,
Benützet ihr dies Glück."

Den Traum, als ich erwachte,
Hab' keinem ich erzählt;
Sonst sperren sie mich sachte
Noch gar ins Bründelfeld. K. k. Irrenanstalt in Wien.
Die Thräne.

Inhaltsverzeichnis

So weit das Auge reicht nur Meer
Und wieder Meer von allen Seiten
Mit Wogen, die da toben, streiten
Und endlich fallen zentnerschwer.
Und mitten aus dem Meere steigt
Ein Obelisk aus Riesensteinen,
Die grau sich zum Kolosse einen,
Der ins Unendliche längst reicht.
Auf diesen stürzt die wilde

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen