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Maria Stuart Trauerspiel in fünf Aufzügen von Schiller, Friedrich von (eBook)

  • Verlag: Reclam Verlag
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Maria Stuart

Friedrich Schillers im Jahr 1800 uraufgeführtes und 1801 publiziertes Trauerspiel in fünf Akten 'Maria Stuart' gilt aufgrund seines vollendeten Aufbaus als Musterbeispiel des klassischen deutschen Dramas. Das Werk spielt in England im Jahr 1587. Schiller spitzt den Konflikt zwischen zwei großen, gegensätzlichen Frauen zu: Königin Elisabeth I. von England und ihre Rivalin um den Thron, die schottische Königin Maria Stuart. Anstatt sich allzu streng an die historischen Fakten zu halten, fügt er zusätzliche Figuren (etwa Mortimer) und Begebenheiten hinzu; damit verleiht er der an drei Tagen stattfindenden Handlung mehr Leben und Spannung, etwa durch die Begegnung der beiden Königinnen im dritten Akt, dem Höhepunkt von Schillers erfolgreichem Drama. Text aus Reclams Universal-Bibliothek mit Verszählung der gedruckten Ausgabe. Friedrich Schiller (seit 1802: von; 10. 11. 1759 Marbach a. N. - 9. 5. 1805 Weimar) bildet mit Goethe den Kern der Weimarer Klassik, der bedeutendsten deutschen Literaturepoche. Schiller begann als Aufsehen erregender Sturm-und-Drang-Dichter und prägte seit 1795 als Publizist, Theoretiker, Dramatiker und Lyriker das berühmte klassische Weimarer Jahrzehnt. Schillers Dramen gehören noch heute zu den meistgespielten der deutschen Literatur, seine Gedichte, z. B. die Balladen, zählten im 19. Jahrhundert und darüber hinaus zum festen kulturellen Kanon der deutschen Literatur.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 168
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783159600345
    Verlag: Reclam Verlag
    Größe: 526 kBytes
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Maria Stuart

Zweiter Aufzug

Der Palast zu Westminster .
Erster Auftritt

Der GRAF VON KENT und SIR WILLIAM DAVISON begegnen einander .

DAVISON.

Seid Ihr's, Mylord von Kent? Schon vom Turnierplatz

Zurück, und ist die Festlichkeit zu Ende?

KENT. Wie? Wohntet Ihr dem Ritterspiel nicht bei?

DAVISON. Mich hielt mein Amt.

1080

KENT. Ihr habt das schönste Schauspiel

Verloren, Sir, das der Geschmack ersonnen,

Und edler Anstand ausgeführt - denn wisst!

Es wurde vorgestellt die keusche Festung

Der Schönheit, wie sie vom Verlangen

1085

Berennt wird - Der Lord Marschall, Oberrichter,

Der Seneschall nebst zehen andern Rittern

Der Königin verteidigten die Festung,

Und Frankreichs Kavaliere griffen an.

Voraus erschien ein Herold, der das Schloss

1090

Auffoderte in einem Madrigale,

Und von dem Wall antwortete der Kanzler.

Drauf spielte das Geschütz, und Blumensträuße,

Wohlriechend köstliche Essenzen wurden

Aus niedlichen Feldstücken abgefeuert.

1095

Umsonst! die Stürme wurden abgeschlagen,

Und das Verlangen musste sich zurückziehn.

DAVISON. Ein Zeichen böser Vorbedeutung, Graf,

Für die französische Brautwerbung.

KENT. Nun, nun, das war ein Scherz - Im Ernste denk ich,

1100

Wird sich die Festung endlich doch ergeben.

DAVISON. Glaubt Ihr? Ich glaub es nimmermehr.

KENT. Die schwierigsten Artikel sind bereits

Berichtigt und von Frankreich zugestanden.

Monsieur begnügt sich, in verschlossener

1105

Kapelle seinen Gottesdienst zu halten,

Und öffentlich die Reichsreligion

Zu ehren und zu schützen - Hättet Ihr den Jubel

Des Volks gesehn, als diese Zeitung sich verbreitet!

Denn dieses war des Landes ew'ge Furcht,

1110

Sie möchte sterben ohne Leibeserben,

Und England wieder Papstes Fesseln tragen,

Wenn ihr die Stuart auf dem Throne folgte.

DAVISON. Der Furcht kann es entledigt sein - Sie geht

Ins Brautgemach, die Stuart geht zum Tode.

1115

KENT. Die Königin kommt!
Zweiter Auftritt

DIE VORIGEN. ELISABETH, von LEICESTER geführt . GRAF AUBESPINE, BELLIEVRE, GRAF SHREWSBURY, LORD BURLEIGH mit noch andern französischen und englischen Herren treten auf .

ELISABETH (zu Aubespine) .

Graf! Ich beklage diese edeln Herrn,

Die ihr galanter Eifer über Meer

Hieher geführt, dass sie die Herrlichkeit

Des Hofs von Saint Germain bei mir vermissen.

1120

Ich kann so prächt'ge Götterfeste nicht

Erfinden als die königliche Mutter

Von Frankreich - Ein gesittet frö

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