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Robert Louis Stevenson - Gesammelte Werke Die Schatzinsel, Entführt - Die Abenteuer des David Balfour, In der Südsee, Doktor Jekyll und Mr Hyde, Der Selbstmordklub u.v.a. von Stevenson, Robert Louis (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.11.2015
  • Verlag: Null Papier Verlag
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Robert Louis Stevenson - Gesammelte Werke

Mit alphabetischem Index Die Werke auf 3391 Seiten Robert Louis Balfour Stevenson war ein schottischer Schriftsteller des viktorianischen Zeitalters. Er wurde nur 44 Jahre alt; jedoch hinterließ er ein umfangreiches Werk von Reiseerzählungen, Abenteuerliteratur und historischen Romanen sowie Lyrik und Essays. Bekannt geworden sind vor allem der Jugendbuchklassiker 'Die Schatzinsel' sowie die Schauernovelle 'Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde'. Eine Reihe seiner Romane ist heute noch populär und zum Teil verfilmt worden. 1. Auflage (Überarbeitete Fassung) Umfang: 3391 Buchseiten bzw. 2731 Normseiten Null Papier Verlag

Robert Louis Balfour Stevenson (geb. 13. November 1850 in Edinburgh; gest. 3. Dezember 1894 in Vailima, nahe Apia, Samoa) war ein schottischer Schriftsteller des viktorianischen Zeitalters. Stevenson, der an Tuberkulose litt, wurde nur 44 Jahre alt; jedoch hinterließ er ein umfangreiches Werk von Reiseerzählungen, Abenteuerliteratur und historischen Romanen sowie Lyrik und Essays.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 3391
    Erscheinungsdatum: 27.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954186624
    Verlag: Null Papier Verlag
    Größe: 3689kBytes
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Robert Louis Stevenson - Gesammelte Werke

Erstes Kapitel - Der alte Seehund im "Admiral Benbow"

G utsherr Trelawney, Dr. Livesey und die übrigen Herren haben mich gebeten, unsere Fahrt nach der Schatzinsel vom Anfang bis zum Ende zu beschreiben, und dabei nichts zu verschweigen als die genaue Lage der Insel, und zwar auch dies nur deshalb, weil noch jetzt ungehobene Schätze dort vorhanden sind. So ergreife ich die Feder in diesem Jahre des Heils 17.. und versetze mich zurück in die Zeit, als mein Vater den Gasthof zum "Admiral Benbow" hielt, und als der braungebrannte alte Seemann mit der Säbelnarbe im Gesicht zuerst unter unserem Dache Wohnung nahm.

Ich erinnere mich, wie wenn es gestern gewesen wäre, des Mannes: wie er in die Tür unseres Hauses hereinkam, während seine Schifferkiste ihm auf einem Schiebkarren nachgefahren wurde - ein großer, starker, schwerer, nußbrauner Mann; sein teeriger Zopf hing ihm im Nacken über seinen fleckigen blauen Rock herunter; seine Hände waren schwielig und rissig mit abgebrochenen, schwarzen Fingernägeln, und der Säbelschmiß, der sich über die eine Wange hinzog, war von schmutzig-weißer Farbe. Er sah sich im Schenkzimmer um und pfiff dabei vor sich hin, und dann stimmte er das alte Schifferlied an, das er später so oft sang:

Fünfzehn Mann bei des Toten Kist' -
Johoho, und 'ne Buddel, Buddel Rum!

in der zitterigen, hohen Stimme, die so klang, wie wenn eine Ankerwinde gedreht würde. Dann schlug er mit einem Knüppel, so dick wie eine Handspeiche, gegen die Tür, und als mein Vater erschien, verlangte er barsch ein Glas Rum. Als dieses ihm gebracht worden war, trank er es langsam aus, wie ein Kenner, mit der Zunge den Geschmack nachprüfend, und dabei sah er sich durch das Fenster die Strandklippen und unser Wirtsschild an. Schließlich sagte er:

"Das ist 'ne nette Bucht und 'ne angenehm gelegene Grogkneipe. Viel Gesellschaft, Maat?"

Mein Vater sagte ihm, Gesellschaft käme leider nur sehr wenig.

"So? Na, dann ist das die richtige Stelle für mich. Heda, Ihr, mein Mann!" rief er dem Mann zu, der den Handkarren schob: "Ladet mal meine Kiste ab und bringt sie nach oben! Hier will ich ein bißchen bleiben! Ich bin ein einfacher Mann - Rum und Speck und Eier, weiter brauche ich nichts; und außerdem die Klippe da draußen, um die Schiffe zu beobachten. Wie Sie mich nennen könnten? Kaptein können Sie mich nennen. Ach so - ich sehe schon, worauf Sie hinauswollen - da!" und er warf drei oder vier Goldstücke auf den Tisch. "Wenn ich das verzehrt habe, können Sie mir Bescheid sagen!" rief er, und dabei sah er so stolz aus wie ein Admiral.

Und in der Tat - so schlecht seine Kleider waren und so gemein seine Sprechweise, er sah durchaus nicht wie ein Mann aus, der vor dem Mast fuhr, sondern war offenbar ein Steuermann oder ein Schiffer, der gewohnt war, daß man ihm gehorchte, oder sonst gab's Prügel. Der Mann, der den Schiebkarren gefahren hatte, sagte uns, die Postkutsche hätte ihn am Tag vorher am Royal George abgesetzt; er hätte sich erkundigt, was für Gasthöfe an der Küste wären, und als er gehört hätte, daß man unser Haus lobte, - und besonders, so vermute ich wenigstens, als man es ihm als einsam gelegen beschrieb - hätte er beschlossen, bei uns Aufenthalt zu nehmen. Und das war alles, was wir über unseren Gast erfahren konnten.

Er war ein schweigsamer Mann. Den ganzen Tag lungerte er an der Bucht oder auf den Klippen herum und sah durch sein Messingfernrohr über See und Strand; den ganzen Abend aber saß er in einer Ecke der Schenkstube ganz dicht am Feuer und trank Rum und Wasser, und zwar eine sehr steife Mischung. Wenn jemand ihn anredete, antwortete er für gewöhnlich nicht, sondern sah nur plötzlich mit einem wütenden Blick auf und blies durch seine Nase wie durch ein Nebelhorn; und wir und unsere Besucher merkten bald, daß man ihn dann in Ruhe lassen mußte. Jeden Tag, wenn er von seinen Gängen zurückkam, fragte er, ob Seeleute auf de

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