text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Vertrau nur meiner Liebe von Delinsky, Barbara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.10.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
4,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Vertrau nur meiner Liebe

Ein Kind der Liebe... Seit sie denken kann, sehnt sich Dana nach einer richtigen Familie. Als sie den erfolgreichen Anwalt Hugh heiratet, scheint ihr Traum endlich in Erfüllung zu gehen. Ihre Schwangerschaft macht das Glück vollkommen, doch als die kleine Lizzy geboren wird, ist plötzlich nichts mehr, wie es war: Die Haut des Mädchens ist nicht weiß wie die seiner Eltern ... Dana muss um ihr Glück kämpfen - und um die Liebe ihres Mannes, die durch Lizzys Geburt auf eine harte Probe gestellt wird.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 425
    Erscheinungsdatum: 17.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955305796
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 2268 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Vertrau nur meiner Liebe

2

H ugh hoffte, einen Scherz gemacht zu haben. Er und Dana waren weiß. Ihr Baby konnte nicht schwarz sein.

Trotzdem kroch, als er da im Kreißsaal das Neugeborene in Danas Arm musterte, ein ungutes Gefühl in ihm hoch. Lizzies Haut war wesentlich dunkler als die eines jeden anderen Clarke-Babys, das er gesehen hatte - und er hatte viele gesehen. Die Clarkes waren stolz auf ihre Sprösslinge, wie die Flut von Ferienfotos bewies, die Verwandte jedes Jahr schickten. Sein Bruder hatte vier Kinder - allesamt typisch angelsächsisch hellhäutig -, ihre Cousins ersten Grades brachten es gemeinsam auf mehr als sechzehn Kinder. Und keines davon war dunkelhäutig.

Hugh war Anwalt. Er verbrachte seine Tage damit, Sachverhalte darzustellen, und in diesem Fall gab es keine, die nahelegten, dass sein Baby alles, nur keine Weiße war. Er bildete sich das nur ein, machte aus einer Mücke einen Elefanten. Aber wer konnte ihm das verübeln? Er war übermüdet. Am Abend zuvor hatte er sich das Sox-Spiel im Fernsehen angesehen, war spät ins Bett gekommen, eine Stunde später von Dana geweckt worden und seitdem aufgedreht. Aber er hätte keine Sekunde der Geburt versäumen wollen. Zu sehen, wie das Baby auf die Welt kam - die Nabelschnur durchtrennen es gab nichts Schöneres als das.

Doch jetzt fühlte er sich seltsam leer. Dies war sein Kind - seine Familie, hatte seine Gene. Es sollte vertraut aussehen. Er hatte gelesen, was Babys bei der Geburt durchmachten, und war auf einen Eierkopf, fleckige Flaut und sogar Blutergüsse vorbereitet gewesen. Der Kopf dieses Babys war rund und seine Haut makellos.

Aber es hatte weder das feine, glatte Haar noch den spitzen Haaransatz der Clarkes, noch Danas blondes Haar oder ihre blauen Augen.

Es sah fremd aus.

Vielleicht war es ja nur eine ganz natürliche Enttäuschung nach den vielen Monaten gespannter Erwartung. Vielleicht hieß es deshalb in den Büchern, dass man sein Kind nicht zwangsläufig auf den ersten Blick liebte. Die Kleine war ein Individuum. Sie würde ihre eigenen Vorlieben und Abneigungen entwickeln, ihre eigenen Stärken, ihr eigenes Temperament, und all das wäre vielleicht völlig anders als bei Dana und ihm.

Er liebte sie. Ja, das tat er. Sie sah zwar nicht so aus, aber sie war sein Kind.

Demzufolge war er für sie verantwortlich. Und so folgte er der Schwester, als sie seine Tochter ins Babyzimmer brachte, und beobachtete durchs Fenster, wie eine Säuglingsschwester ihr Tropfen in die Augen gab und sie anschließend gründlich wusch.

Lizzies Haut blieb unverändert kupferfarben. Wirkte im Kontrast zu der zartrosa Decke und dem blassrosa Mützchen sogar noch dunkler.

Die Schwestern schienen Lizzies Hautfarbe nicht wahrzunehmen. Mischehen waren üblich, und die Frauen wussten nicht, dass Hughs Frau eine Weiße war. Außerdem gab es weitere dunkelhäutige Babys hier. Und im Vergleich zu ihnen war Elizabeth Ames Clarke hellhäutig.

Sich an diesen Gedanken klammernd, ging er in Danas Zimmer und begann zu telefonieren. Sie hatte recht damit, dass seine Eltern sich einen Jungen wünschten - als Eltern von zwei Söhnen hatten sie eine Vorliebe für Kinder, die den Familiennamen weitertrugen -, doch sie freuten sich trotzdem über die Neuigkeit, ebenso sein Bruder, und als Hugh schließlich Danas Großmutter anrief, fühlte er sich schon besser.

Eleanor Joseph war eine bemerkenswerte Frau. Nachdem sie ihre Tochter und ihren Mann im Abstand von vier Jahren durch tragische Unfälle verloren hatte, hatte sie ihre Enkelin allein aufgezogen und dazu noch ein erfolgreiches Geschäft aufgebaut. Der reguläre Name lautete The Stitchery, doch es hieß bei allen nur Ellie Jo's.

Bis er Dana kennenlernte, hatte Hugh keine Ahnung von Strickgarnen gehabt und keinerlei Kontakt zu Frauen, die damit umgingen. Noch heute konnte er sich nicht merken, was SKP war, obwohl Dana es ihm mehrfach erklärt hatte.

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen