text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Das Brocken Sagenbuch Mit Hexensagen und Walpurgissagen.

  • Erscheinungsdatum: 12.01.2015
  • Verlag: Rockstuhl
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Das Brocken Sagenbuch

98 Seiten mit 29 Abbildungen, darunter 13 Zeichnungen und 16 Fotos. 44 Sagen über den Brocken und Walpurgissagen werden in diesem Buch erzählt.

Harald Rockstuhl wurde 1957 in Bad Langensalza geboren und wuchs in der Gemeinde Tüngeda am Fuße des Hainich auf. Sein Vater, der Ortschronist Werner Rockstuhl, prägte seinen Lebensweg. Seit 1974 schrieb Harald Rockstuhl für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften Reportagen und heimatgeschichtliche Beiträge, und seit 1982 erschienen in kleinen Auflagen verschiedene Publikationen. 1986/87 bearbeitete er das Lebenswerk des Burgtonnaer Heimatdichters Heinz Keil (1916-1985) und gab darüber ein 200seitiges Buch heraus. Im Jahre 1988 begann Harald Rockstuhl mit einer Reportage über August Giese die Hainich-Heimatforschung. 1990 gründete er einen eigenen Verlag und begann mit der Herausgabe der Hainich-Heimathefte. Zum Verlag kam ein Jahr später der Thüringer Heimatliteraturversand hinzu. Er arbeitete seit 1990 mit dem Eisenbahnschriftsteller Günter Fromm zusammen. Als Verleger und Schriftsteller veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Er ist verheiratet und Vater einer Tochter.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 76
    Erscheinungsdatum: 12.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783867778206
    Verlag: Rockstuhl
    Größe: 7057kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Das Brocken Sagenbuch

Von dem Blocks-Berge, insgemein der Blocken oder Brocken genannt

Dieser Berg ist weit und breit, so wohl durch gantz Teutsch-Land, als auch auswertig in fremden Landen, sehr berühmt, nicht allein deswegen, weilen solcher vor den höchsten in Teutsch-Land gehalten, und auff die 16 Meile Weges herum, in Sachsen, Hessen und Thüringen, bei hellem Wetter, gesehen wird, sondern, weil auch die Kinder davon zu sagen wissen: wie nemlich alle Jahr darauff die Hexen aus Teutsch-Land in der Walpurgis-Nacht, oder den ersten des Mäi-Monats, sich versammleten, und daselbst mit denen bösen Geistern, durch einen Schmaus und Tantz, lustig macheten. Es lieget aber derselbe auff dem Ober-Hartz, nicht weit von der Hoch-Gräfflichen Stolbergischen, eine Meile von der Stadt Wernigerode gelegenen, Residens, Ilsenburg genannt, und nur ohngefehr fünff Meilen von Nordhausen, weilen aber der Weg nicht gerade darauff zugehet, sondern man nicht anders, als durch viele Um-Wege, zu demselben gelangen kan, muß man wohl 7 biß 9 Meilen, nachdem der Weg genommen wird, reisen, ehe man von hier dahin kömmet. Die Benahmung dieses Berges ist nicht einerlei, indem derselbe von unterschiedenen Autoribus, bald der Bruckers- oder Bructers-Berg, bald der Prockel- oder Brockels-Berg, ja gar der Bocks-Berg, und so weiter, genennet wird; hingegen heissen denselben diejenigen, so an und auff dem Hartz wohnen, ihrer Mund-Art nach, entweder der Blocksberg oder insgemein der Blocken oder Brocken, dabey man es billich hätte sollen verbleiben lassen; allein da etliche Autores sich eingebildet, daß der Berg nicht mehr seinen alten Nahmen habe, und dieserwegen von denen Anwohnenden unrecht genennet werde, etliche aber auch viele zum Theil wunderliche Einfälle wegen der Etymologie des Nahmens gehabt, so hat es wohl nicht anders sein können, als daß daraus eine Confusion und Vielheit derer Nahmen entstehen müssen; indem einige vermeynet, daß der Nahme dieses Berges von denen Bructeris, als denen alten Völckern, so vormahls am Berge gewohnet hätten, herrühre, derowegen sie dem Berge den Nahmen Bruckers oder Bructers gegeben, welches aber von einigen verworffen, und fürgewendet wird, daß die Bructeri nicht am Hartz, sondern am Rhein, wo jetzo das Hertzogthum Bergen sei, gewohnet hätten, und die Worte des Claudiani: Venit accola Sylvæ Bructerus Hercyniæ, nicht eigentlich von dem Hartz, sondern von einem andern, bei dem Rhein gelegenen Walde, zu verstehen wären, so ein Theil des sehr grossen Waldes gewesen, welchen man vor Alters Sylvam Hercyniam genennet habe, und von Schwaben an fast durch gantz Teutsch-Land gegangen sei, ehe derselbe hin und wieder ausgehauen worden. Andere halten davor: daß der Berg deswegen der Blocken oder Blocks-Berg heisse, weilen er von dem Nieder-Sächsischen Wort Block, das ist, einem grossen Bloch oder Klotz, daraus man kan entweder Feuer-Holtz machen, oder Bretter daraus auff einer Säge-Mühle schneiden lassen, herkomme, massen es derselben unten am Berge sehr viel gebe, die daselbst verfaulen müsten, weilen sie schwerlich aus dem Walde zu bringen wären, welches wohl auch die sicherste Meinung ist. Hingegen kömmet es wohl recht lächerlich heraus, wenn etliche sagen wollen: er werde davon der Blocks-Berg genennet, weilen diejenige Hexe, so in der Walpurgis-Nacht sich verspätet hätte, und zu langsam kommen wäre, sich müste zur Straffe vor einen Hacke-Block oder Hacke-Klotz gebrauchen lassen, darauff der Teuffel das Fleisch zu denen Würsten, so er zu der Fresserey gebrauchete, hacken liesse. Nichts weniger wird auch jemand darüber schwerlich weinen, wenn M. Johann Praetorius, in seinem Tractat vom Blocks-Berge part. 1 cap. & 2 p. m. 42 den Blocks-Berg gar zu einem Bocks-Berg, Bocken und Höll-Bocken machen will, davor haltende: daß er also vor Alters mit seinen rechten Nahmen geheissen habe, entweder weilen die Hexen auff Böcken ihre Walfahrt auch zur selben Zeit darauff gehabt: Oder daß d

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen