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Die Dreizehnte Fee Erwachen von Adrian, Julia (eBook)

  • Verlag: Drachenmond Verlag
eBook (ePUB)
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Die Dreizehnte Fee

Ich bin nicht Schneewittchen. Ich bin die böse Königin. Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung. 'Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?', frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest. Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 212
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959912310
    Verlag: Drachenmond Verlag
    Serie: Die Dreizehnte Fee Bd.1
    Größe: 462kBytes
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Die Dreizehnte Fee

Prolog

Ich komme zu spät. Ich weiß es.

Die Erde fliegt unter meinen Füßen dahin. Ich berühre sie kaum, achte nicht auf meinen Tritt. Vorwärts , ist alles, was ich denken kann. Vorwärts . Und meine Füße tragen mich schnell und doch nicht schnell genug.

Dreh um , hallt es in meinem Kopf, du willst das nicht sehen .

Ich muss. Ich habe keine Wahl.

So ist die Liebe. Sie bindet, sie bindet mich und ich kann nicht anders, als dem Schrecken entgegenzulaufen. Ich weiß, was mich erwartet und dennoch kann ich nicht aufhören zu hoffen.

Bitte, bitte, habe sie verschont!

Ich beiße die Zähne zusammen, würge den Schrei hinunter. Nur die Tränen kann ich nicht aufhalten.

Du wolltest lieben. Liebe bedeutet Leid. Hast du das denn immer noch nicht begriffen?

Nein! Ich schließe die Augen, lasse mich tragen über die Wiesen. Und alles, was ich sehe, ist ihr Gesicht und es brennt in mir. Alles brennt. Nur nicht sie!

Sie ist ein Mensch. Unbedeutend.

Sie ist alles.

Die Königin in mir lacht, aber sie lacht leise und ich spüre, dass auch sie leidet.

Liebe , höhnt sie und dann verstummt sie. Denn ich stehe am Hang und blicke hinab auf das Tal. Ich blicke hinab auf den Tod.

Ich habe sie verloren.
Bett aus Rosen

E s war einmal - so beginnen die Märchen und so begann auch mein Leben. Und es hätte tatsächlich ein Märchen werden können, doch das ist lange, lange her. So lange, dass sich die Jahre zu Staub verwandelten, zu Bruchstücken einer sich selbst vergessenden Zeit. Und nicht einmal ich kann sagen, wann mein erstes Es war einmal seinen Anfang fand.

Ich atme. Ich lebe. Zum zweiten Mal.

Während ich keuchend die süße, unheilschwangere Luft einsauge, mein Herz in wilder, neu erwachter Energie pumpt, ahne ich, dass sich alles verändert hat, und begreife doch nicht was. Meine Lippen prickeln wie in Erinnerung an einen zärtlichen Kuss. Ich fasse mit meinen Händen in die steifen Laken, fühle den rauen Stoff unter meinen Fingerkuppen zu Staub zerfallen.

Ich schlage die Augen auf und sehe doch nichts. Aber ich fühle, dass da jemand ist, bei mir. Ich höre den Atem, das nervöse Zucken von Wimpern. Ich rieche Schweiß: Angst, Erregung und Erschöpfung.

Fremde Hände greifen nach mir, berühren mich. Etwas zerbröselt. Bestürzt stelle ich fest, dass es mein Kleid ist. Ich balle die Finger zur Faust, erwarte die Hitze der Magie - doch meine Hand bleibt leer.

Das Bett schwankt unter dem Gewicht des Fremden. Ich öffne die Hand und rufe erneut nach meiner Macht - nichts geschieht. Nur die Finger fassen mich an, schüren meine Verwirrung und meinen Zorn.

"Verflucht."

Stille.

Dann: "O Gott, sie ist wach!" Lauter: "Sie ist wach!"

Hallende Schritte. Eine Tür, die aufgerissen wird. Frische Luft.

"Was sagst du? Sie ist wach? Was machst du da?"

"Ich dachte, weil sie doch nur so da liegt ... ich glaubte, es würde niemanden stören!"

"Hast du sie geküsst?"

"Nein, ich meine ja ..."

Ein Schwert wird zischend aus der Scheide gezogen. Ich kenne das Geräusch. Ich blinzele, kämpfe gegen die gleißende Helle, gegen das Gefühl der Ohnmacht. Nur langsam kehrt die Kraft zurück. Ich muss lange geschlafen haben. Zu lange. Etwas stimmt nicht. Etwas ist ganz und gar falsch.

"Wieso ist sie nackt?"

"Ich naja ... ich ... ich habe nur ..."

"Was hast du getan?"

"Beim Fluch der Eishexe! Ich wollte sie nur einmal berühren. Aber das Kleid, das Kleid, es zerfiel einfach!" Die Worte überschlagen sich fast. Es schmerzt in meinen Ohren.

"Du hast die Schlafende erweckt. Ich hatte befohlen, sie nicht anzufassen."

"Ich dachte ... ich meine ..."

"Wie lange?" Ich unterbreche den Streit. Meine Stimme klingt so sa

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