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Die Edda Götterdichtung, Spruchweisheit und Heldengesänge der Germanen

  • Erscheinungsdatum: 17.05.2010
  • Verlag: Diederichs Verlag
eBook (ePUB)
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Die Edda

Die Edda zieht mit ihren Geschichten über die nordischen Helden und Götter seit jeher die Leser in ihren Bann. Die Sonderausgabe bietet ein großes Leseabenteuer zum kleinen Preis. Die Edda ist zugleich Götterkunde und Heldenepos, Spruchweisheit, Sittengedicht, Zauberlied und Vision von poetischer Kraft. Thor, Odin und sein Rabe, der grausame Wolf Fenrir, die weltumschlingende Riesenschlange Midgard - die Edda umfasst den ganzen Kosmos altnordischen Glaubens und Dichtens. Dazu gehören nicht nur Heldenepen, wie die Gesänge um Sigurd und Gudrun, sondern auch Weisheiten aus dem altgermanischen Alltag. Sie bringen uns eine Vergangenheit näher, die in mythische Zeiten versunken zu sein scheint.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 472
    Erscheinungsdatum: 17.05.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641042523
    Verlag: Diederichs Verlag
    Größe: 1466 kBytes
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Die Edda

" 32. Das Hunnenschlachtlied (S. 173-174)

Die Personen dieses sehr altertümlichen Liedes sind uns in geschichtlichen Quellen nicht überliefert; doch werden Heidrek, Angantyr, Hlöd und Sifka in dem alten angelsächsischen Gedicht Weitfahrt (Widsid) genannt; auch von unserem Ormar (Wyrmhere) hören wir dort, daß er zusammen mit Ulfhar (Wulfhere) am Weichselwalde den alten Erbsitz mit scharfen Schwertern gegen die Hunnen (Aetlas Leute) verteidigt habe. Ein nordischer, in der Übersetzung zur Wiederherstellung der Eingangsstrophe benutzter Splitter sagt uns außerdem, daß Heidrek bei den Harwadabergen, d. h. den Karpathen, erschlagen worden sei. Hiernach können wir diese geschichtliche Grundlage für unser Lied vermuten: Nachdem Ermanarichs großes Reich, das von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer reichte, im Hunnenansturm zusammengebrochen war und die Westgoten nach Süden und Westen abgedrängt, die Ostgoten unter die Oberherrschaft der Hunnen gekommen waren, hielt sich nördlich von den Karpathen im Weichselgebiet noch ein kleineres, unabhängiges Gotenreich; ein Angriff der Hunnen von Süden her, also wohl über die Karpathenpässe oder westlich an diesem Gebirge vorbei, wurde auf der Dunheide im Dyngjatal (vielleicht der Ebene am Unterlauf des Dunajetz) zurückgeschlagen.

Leider ist das Lied sehr zerbröckelt: ältere Strophen sind teils durch jüngere ersetzt, teils in ungebundene Rede aufgelöst. Versucht ist hier, einzelne von ihnen wieder aus der Prosa zurückzugewinnen. Genzmer

Hlöd, der Sohn König Heidreks, wurde aufgezogen bei seinem Muttervater, dem König Humli. Er war der allerschönste der Männer von Ansehn und der tapferste. Das war alte Redeweise in jener Zeit, daß ein Mann mit Waffen und Rossen geboren wäre. Aber dies war so gemeint, daß von den Waffen gesprochen würde, die in der Zeit hergestellt waren, wo der Mann geboren war. Und ebenso Vieh, Lebewesen, Ochsen und Pferde, wenn diese damals geboren waren; und es wurde alles zusammengezählt, um angesehene Männer zu ehren, wie hier von Hlöd, dem Sohne Heidreks, gesagt ist:

1
Hlöd war da geboren
im Hunnenlande mit Schwert und Sax
und schimmernder Brünne, mit ringgeschmücktem Helme und harter Klinge, mit wohlgezähmtem Hengste in heiligem Walde.
Nun erfährt Hlöd von dem Fall seines Vaters und gleichzeitig, daß sein Bruder Angantyr zum König über das ganze Reich genommen war, das ihr Vater Heidrek gehabt hatte.

Nun wollen sie, König Humli und Hlöd, von seinem Bruder Angantyr sein Erbteil fordern, zuerst mit guten Worten, wie es hier heißt:"

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