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Wenn das die Grimms wüssten! Neue Märchen zum Grimm-Jahr 2012 von Hellinger, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2014
  • Verlag: art & words - Verlag für Kunst und Literatur
eBook (ePUB)
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Wenn das die Grimms wüssten!

Am 20. Dezember 1812 erschien der erste Band der 'Kinder- und Hausmärchen' von Jacob und Wilhelm Grimm mit 86 Märchen, darunter die Klassiker 'Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich', 'Der Wolf und die sieben Geißlein', 'Rapunzel', 'Hänsel und Gretel' oder 'Dornröschen'. Grund genug für den Verlag art&words zum zweihundertsten Jubiläum der Erstausgabe der 'Kinder- und Hausmärchen' deutschsprachige Autoren aufzurufen, es den Grimms gleich zu tun und die alten Märchen neu zu erzählen oder neue Märchen zu erfinden. 176 Autoren aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Italien folgten dem Aufruf und sandten insgesamt 296 Märchen und Geschichten ein. Schließlich wurden - ganz wie bei den Grimms - 86 Märchen für dieses Buch ausgewählt, von denen der Herausgeber überzeugt ist, dass es die Besten der Besten sind. Lehnen Sie sich also zurück und genießen Sie diese Märchen, auch wenn Sie nicht immer mit jenen magischen Worten beginnen: Es war einmal ... Märchen von: Carolin Arden, Julia Bardag, Sabine Barnickel, Irene Beddies, Christa Bellanova, Stephan Binder, Susanne Blümlein, Susanne Böckle, Chenila Booker, Angelika Brox, Annika Dick, Natalie Elblein, Bettina Ferbus, Bettina Forbrich, Doris Fürk-Hochradl, Ursula Gressmann, Johanna Gruner, Thomas Häbe, Eva Heinhold, Jeanette Holdinghausen, Judith Holle, Bernhard Horwatitsch, Béla Jancso, Yvonne Kaeding, Alice Karen, Johanna Kastberger, Christine Kästner, Michaela Keller, Bente Klindt, Bellis Klunkerfisch, Sabine Kohlert, Rita Krippendorf, Margit Kröll, Sabine Kühorn, Olaf Lahayne, Elena Lidenbrock, Oliver Machander, Elevtheria Marinaki, Philip Militz, Lothar Mischke, Sylvia Mitter-Pilotek, Dörte Müller, Verena Nagel, Jana Oltersdorff, Birgit Otten, Karoline Pauluhn, Karoline Pauluhn, Ute Petkelis, Sonja Rabaza, Tanja Rathjen, Anne Reinéry, Vera Richter, Friedhelm Rudolph, Petra S. Rosé, Gabriele S. Schlegel, Jeannine Schäfer, Regina Schleheck, Armin Schmidt, Petra Schmidt, Sissy Schrei, Simone Schwarze, Udo Seelhofer, Johannes Siegl, Annegret Sommer, Martina Sprenger, Reinhard Staubach, Ronja Storck, Lisanne Surborg, Isabel Terhaag, Sabine Tetzner, Helen Trepling, Kerstin Tümmel, Sigrid Varduhn, Vincent von Ableben, Renate Walter, Uwe Wartha, Silke Wiest, Andreas Wöhl, Verena Wolf, Ulla Worringer

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 491
    Erscheinungsdatum: 01.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783943140187
    Verlag: art & words - Verlag für Kunst und Literatur
    Größe: 907 kBytes
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Wenn das die Grimms wüssten!

Carolin Arden

Das Wasser der Weisheit

Ü ber ein großes Reich herrschte einmal ein gütiger König. Als er fühlte, dass er alt geworden war, übergab er die Krone an Prinz Wilhelm, seinen Erstgeborenen.

"Und was ist mit mir?", fragte Willibald, sein zweiter Sohn. "Bekomme ich keine Krone?"

Der alte König lächelte und sagte: "Viele Königreiche grenzen an unser Land und in so manchem davon wartet eine Prinzessin auf einen so schmucken Prinzen wie dich. Sei ohne Sorge, mein Name wird dir jede Tür öffnen."

Da packte Willibald seinen Ranzen, sattelte sein Pferd und machte sich auf die Reise. Von einem Reich zum nächsten ritt er, immer auf der Suche nach einer besonders hübschen Prinzessin. Wohin er auch kam, er wurde freundlich aufgenommen, denn die Könige hätten ihn gerne als Schwiegersohn gesehen. Doch nach einem kurzen Blick auf die Tochter reiste Willibald immer schnell weiter. Die eine war zu hässlich, die andere zu dick und die nächste hatte eine zu große Nase. Kurzum, an jeder hatte er etwas auszusetzen.

Endlich kam der Prinz in ein ganz kleines Königreich. König Friedrich stellte ihm seine Frau und auch sein einziges Kind, Prinzessin Karina, vor. Sofort verliebte sich Willibald in die junge Frau. Sie war hübsch, voller Lebensfreude und lächelte ganz allerliebst. Und so zögerte Willibald auch gar nicht lange und bat König Friedrich um die Hand seiner Tochter.

"Oh!", sagte der König und geriet ins Schwitzen. "Ich schätze Euch und Euren Vater sehr, Prinz Willibald. Leider ist meine Tochter bereits vergeben. Sie liebt Peter, meinen Verwalter, und ich habe ihm Karina schon vor einem halben Jahr versprochen. Ihr versteht doch sicher, dass ich von meinem Wort nicht zurücktreten kann."

"Heißt das, Ihr zieht mir, dem Sohn des mächtigsten Königs weit und breit, einen Habenichts vor? Das kann nicht Euer Ernst sein!", brauste Willibald auf und wollte sich gar nicht mehr beruhigen.

Da bekam es König Friedrich mit der Angst zu tun. Es war gefährlich, sich den Prinzen und seinen Vater zum Feind zu machen. Er hatte nur eine kleine Armee und würde in einem Krieg schnell unterliegen. Schweren Herzens willigte er also ein, Karina und Willibald zu vermählen.

Karina war mit der Entscheidung ihres Vaters gar nicht einverstanden. Sie liebte nur ihren Peter und klagte ihm ihr Leid. "Ich mag den Prinzen nicht. Er ist so hitzig und das macht mir Angst. Ich will ihn nicht heiraten!"

Der Verwalter war ein heller Kopf und schlug vor, dass sie dem Prinzen, um seine Liebe zu prüfen, schwierige Aufgaben stellen solle. Dann würde er gewiss auf eine Heirat verzichten. Karina grübelte die ganze Nacht. Nach dem Frühstück sprach sie zu Willibald: "Es ist mir eine große Ehre, dass Ihr mich zur Frau nehmen wollt. Doch ich möchte nur den Klügsten und Besten heiraten, deshalb müsst Ihr Euch vor unserer Hochzeit erst bewähren. In einem fernen Land im Osten, mitten in einer riesigen Wüste, steht ein besonderer Brunnen. Wer von seinem Wasser trinkt, wird weise wie sonst nur Männer nach jahrzehntelangem Studium. Bringt mir von diesem Wasser. Vor unserer Hochzeit werden wir es gemeinsam trinken und dieses Land gut und gerecht regieren. Ihr habt ein Jahr Zeit für diese Aufgabe."

Willibald seufzte. Ein ganzes Jahr noch, bis er seine Braut in die Arme nehmen durfte! Und doch schien ihm die Zeit beinahe zu knapp bemessen, das Wasser aus der fernen Wüste zu holen. Da durfte er nicht lange zögern. Es kam nicht infrage, seine Karina diesem Taugenichts kampflos zu überlassen. Er packt

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