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Zwei Kahnschnecken voller Gold Sagen-Geschichten aus Pinnow, Godern und Raben Steinfeld von Borchardt, Erika (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.10.2009
  • Verlag: EDITION digital
eBook (PDF)
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Zwei Kahnschnecken voller Gold

Die Gegend um den Pinnower See hat außergewöhnlich viele geheimnisvolle Geschichten: 27 Sagen, mit zwölf ganz unterschiedlichen Sagenmotiven. Sie handeln von Göttern und Unterirdischen, versunkenen Burgen, verzauberten Jungfrauen und verborgenen Schätzen, vom Lindwurm und der Wilden Jagd, von der Weißen Frau, der Hexe und dem Teufel, einem geheimnisvollen Hund, einem Geldfeuer sowie verzauberten Mädchen. Natürlich auch vom Petermännchen. Die Geschichten spielen an 16 verschiedenen Orten: beim Petersberg und am Strauchwerder, auf dem Kuckucksberg und der Insel Fischerwerder, am Köllick und Hilligensee, bei der Glückskuhle und am Steinernen Tisch, in der Godernschen Mühle und der Pinnower Kirche, am Steilufer bei Raben Steinfeld und dem Störübergang. Solch eine Vielfalt auf so kleinem Raum ist selten. Die beiden Autoren Erika und Jürgen Borchardt haben die überlieferten Motive und Geschichten gesammelt und neu erzählt. In einer Einleitung und in Anmerkungen zu einzelnen Geschichten geben sie Informationen zu möglichen tatsächlichen Hintergründen. So gewinnt man auf besondere Weise einen Einblick auch in die frühe Geschichte dieses Landstrichs. INHALT: Sagen vom Petersberg Die Weiße Frau vom Hoog Barg Spuk im Nebel Die Schieldinge Der Hoog Barg - Ein Berg voller Geheimnisse Cernebogs Reich Der Gott des Lichts und seine Geister Bitteres Brot Der verwunschene Prinz im Petersberg Die geheimnisvolle Höhle Ein Schlüssel aus Gold Das Mädchen an der Glückskuhle Bräuche und Sagen um den Hilligensee Die Tränke des heiligen Pferdes Taufe und Totenwäsche der Unterirdischen Taufe und Totenwäsche der Menschen Sagen vom Pinnower See und der Insel Fischerwerder Der Lindwurm auf dem Lindhörn Die Insel Fischerwerder, früher Borgwerder Die verzauberte Jungfrau im See Der tapfere Fischer Zwei Kahnschnecken voll Gold Der weiße Hund Teufelsspiel am Steinernen Tisch Sagen aus den Dörfern und ihrer Umgebung Die Wilde Jagd am Kuckucksberg. Pinnow Der Waul schenkt Brotteig. Pinnow Die sieben Burgen im See. Raben Steinfeld Die Weiße Frau am Strauchwerder. Godern Das silberne Krüglein. Pinnow Die Goldene Wiege. Raben Steinfeld Der Auszug der Zwerge. Raben Steinfeld Petermännchen und seine Freunde Stier und Greif. Pinnow Der Teufel in der Mühle. Godern Tanz um den Altar. Pinnow Kühe werden durch die Wand gemolken. Raben Steinfeld Erika Borchardt: Jahrgang 1944, Diplom-Kulturwissenschaftlerin Fachverkäuferin für Lebensmittel, als Lehramtsanwärterin kombiniertes Direkt- und Fernstudium für Mathematik und Technisches Zeichnen, danach im Kulturbereich tätig und vier Jahre Fernstudium der Kultur- und Leitungswissenschaft sowie weitere fünf Jahre Fernstudium der Kulturwissenschaft. War über ein Jahrzehnt wissenschaftliche Mitarbeiterin im Schlossmuseum Schwerin. Mitbegründerin des Kulturvereins Sagenland Mecklenburg-Vorpommern e. V. Autorin von wissenschaftlichen Arbeiten zur mecklenburgischen Kulturgeschichte und mehreren Erzählbüchern, vor allem mit Petermännchen-Geschichten. Daneben Hör- und Puppenspiele sowie ein Bühnenstück. Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann Dr. Jürgen Borchardt. Bibliografie: Wie Petermännchen zu Hut und Stelzen kam Petermännchen. Der verwunschene Prinz Mecklenburgs Herzöge Petermännchen. Der Poltergeist Petermännchen. Der Schweriner Schlossgeist Petermännchen. Der geheimnisvolle Zwerg Der habgierige Fischer. Puppenspiel Bei Petermännchen zu Gast. Hörspiel Das Geheimnis der Felsengrotte Im Paradies des Verkehrsteufels. Ein Bühnenstück für Kinder Schloss Basthorst. Architektur und Geschichte Das sagenhafte Schwerin Sagenhafte Orte. Um den Schweriner See Zwei Kahnschnecken voller Gold. Sagengeschichten aus Pinnow, Godern und Raben Steinfeld Jürgen Borchardt Jahrgang 1944, Dipl.-Germanist und Anglist, Dr. phil. War Leistungssportler, Beton- und Straßenbauer. Arbeitete nach dem Hochschulstudium als Philosoph, Journalist sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Landesbib

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 112
    Erscheinungsdatum: 07.10.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783931646653
    Verlag: EDITION digital
    Größe: 744 kBytes
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Zwei Kahnschnecken voller Gold

Zwei Kahnschnecken voll Gold Der alte Fischer Hollien hatte die Wadezüge auf dem Pinnower See zur großen Winterfischerei gepachtet. Einst ruhte er von der Arbeit ein wenig aus. Er setzte sich auf die Ruderbank und zündete sich eine Pfeife an. Es war ein schöner Dezembertag. Die Sonne ließ den Reif glitzern und glänzen. Seine Blicke schweiften zur Fischerinsel. Da glaubte er den Augen nicht zu trauen. Nahe der Landungsstelle sah er ein hellgelbes Flämmchen. Dort schien die Erde zu brennen. Ein Mensch aber war nicht zu sehen. Neugierig ruderte der Fischer hin, zog den Kahn an Land und ging auf das Feuer zu. Es kam tatsächlich aus der Erde. Aber es war kein Feuer. Massenhaft Gold und Silber lagen in dem Erdloch. Hollien war ein Mann raschen Entschlusses. Er holte die ziemlich große Kahnschnecke aus dem Boot. Zweimal füllte er sie und brachte den kostbaren Inhalt zum Kahn. Beim dritten Mal hörte er eine Stimme rufen: 'Begnüge dich mit dem, was du hast. Oder dich wird großes Unglück treffen.' Verwirrt blickte er um sich, sah jedoch niemanden. 'Wer spricht da?' rief er. Aber niemand antwortete. Wollte ihm da einer Angst einjagen? Wenn er aus Furcht die Insel verließe, würde sich der Andere ins Fäustchen lachen und sich selber den ganzen Reichtum holen. Aber er konnte keine lebende Seele entdecken. Da ging er zum Schatz zurück. Was mochten die Worte bedeuten? Einen kurzen Augenblick zögerte er. Sollte er nicht doch noch etwas von dem Gold nehmen? Dann aber drehte er sich um und ging mit der leeren Kahnschnecke zum Boot zurück. Er ruderte an Land und brachte den Schatz in Sicherheit. Mit niemandem sprach er darüber. Wie bisher ging Hollien jeden Tag seiner Arbeit nach. Und wenn er von nun an bei schlechtem Wetter zu Hause blieb, dann fiel das kaum jemandem auf. Wie bisher half er Freunden und Nachbarn, wenn Not am Mann war - vielleicht half er jetzt ein bisschen mehr. Wie bisher war er freigebig gegen die Armen - vielleicht war er jetzt ein bisschen freigebiger. Aber wenn jemand für andere mehr tut als gewöhnlich, dann merkt gewöhnlich nur er selber das. Er ließ sein Häuschen ordentlich in Stand setzen, kaufte sich ein neues Boot und was ein Fischer zum Arbeiten und Leben noch so benötigte. Unbehelligt von allen Sorgen lebte Hollien zufrieden und glücklich. Er war keinerlei Missgunst ausgesetzt. Niemand wusste von seinem Reichtum. Erst als er im hohen Alter sein Ende nahen fühlte, sprach er mit einem Freund über den Schatz. Er gab ihm eine Handvoll Goldstücke und bat ihn, den Rest des Schatzes an die Armen zu verteilen.

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